der Hype-Rider

Robert Basic

Ute, ja, drauf herumreiten tue ich gerne, aber aufsatteln selten;) Gern geschehen:)

Um was gehts? Ute meint, sie will nicht mehr wie früher jeden Webhype mitmachen. Das sei zu zeitraubend. Dem stimme ich voll und ganz zu, wenn man tatsächlich bei jedem neuen Hype auch zu einem Nutzer wird. Letztlich aber ist das alles halb so wild, wenn man sich damit als Beobachter beschäftigt, nicht jedoch zu einem User wird. Relativieren wir das einmal.

Hält man sich nämlich die einzelnen „hype“-Dienste vor Augen, sind das von der absoluten Anzahl her nur Bruchteile von allen Angeboten, die die letzten Jahre entstanden sind. Das wären seit 2002?

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Wikipedia, Digg, Woot, Facebook, MySpace, Second Life, YouTube, Flickr und zuletzt noch Twitter. Google (zB GMail, GMaps, GEarth) und Apple (iTunes/iPod, iPhone) haben sowieso ein Dauerabo, selbstredend. Blogging und Social Networking iA spielen hierbei eine Sonderrolle, da sie in zahlreiche Unterthemen verästeln. Hierzulande sind btw Xing, StudiVZ, SchülerVZ, Sevenload, MyMüsli und nun auch WKW zu nennen. Das wars dann auch schon in diesen sechs Jahren gewesen. Die meisten Dienste bleiben nur recht kurz Themendauerbrenner. So war Flickr 2004 ein großes Thema, seitdem hört man kaum noch was von denen (außer in D, als Yahoo die eingedeutschte, aber eingeschränkte Version eingeführt hat. Das hielt jedoch 2-4 Wochen, dann war Schluss). Facebook hingegen hat MySpace als hot topic abgehängt. MySpace war 2006 das superheiße Thema, ließ bereits 2007 nach und muss seitdem Facebook hinterherschauen, die den PR-Fokus bis heute auf sich vereinnahmen. Digg dominierte jeweils nur sehr kurzzeitig in 2006 und in 2007 die Gespräche. StudiVZ hatte seine Hochzeit anno 2006, ab dem Frühjahr 2007 wurde es relativ ruhig um diesen Dienst (nach der Holtzbrinck-Übernahme). Will sagen, es gibt ein ständiges Kommen und Gehen, die meisten Hypes halten sich rund 1/2-1 Jahr und der Fokus richtet sich idR recht schnell auf andere Dienste. Man kommt also recht gut mit, was just angesagt ist.

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Ich denke, das ist durchaus verkraftbar und man kann schwerlich von einer Schwemme reden, die in Stress ausartet;) Wenn man sich nicht wie gesagt als User einspannen läßt.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.