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online Visa-Antrag für USA-Reise stellen? Zeig mir Deine Festplatte

krass, ultrakrass… das Visa Waiver Programm bezeichnet die Einreise ohne Visum in die USA, wenn bestimmte Bedinungen erfüllt sind. Nein, das ist nicht krass. Kommt gleich.

Die nach und wegen 9/11 gegründete Überwachungsbehörde Homeland Security hat nun folgendes Online-Anmeldeverfahren im Rahmen des Visa Waiver Programms lanciert:

International travelers who are seeking to travel to the United States under the Visa Waiver Program are now subject to enhanced security requirements. All eligible travelers who wish to travel under the Visa Waiver Program must apply for authorization using the following process:

Ok soweit
Nice, alles online erledigen, wenn man als Deutscher in die USA will. Ok? Na, der Hammer kommt in folgender Popup-Meldung, kurz nach dem Laden der Seite:
Nicht ok

Zum Verständnis: Ich bin kein Behördengänger, aber heißt das, ich muss mich online checken lassen, wenn ich in die USA will? Oder wer muss das? Oder ist das rein optional, diesen Onlineservices zu nutzen? Sprich: Komme ich um diese Big Brother Scheiße herum oder nicht?

Update: Siehe Kommentare zur Klärung, was nun HS wohl checkt und scanned und speichert.

via vowe


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

26 Kommentare

  • einfache Lösung: man reist einfach nicht in dahin, solang die derzeitige faschistoide Junta zu Gange ist (wobei ich bezweifle dass sich da selbst mit Obama viel ändert). Bei mir sind die USA nach etlichen unerfreulichen Erlebnissen von Freunden und Bekannten bei der Einreise von der Liste potentieller Urlaubsländer geflogen.

    Bis Mitte Januar muss man die elektronische Variante übrigens noch nicht benutzen, ist nur seit ein paar Wochen in der Einführungsphase.

    btw: so wie ich den Disclaimer da verstehe geht es um die Weiterverarbeitung der Daten, die man in die Formulare tippt. Deine Festplatte durchsuchen sie erst bei der Einreise. Genau wie dein Telefon. Lösch besser schon mal jegliche arabische Namen, falls du nicht erklären willst, wer diese Personen sind und wieso du sie kennst. Das ist übrigens kein Scherz, das ist einem Freund von mir genau so vor ein paar Wochen passiert.

  • Wawawawaaaas? So dämlich kann doch nicht mal die DHS sein, das dann auch noch zuzugeben?

    Aber geschickter Plan, das als Popup im Windows Shell zu machen. So liest es nämlich keiner und es wird einfach weggeklickt.

    traurig, traurig.

  • Irgendwie les ich da jetzt nicht raus, dass die meine Platte durchsuchen. Die Rede ist doch vom System des DHS und beschreibt, was mit den Daten, die ich dahin übermittle, geschehen kann.
    Oder was hab ich übersehen?

  • Die Popup-Meldung sagt aus, dass das DHS alles tun darf mit den Daten, die auf ihrem System eingehen. Dazu gehört vor allem die langfristige Speicherung der Daten und die Verwertung für beliebige Zwecke. Mit „This…computer system“ ist das System des DHS, nicht DEIN System gemeint. Das DHS schnüffelt also mit Sicherheit nicht auf Deinem PC rum, wenn du auf die Website gehst.

    Man muss sich halt lediglich der Tatsache bewusst sein, dass alle (auch persönliche) Daten, die man dort eingibt, in völlig willkürlicher Art und Weise von der US-Regierung verwendet werden können. Das ist aber wohl allgemein bekannt.

  • Genau das wird auch geraten. Mit einem jungfräulichen System (auch Mobiltelefon!) übern Teich reisen.

    Bei der Ausreise das System wieder frisch machen. Daten die heim sollen, müssen das Internet nehmen.

    Ich stelle mir gerade elend-lange Outlook-Adressbücher vor, die im Mobiltelefon wegen Sync nochmal liegen. Auf diese Weise kann man sein soziales Netz dem DHS mitteilen. 😉

  • Bin mir zwar ziemlich sicher, dass die Leute am Flughafen JFK nicht in privaten Festplatten rumschnüffeln 😉 (Ist mir zumindest noch nie passiert) Aber man kann ja nicht vorsichtig genug sein! Meine Empfehlung: Keine wichtigen/sensiblen Daten auf dem Laptop speichern. Besser online auf einem der besseren Services wie box.net, und zuhause ne sichere Kopie liegen haben. Auch nicht 100%ig sicher, aber besser als wenn man das Zeug überall mit sich rumschleppt.

  • Macht man sich nicht erst recht verdächtig, wenn man mit blankem Laptop und blankem Handy einreist?

    btw: der europäische Zoll hat ähnliche Bestimmungen für einreisende Ausländer … wir haben nur kein so schickes Department of Home Security 😉

    Aber deren Fragen (Amerikaner) sind lustiger. Bin ich Terrorist? Check. Genozid? Klaro! Spion? Aber sicher doch 😉

  • Da fragt man sich wieviel Prozent aller Terroristen und Spione auf dem Formular ein Häkchen bei „Yes“ machen…

  • Wenn es nur der online-check wäre: Hallo Knoppix (oder windows PE)! Für ne einmalige sache kann man ja auch mal ohne platte arbeiten.

  • Ein Bekannter hat vor der Einreise alle Daten mit TrueCrypt verschlüsselt. Das Ende vom Lied: Man hat am Airport seinen Laptop einkassiert, zurückbekommen hat er ihn nach gut 5 Wochen. Er ist noch drüben, fragt sich aber was bei einem kürzeren Aufenthalt passiert wäre. Ob man ihm das Notebook dann nach D geschickt hätte?

  • @13 es geht nicht darum, dass der potenzielle terrorist bei der einreise direkt zugibt einer zu sein, sondern darum das er – wenn man bei einer „terroristischen handlung“ zB planung etc. erwischt wird man gegen die einreise bestimmungen verstoßen hat / gelogen hat und somit des landes verwiesen und an einer weiteren einreise gehindert werden kann.
    ist eher als eine juristische absicherung, denn als „enthüllende“ frage zu verstehen.

  • Schneier hatte dazu letztens einen interessanten Artikel:

    http://www.guardian.co.uk/technology/2008/may/15/computing.security

    Im Prinzip ist die beste Lösung, ein jungfräuliches Notebook mitzunehmen auf dem keine privaten oder wichtigen geschäftlichen Daten vorhanden sind. Alles relevante verschlüsselt auf USB-Stick oder SD-Karte, die weit unwahrscheinlicher ist, durchsucht zu werden (eine 16GB-SDHC-Karte im Foto mit großer verschlüsselter Partition und ein paar Fotos drauf dürfte kaum auffallen). Beim separat transportierten Stick oder Karte ist es zumindest plausibel zu sagen: „Den hat mir mein Boss gegeben, ich soll ihn in unserer Niederlassung abgeben. Passwort kenne ich nicht.“

    Ich würde wahrscheinlich nicht einmal das tun: Einfach den verschlüsselten Container auf den eigenen Firmenserver stellen un nach der Einreise herunterladen. Bei der Ausreise den Container löschen und den freien Plattenplatz nullen.

  • @17:
    Das hört sich sinnvoll an, aber andererseits… wenn in den USA ein Ausländer bei einer TERRORISTISCHEN HANDLUNG erwischt wird, kann er dann nicht so oder so kurzerhand rausgeschmissen werden? Oder schlimmeres? Jedenfalls sind dann die Einreisebestimmungen sein kleinstes Problem.

  • Wer bei einer Aktion erwischt wird, die einem den Status „Enemy Combatant“ gibt, kann man ohne eine gerichtliche Entscheidung für einen undefinierten Zeitraum (!) festgenommen und eingesperrt werden. Alle Rechte wie 1st Phone Call etc. fallen natürlich auch weg.

    Achja, die Daten auf einem Onlineservice zu speichern ist bestimmt nicht sicherer, da innerhalb der USA (box.net z.B.) keine military grade encryption erlaubt ist. Die Daten landen dann noch wahrscheinlicher bei einer Bundesbehörde als bei Stichprobem am Flughafen. Tja, so ist das leider… Denkt das nächste mal drüber nach, wenn ihr eure Gmail Konten benutzt!

  • Die spinnen die Amis ;o) … da lobe ich mir das friedliche Leben hier in Finnland! Apropos … hättet Ihr Lust einer Finnin zu helfen, die gerade die Mediennutzung in Deutschland untersucht? Für Ihre Umfrage benötigt Anna noch dringend ein paar Antworten. Wäre supernett wenn Ihr Euch dafür ein paar Minuten Zeit nehmen könntet: http://www.webropol.com/P.aspx?id=245867&cid=68059368

    Herzlichen Dank und viele Grüsse aus Helsinki …

  • Kann es sein, dass hier ein bisschen Paranoia vorherrscht? Zugegeben, DHS ist etwas extrem, aber auch nicht schlimmer als die EU. Und es ist ja nicht so, dass jeder Laptop eingezogen wird. Das ESTA muss ab nächstem Jahr übrigens jeder machen, der in die USA einreisen will und kein Visum braucht. Aber wird damit nicht dieser dämlich Zettel abgelöst, den man bisher immer ausfüllen musste?
    Übrigens der Tipp, einfach nicht in die USA einzureisen, ist sehr ärgerlich, denn es gibt viele Gründe, dorthin zu fahren, die nicht nur mit Urlaub zu tun haben, zB Freunde besuchen, Freundin/Verlobte, Verwandte.

    Manchmal macht mich der die deutsche Überheblichkeit ernsthaft traurig..

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