Sonstiges

Ärger bei Twoday

Twoday gehört Knallgrau, die in Österreich sitzen und das bekannteste, österreichische Blog-Portal anbieten. Bis dato gab es kostenlose, werbefreie (!) Blogs und bezahlte, funktionsreichere Blogs. Das ändert sich nun:

In Zukunft bekommt jeder Besucher, der via einer Suchmaschine auf ein Free Blog bei twoday.net kommt, Google Anzeigen in das Template eingebunden eingeblendet.

Damit hat diese Maßnahme keine Auswirkung auf Stammleser, Freunde und Familie, die ein jeweiliges Blog gebookmarked haben oder direkt besuchen!

Sollten User versuchen die Einbindung der Google Anzeigen in Ihren Templates an den von uns dafür standardmässig vorgesehenen Plätzen zu umgehen bzw. zu stören, sehen wir uns gezwungen das betroffene Weblog zu deaktivieren.

Das passt einigen Kunden nicht, siehe zB die Kommentare im o.g. Posting oder aber auf zonebattler’s homezone.

Ich kann beide Seiten prima verstehen. Was sich aber erneut deutlich zeigt, dass man Spielregeln im Nachhinein nicht so einfach ändern kann. Was zunächst jahrelang kostenlos und werbefrei war, soll nun über die Einblendung von Werbebannern finanziert werden. Obwohl der gewählte Weg ziemlich schonend ist, registrierten Stammlesern ud Direktbesuchern die Banner nicht anzuzeigen. Hätte wenn aber… man von Anfang an kristallklar auf Werbung gesetzt, müsste man jetzt nicht leicht rudern. Aber wir sind nun einmal keine Hellseher, die alle Wege vorhersehen können:) Spannend finde ich es, wie sich Knallgrau da herausmanövriert. Immerhin ist man im Blogwesen schon länger unterwegs.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

12 Kommentare

  • Irgendwo hatte knallgrau vor nicht so langer Zeit bemerkt, dass das Blog-Geschäft nicht mehr zu den primären Business-Fokus des Unternehmens gehört. Ich halte das mit der Werbung für einen Versuch, mit den Blog-Hosting wenigstens kein Verlust zu machen. Vielleicht auch ein Aufhübschen, damit man das Teil los wird. Wenn das keinen Erfolg hat, wie geht es weiter? Licht aus?

    Warum soll man bei twoday bloggen? wordpress.com hat das bessere Interface, blog.de die bessere Community, blogger.de den noprofit-Ansatz, blogger.com die einfache Bedienung, usw.

  • Ich hatte vor Jahren einmal einen Twoday-Account und damals stand auch schon bei den Templateeinstellungen das man den Werbecode nicht rausnehmen bzw. manipulieren darf. Nur wurde damals einfach keine Werbung eingefügt.

    Und bei Gratisdiensten muss man immer damit rechnen dass irgendwann Werbung eingeblendet wird. Wer glaubt die Firmen machen das alles nur zum Spaß, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Wer sicher und für immer keine Werbung auf dem Blog haben will MUSS sich einen eigenen Server anschaffen. Und dann merkt man auch, dass das Hosten von Blogs Geld kostet.

  • Ich finde den Lösungsansatz, Werbung nur für Referrer von Google einzublenden, sinnvoll und richtig. Wer mitmacht, bleibt werbefrei, wer als Ausenstehender von den Inhalten anderer nur profitieren möchte, bekommt zur Gegenfinanzierung Werbung eingeblendet.

  • Ich habe noch nie das Geschäftsmodell der kostenlosen Bloganbieter verstanden. Irgendwann MÜSSEN die doch von irgendwoher eine Gegenfinanzierung bekommen. Oder?

  • @Uwe: Genau, das ist doch eine sehr schonende Lösung!

    @mikel: Das hängt vom Geschäftsmodell des Unternehmens ab. Eine Firma kann abseits ihres Kerngeschäfts schon kostenlose Services anbieten, um etwa etwas für’s Image zu tun, zu Marktforschungszwecke und und und – denkbar sind da viele Gründe.

    Was ich dagegen nicht verstehe: Warum glauben immer noch Leute, dass sie ein Anrecht darauf hätten, irgendetwas umsonst zu bekommen?

    Wer selbst etwas verschenken will, soll das tun. Aber etwas zu fordern, ohne eine Gegenleistung zu bieten, ist doch egoistisch.

  • @Oliver Springer: „Aber etwas zu fordern, ohne eine Gegenleistung zu bieten, ist doch egoistisch.“

    Stimmt, aber ich erwarte dann auch, dass ich von Anfang an kommuniziert bekomme, worin die Gegenleistung besteht. Das wäre dann die Grundlage für meine Entscheidung.

  • @Tim: Für mich war es maßgeblich, daß viele meiner Freundinnen und Bekannten auch bei twoday sind. Was es noch für Gründe geben kann, bei twoday zu bloggen, hat meine Freundin distelfliege auf den Punkt gebracht.

    Ich habe auch ein Blog bei wordpress.com, wenn mensch allerdings gerne mit dem Design rumspielt, kommt man mit dem kostenlosen Account dort nicht weit. Und wenn ich was bezahlen soll, kann ich – meine Meinung – genauso gut ein selbstgehostetes Blog betreiben.

  • Primär geht es gar nicht um Werbung. Ich glaube, ein „kostenlos“-Blogger kann nicht auf ewige Zeit glauben, dass sein Blog werbefrei bleibt. Worum es aber geht: Um die Art und Weise, wie das kommuniziert wurde („Ab sofort“) und die Werbung selber.

    Wenn in einem Rezensionsblog für „polnische Singles“ geworben wird, dann geht sowas gar nicht. Von seiten twoday hat sich niemand die Mühe gemacht, die Einwände der User auch nur in Erwägung zu ziehen. Man hat im Gegenteil zugelassen, dass in help und info-Forum Leute verhöhnt wurden, die diese Art der Werbung nicht gefällt. Offensichtlich ist sowas heutzutage selbstverständlich.

    Und wer sagt jetzt, dass die Werbung nur auf „Free“-Blogs beschränkt bleibt? Und warum sollen User nun Verstösse gegen die Google-Werberichtlinien bei twoday melden – wohl gemerkt: man wird gebeten, vorher die Google-Richtlinien zu lesen.

    Noch etwas zu den Bezahlversionen bei twoday: Ich bezahle im Moment € 5/Monat, bin also nicht von der aktuellen Werbemassnahme betroffen. Dafür erhalte ich zusätzlich zur Freeversion: Referrer/Backlinks, 10 MB Speicherplatz statt 3 MB, bekomme die Top 20-Artikel meines Blogs angezeigt und darf (glaube ich) noch zwei weiteren Admins benennen. Der zusätzliche Vorteil ist jetzt noch die Werbefreiheit. Viele User bezeichnen diese Differenz als eher bescheiden…

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