Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

11 Kommentare

  • Naja, alles schön und gut und auch lobenswert.

    Aber die Darstellung ist schon wieder ätzend. Kleinbetriebe gehören zur Wirtschaft dazu, ermögliche Individualismus usw. Alles richtig. Aber mit der Keule Konzernkapitalismus zu kommen. Dann möchte ich mal sehen, wie Autos Marke Eigenbau aussehen, die man sich leisten kann. Ebenso die Strike Fahrräder, die sich leider auch nur solidarische Menschen mit großen Portomonaie leisten können.

    Der zweite Punkt ist die natürliche Verknappung, die angesprochen wird. Wenn alles so produziert werden würde hätten wir eben nur 1/10 aller Fahrräder usw.

    Die Idee ist doch cool und ich weiß nicht, warum man da wieder mit der Keule Konzernkapitalismus und vorher böser Finanzinvestor kommen muss. Statt einfach zu sagen, hier gibt es 10 Leute, die ne gute Idee hatten und sie unternehmerisch umgesetzt haben. Das wär doch mal ne Erfolgsstory und würde dem ganzen jetzt nicht im Nachhinein so einen weinerlichen Touch geben. Bitte kauft uns, wir sind nämlich fast arbeitslos. Sondern kauft uns, wir sind eigen, beinahe unikat, und besonders.

  • Mit den „Wir nennen es Arbeit“ – Jobs wird sich Holm Friebe nie die „Marke Eigenbau“-Manufaktur-Produkte leisten können. Oder hat sich das erste Buch so gut verkauft…

  • Marke Eigenbau ist eine Nische, die – wie shore schon kommentiert – auch das entsprechende Portemonnaie, gute PR und viel Word-of-Mouth Glück erfordert. Ob man hier mit Alltagsgegenständen erfolgreich werden kann? Eher unwahrscheinlich. Vielmehr braucht es einer zündenden Idee, die via Eigenbau erfolgreich umgesetzt werden kann.

  • Der Vergleich mit den „Ramones“, so wie die Ausführung und deren Auftreten zeigt klar, dass die irgendwie keine Ahnung haben. Erwähnen Luxus Marken im Vergleich zu Eigenbau, nehmen wir allerdings beispielsweise Kleidungsfirmen fingen dort viele mit Eigenbau an und wurden entsprechend groß und wenn Firma Eigenbau plötzlich noch mehr Nachfrage erhält, wird sie mehr produzieren, vielleicht irgendwann zur Luxusmarke avancieren. Was letztlich doch nur heißt, dass Eigenbau eine Lösung im Produktionsweg ist, die eine bestimmte Zielgruppe hat, die etwas mehr Geld ausgeben will.

    Wer sich immer auf seine Gruppe stürzt, wird vielleicht überleben oder sogar gut leben, wer allerdings die Masse erreichen will, der muss anders fahren und da bin ich auch völlig dafür.

  • Interessant ist, was da Holm Friebe so auftischt. Auf der einen Seite die Wir-nennen-es-Arbeit-Bohéme. Eher am ökonomischen Katzentisch. Auf der andere die kreativen Handwerker, die mit ihren qualitativ hochwertigen Nischenprodukten schon mal auf einen internationalen Erfolg hoffen können und gut verdienen. Ein Bekannter von mir lässt mittlerweile in Indien produzieren, exklusive Ausstattungsdinge für die gehobenen Haushalte der Welt und Konzernzentralen – internatinale Designer, Einzelstücke oder kleine Auflagen. Ist der Renner und bringt richtig Schotter ein.

    Was übrigens keine Neuigkeit ist. Die Hochglanzmagazine für die Manager-Eliten sind voll mit Tipps zu Manufakturen, wo man Einzelstücke und Liebe zum Handwerk erwerben kann.

    Welche ökononische Nische wird als nächstens zum Trend hochgejazzt und in Buchdeckel gezwängt? Ich wüsste noch ein paar. Vielleicht sollte ich ein Buch schreiben?

  • Mal ehrlich. Das ist doch eine Satire, oder ?

    Welch eine selbstentblößende Blamage.
    Möglicherweise gehörten die Autoren, die ihr Buch im Eigenbau-Ver… (ach, nein doch nicht, sondern bei Campus) verlegt haben, bisher zu den „arbeitsfernen“ Schichten. Ein andere Erklärung habe ich nicht.

    Handwerksbetriebe dürften seit der Eiszeit existieren; daß man mit Handarbeit und Einzelfertigung Geld verdienen kann, ist nicht „seit heute“ möglich, wie die „Lampenmanufaktur“ beweist, sondern üblich und allgegenwärtig – zumindest außerhalb von Kreuzberg und Mitte.

    Vielleicht haben Friebe/Ramge auch nur zu häufig TV-Spots (IBM ?) gesehen, wo italienische Ein-Mann-Betriebe via Internet „weltweit“ anbieten.

    PC und Internet haben zwar verschiedene Arbeitsprozesse kostengünstiger gemacht, was aber ein Millionenheer von potentiellen Arbeitskräften „rotieren“ läßt und die werden regelmäßig in der Eigen-Produktion NICHT erfolgreich sein… hauptsächlich deshalb, weil sie dem Markt nicht „mehr“, sondern nur „weniger“ Transparenz anbieten können.

    Im übrigen nannten Gewerkschaften diesen „Trend“ zum Kleingewerbe bereits Anfang der 80-iger „Flucht in die Selbständigkeit“.

    … das Video wirkte ein bißchen wie „Borat entlarvt polylux-Beiträge“. :-)))

  • Hi Robert, ich hätte (bisl gemeine) 2 Fragen an Dich:
    -Seit wann verlinkst Du wieder Youtube? Seit Chrome? 😉
    -Hast Du verstanden was die wollen? Ich nämlich nicht (und halte es daher wie #8). Nix für ungut.

  • – ist schon etwas länger her, habs einfach aufgegeben, auf die verrückte Situation hinzuweisen, dass man Staatsterror- und propaganda akzeptiert, aber sobald mal ein Busen zu sehen ist, wird das Video gelöscht. Ich habe akzeptiert, dass wir im Herzen Barbaren sind:) Ab dafür..

    – na ja, auf der einen Seite verstehe ich das schon, worauf die hinaus wollen, aber auf der anderen Seite sehe ich die Effizienz im Ressourcenverbrauch bei Einzelproduktionen…

  • […] Robert Basic lobt ein Buch und kündigt an, es nicht zu lesen! Holm Friebe (”Wir nennen es Arbeit“) und Thomas Ramge, die Autoren, schreiben über den neuen Trend der Eigenbaumarken. Diese knüpfen an alte Traditionen des Handwerks an, profitieren aber gleichzeitig von neuester Technik, die das Produzieren und Vermarkten in kleinem Maßstab betriebswirtschaftlich wieder möglich macht. […]

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