Sonstiges

EA und Spore

Klaus schreibt:

Bisher gibt es im EA-Pressebereich keinerlei Einlenken, keinen Hinweis auf unzufriedene Kunden, nur eine schöne heile Welt, die wenig zur Glaubwürdigkeit des Unternehmens beiträgt, wenn jemand eine offizielles Statement zu der Kritik erwartet. Auch auf der Spore-Seite findet sich nichts Kritisches. Dafür findet jeder Spieler durch eine einfache Google-Suche sehr wohl die negative Mundpropaganda enttäuschter Kunden.

Ich konnte das gar nicht glauben zuerst, nachdem ich aber EA.com und die anderen EA-Seiten gecheckt hatte, muss ich feststellen, dass dem tatsächlich so ist. Irgendwie erscheint mir das so, als würden wir über ein Unternehmen reden, das irgendwann vor 200 Jahren existiert hat und dem keine geeigneten Mittel und Wege zur Verfügung standen, mit den Kunden zu reden.

Allerdings muss ich auch dazusagen, dass mir auch kein Grund einfällt, wozu DRM überhaupt gut sein soll, das ja den eigentlichen Kern der Kritiken darstellt, die auf EA einprasseln. Die Produkte des ehrlichen Käufers werden eingeschränkt und den Kopierkunden interessiert DRM nicht die Bohne dank der Raubkopien. Dazwischen ist Niemandsland. DRM erzeugt ausschließlich kollateralen Schaden. So eine dumme Waffe bauen nicht einmal Militärs.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

19 Kommentare

  • Was dafür spricht, dass sich DRM (zumindest bei EA) nicht gegen Raubkopierer richtet, sondern gegen Gebrauchthandel…

  • Dem kann ich nur zustimmen! Ich kaufe viel Musik über iTunes und ärgere mich immer wieder über EInschränkungen bei Playerzahl, Kompatibilität und Freiheit. Man kann z.B. aus einem gekauften Song keinen Klingelton machen. Klar, den kann man ja bei Jam(XXX) nochmal extra kaufen :-/

  • Das verwundert mich nicht.

    EA hat sich in der Vergangenheit schon immer etwas Kundenunfreundlich und Unkommunikativ in Bezug auf agressive Kopierschutzverfahren und anschliessenden Service gezeigt. Immer wenn mein Neffe Probleme mit einem (völlig legal gekauften!) Spiel hatte, handelte es sich um irgendein Spiel von EA, bei dem die DRM und Kopierschutzverfahren die Probleme bereiteten.

  • Es gibt ein altes Beispiel eines Spiels (Shareware?) das ohne Kopierschutz erschien (kann mich nicht an den Namen erinnern) für dieses Spiel wurde dann einige Zeit später eine Erweiterung veröffentlicht, die einen Kopierschutz hat aber nur zusammen mit den zuerst veröffentlichen Spiel benutzt werden konnte. Von dieser Erweiterung (mit Kopierschutz) wurden mehr Einheiten verkauf als vom zusätzlich dafür benötigten Spiel (ohne Kopierschutz).

    Ich denke der Kopierschutz funktioniert auf psychologische Ebene und macht einem deutlicher, dass man etwas illegales tut als wenn es gar keinen Kopierschutz gibt.

    Problem ist halt, dass der Kopierschutz ehrliche Käufer bestraft und einschränkt, während Raubkopierer keinen Einschränkungen unterliegen und dafür noch nicht einmal etwas bezahlen müssen.

  • Habe mich erst gestern wieder aufgeregt. Songs bei iTunes gekauft, angeklickt und dann die nette Meldung, dass ich mittlerweile zuviele Geräte aktiviert habe.

    Da kauft man sich schon das Zeug und wird trotzdem bestraft!

    Demnächst kommt das noch bei C&A. Sie dürfen diese Jacke nicht tragen, da ihr Bruder sie heute schon 5Mal getragen hat.

    Was Spore zuvor für einen positiven Buzz erzeugt hat macht EA nun mit dem DRM wieder kaputt. Ich glaube viele waren einfach interessiert an einem neuen Spiel mit einer tollen Idee und wollten es echt kaufen.

  • Ist halt wieder einmal der nächste Schritt von EA seine Spiele Kundenunfreundlicher zu gestalten. Mich wunderts auch irgendwie nicht das EA darüber kein wort verliert, die sehens halt als „normal“ machen kann man da leider nicht viel außer sich Beschwerden nur ob das bei EA was bewirkt das glaub ich ja eher nicht…..

  • Wo andernorts der Kunde König ist ……

    … da scheint er in der Unterhaltungsindustrie der Feind und potentielle Verbrecher zu sein.
    Man kann sie ja auf der einen Seite schon verstehen, die geplagten Musiklabels, Filmverleihe und Computerspielvertreiber. Die bösen illegalen Filesharer …

  • Ich hab schon das ein oder andere Spiel von EA gespielt und so langsam mitbekommen die sich stellenweise einen Dreck um den Kunden scheren. Und da wundert es mich auch nicht das die Jungs hier nicht einlenken und das es noch nichteinmal eine offizielle Stellungnahme gibt.

    EA eben!

  • Ist dir das tatsächlich nicht klar?
    Wie Jens schon meinte…
    DRM wird verwendet, um den Wiederverkauf einzuschränken. Computerspiele sind digitale Güter. Dadurch leidet der Verkaufspreis nicht unter Abnutzerscheinungen und konkurriert damit direkt mit einem neuen Spiel. Tauschbörsen für Spiele werden immer beliebter und schnappen somit immer mehr Umsätze weg.
    Mit DRM gewährt EA dir als Erstkäufer nach ihrem Glauben genügend Installationen. Wenn du das Spiel weiterverkaufst, kann der neue Käufer das Spiel im Idealfall (für EA) nicht mehr installieren.

    Das dient natürlich alles der Gewinnmaximierung. Natürlich könnte man dies mit einem Dienst wie STEAM verhindern, aber da die USA nach wie vor der Spielemarkt #1 ist, Breitband dort nicht so verbreitet ist und die Spiele immer mehr GB fressen, versucht man die Spiele nach wie vor durch DVDs zu verkaufen.

  • Dazu in der Süddeutschen heute:

    > Martin Lorber, Chef der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von EA: „Als Publisher stehen wir grundsätzlich zu den Maßnahmen und halten sie zum Schutz geistigen Eigentums auch für gerechtfertigt“. […] Allerdings räumt Lorber ein, „dass […] Nachholbedarf besteht, die Notwendigkeit von Rechtemanagement zu vermitteln. […] Wir entwickeln den technischen Schutz vor Raubkopien beständig weiter.“

    Die rallen aber auch gar nix -.-

  • Hab‘ gestern erst den Film „Die Queen“ geschaut. Erinnert mich sehr an das, was EA hier zeigt. Die meinen auch alles totschweigen zu können. Kopf in den Sand hilft hier aber sicherlich nicht.

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