Sonstiges

EA und Spore: EA kommt Kunden etwas entgegen

Golem verweist auf das Multiplayerblog, wo sich EA geäußert hat: Bereits in naher Zukunft will EA einen Patch veröffentlichen, nach dessen Installation Spore sich von einem aktivierten Rechner wieder deaktivieren lässt. So wie ich das verstehe, bleibt der Installationsschutz bestehen (dreimal installieren, Hotline anrufen beim 4.x). Man gestaltet lediglich den Weiterverkauf einfacher. Weiterhin verspricht man, den DRM-Schutz ganz zu entfernen, wenn der für Spore zuständige Onlineserver eines Tages nicht mehr aktiv sein sollte.

Weiter heißt es: EA declined to address more general questions about the company’s views on all the DRM complaints — are they legit or mostly from pirates?

danke für den Hinweis, Heiko


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

10 Kommentare

  • Also ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen! EA hat doch ein gutes Recht, seine Software bzw. das geistige Eigentum entsprechend zu schützen und von daher sehe ich jede Kritik an einem solchen System als nicht gerechtfertigt an.

    Aber die gleiche Diskussion hatten wir vor ca. 2 Jahren auch, denn dort hatten wir einige Teile unseres Quellcodes mit Hilfe von ZEND Guard verschlüsselt und schon ging das rumgeschreie los.

  • tut mir leid @sascha: aber wenn ich ein haufen kohle rauswerfe, dann will ich bei einem spiel: spielen können, und wenn das durch son mist verhindert wird, dann kauf ich es eben nicht, so einfach ist das.

    weiß ja nicht was ihr für ein programm programmiert habt ist auch nebensache, nur da geht es ähnlich: bei einem script das ich kaufe will ich nix verschlüsselt haben, ich will ggf. selbst etwas ändern können, und dann nicht nur auf die firma die das erstellt (verschlüsselt) hat, angewiesen sein – ist doch bullshit.

    andererseits aus der programmierersicht gesehen: was kann man gegen den klau von quellcode machen? hm bleibt nur verschlüsseln.

    aber es wird in den nächsten jahren denke ich noch spannend, wird noch oft drüber diskutiert werden. 😉

  • Natürlich muss ein entsprechender Kopierschutz so funktionieren, dass er die Nutzung nicht einschränkt, aber gegen einen Onlineabgleich der Lizenz etc. ist eigentlich nichts einzuwenden. Zumal das ja auch wirklich nichts besonderes mehr ist.

    Auch halte ich es für vertretbar, die Lizenz nach x Nutzungen zu sperren und nur über die Hotline reaktivieren zu lassen. Ob diese dann kostenlos oder kostenpflichtig ist, wäre natürlich ein anderes Thema, doch grundsätzlich kann man so ganz gut verfolgen, welche Wege die ausgegebene Software so geht.

    Bei einem Script ist das in meinen Augen vom Prinzip her nichts anderes. Fummelst du bei Windows im Quellcode rum? Nein…und warum will dann jeder bei kommerziellen PHP Scripten im Quellcode rumändern? Sorry, ich erkenne da keine Logik hinter.

    Zumal anschließend das Geschreie ja losgeht, weil die Updates aufgrund der eigenen Modifikationen nicht mehr funktionieren. Wie gesagt, wir reden hier von kommerzieller Software!

  • Der Kopierschutz dient doch nicht dem Schutz vor Softwarepiraterie.
    Gegen Piraten ist der Schutz wie immer völlig wirkungslos, die sind die einzigen, die davon nicht im geringsten betroffen sind. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung gab es eine Version im Netz die den gesamtem Aktivierungsschutz komplett aushebelt und die Piraten mit einer voll spielbaren, aktivierungs- und CD-check-freien Version versorgte.
    Zur Zeit ist dies wohl das mit Abstand am häufigsten geladene Stück Software, gerade wegen dem DRM Schutz für ehrliche Käufer.
    EA weiß das und EA kennt das aus Erfahrung, bei Mass Effect war’s nicht anders.
    Hier will man den Käufer gängeln, der die Software evtl. später weiterverkaufen möchte. Oder der unehrliche Käufer, der das Spiel zusätzlich auf dem Rechner der Kinder installieren möchte. Hier geht es nicht darum, böse Piraterie zu bekämpfen sondern die Verkäufe erhöhen in dem man privaten Weiterverkauf und Kopien im privaten Umfeld erschwert.

  • @4 Freibooter: Exakt. Aus Sicht der Unternehmen wird nur eine Nutzungslizenz an der Software verkauft – nicht die Software selbst. Dies macht in Teilen Sinn (da der User sie nicht modifizieren und/oder als Kopie weiterverkaufen können soll), auf der anderen Seite nicht (wenn ich rund 50€ oder gar mehr für ein Spiel ausgebe, möchte ich das auch uneingeschränkt nutzen können).

    EA sieht ein Problem: Wiederverkäufe (z.B. per eBay) oder diverse Spieltauschbörsen (nicht P2P, sondern die, bei denen man Originalspiele nach dem Durchspielen tauscht) scheinen mittlerweile zu massiven Umsatzeinbußen zu führen. Immerhin verliert eine Software im Gegensatz zu (z.B.) einem Auto keinen Wert durch einfachen Gebrauch. Übrigens ist EA nicht die einzige Firma, die dieses Problem sieht. Auch andere Hersteller (auch außerhalb der Spielebranche) gehen ähnliche Wege.

    Ich hätte einen Gegenvorschlag zu DRM: Früher gab es die Spiele in hübschen Pappschachteln. Meist lagen neben einem Handbuch viele tolle Gimmicks bei, wie Karten, „Schnüffelkarten“, Notizbücher, u.v.m. Als Spieler wollte man weder das Spiel verkaufen noch eine Kopie davon besitzen, weil man so einen Teil der Sammlung aufgibt. Worauf verzichtet man heute? Auf eine Plastikhülle. Meist ist ja selbst das Handbuch nur noch als PDF im Paket. Ich persönlich würde sogar 10€ mehr für vernünftig ausgestattete Spiele zahlen (siehe Spore Galactic Edition… trotz DRM Klasse gemacht!).

  • ja klar, wenn der Laden pleite ist, werden die bestimmt aus reiner Menschenfreundlichkeit noch Geld/Arbeit in einen Patch stecken, damit man das Spiel auch nach der Pfändung der Serverfarm weiter nutzen kann. Entweder Sie releasen einen Patch, oder sie lassen es bleiben. Auf ein Versprechen einer Firma, die ihre User mit fiesem DRM und Textbausteinen traktiert geb ich nix!

  • @rr: Ich denke dieser Patch muss dann nicht schon gemacht werden, da es ihn offensichtlich (wenn natürlich auch nicht von offizieller Seite) schon gibt. Wie wären sonst die ganzen Raubkopien möglich?

    Sicherlich geht es auch nicht darum, dass EA oder Maxis „pleite“ gehen könnte, sondern um den Fall, dass die Server (bspw. mangels Wirtschaftlichkeit) irgendwann abgestellt werden. In dem Fall können sich die ehrlichen Käufer dann bei den „Es-hat-ja-DRM-also-darf-ich-es-klauen“-Raubkopierern bedanken.

  • @André: man könnte sich auch bei den „€œEs-hat-ja-DRM-also-kauf-ich-es-nicht“€? bedanken. Ich will das Softwaregeklaue nicht gut reden, aber irgendwie erscheint es mir dämlich, sich die Zahlenden Kunden zu vergrätzen (was ja offensichtlich geschehen ist). Die die es Kopieren wollen, haben es seit je her getan. Besser nicht die vergraulen, die schon bezahlen, sondern die zu Gewinnen, die es eben noch nicht tun.

  • @rr: Weitgehend gebe ich dir recht. Nur bei Spore ist es dahingehend anders, dass die Zahl der Kopien bereits alle „Rekorde“ bricht. Also sind es nicht nur die „Triebkopierer“ ;), sonst müsste die Zahl ja mehr oder weniger im üblichen Rahmen liegen. Deswegen glaube ich schon, dass viele tatsächlich mit der Einstellung „Der-Kopierschutz-ist-doof-also-kann-ich-es-klauen“ an die Sache rangehen. „Es-hat-ja-DRM-also-kauf-ich-es-nicht“ wäre hingegen eine normale Marktregulierung auf Grund eines Mangels (aus Kundensicht), da dürfte man niemandem – zumindest nicht den Nichtkäufern – böse sein.

  • Wo andernorts der Kunde König ist ……

    … da scheint er in der Unterhaltungsindustrie der Feind und potentielle Verbrecher zu sein.
    Man kann sie ja auf der einen Seite schon verstehen, die geplagten Musiklabels, Filmverleihe und Computerspielvertreiber. Die bösen illegalen Filesharer …

Kommentieren