Facebook Beacon: Wer denkt es weiter?

Robert Basic

habe letztens auf Techcrunch zwei Meldungen zu Facebook Beacon gesehen: Facebook Connect Spotted In The Wild. Will Beacon Finally Die? und Beacon Is Baaaaack!

Was macht Facebook Beacon? Es klinkt sich auf eCommerce-Seiten ein und berichtet an Facebook in den Activity Stream zurück, sobald man etwas gekauft hat. Zur Einführung gab es einen ziemlichen Aufruhr, da Beacon aktiviert war, ohne den User um Erlaubnis zu fragen. Das wurde mittlerweile behoben, nun kann der User steuern, ob ein Einkauf an die Facebook-Buddies gemeldet wird.

Betrachtet man den Nutzen von Beacon, so ist der ziemlich eingeschränkt. Denn, in den wenigsten Fällen wird es wohl zu einer Kaufanregung kommen, nur weil da in meinem Aktionsfeed ein Einzeiler steht, dass sich irgendeiner ein Buch oder eine CD gekauft hat. Das geht in dem Wust an Aktionsmeldungen sowieso unter, und der von Facebook angesprochene Werbeeffekt ist imho für dei Füße (mein Activity Stream meiner Buddies, Infomüll pur):
Life Chaos

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Wann aber würde Beacon einen echten Nutzen stiften? Meiner Meinung nach wäre es notwendig, Einkaufsvorgänge zu archivieren und vernetzt (!) durchsuchbar zu gestalten. Wie auch immer man das im konkreten Anwendungsfall löst, aber wenn ich eines Tages tatsächlich Interesse an einem Kauf haben sollte, dann sollte mir Beacon als Orientierungsanker („Beacon“ eben) dienen: Ich kann nachschauen, wer von meinen Buddies das Produkt X gekauft hat oder wer etwas in der gleichen Produktkategorie erstanden hat. So kann ich mich an denjenigen wenden und fragen, ob er damit zufrieden ist. Mehr noch, es kann dann auch als echte Kaufanregung dienen, wenn ich mir nicht sicher bin, welches Buch ich mir nun im Bereich SF kaufen soll. Ob man das über eine Vernetzung ersten oder n-ten Grades löst, ist lediglich ein Austarieren zwischen der Trefferchance, Käufer zu finden und der Vertrauens-Entfernung aber auch des Matching-Vorgangs, bei bestimmten Kaufprozessen Gleichgesinnte auszuspucken. So wie es bei Twitter oder allg. gesagt Social Networks Follower gibt, kann es das ebenso im Bereich eCommerce geben. Klar sprechen wir von Social Commerce = vernetztes Einkaufen. Facebook aber sieht das lediglich als Werbemaßnahme, was viel zu kurz gedacht ist.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.