Steuerlasten

Robert Basic

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demnächst stehen ja wieder Wahlen an, wie immer:) Zunächst in Bayern, aber vaD die Bundestagswahl 2009 klopft so langsam an. Daher vielleicht ein kleiner Hinweis auf eins der Themen, die wohl dominieren werden: Wie verteilt man das Vermögen so, dass es nicht nur den Mehrverdienern besser geht? Burkhard hat zu diesem Thema ein interessante Steuerstatistk ausgepackt. So verteilt sich das Steuereinkommen des Staates wie folgt:
1. Steuern vom Umsatz: 170 Mrd EUR
2. Lohn- und Einkommensteuer: 132 Mrd EUR
3. Gewerbesteuer: 40 Mrd. EUR
4. Energiesteuer: 38 Mrd. EUR
5. Körperschaftssteuer: 23 Mrd. EUR
6. Tabaksteuer: 14 Mrd. EUR
7. Solidaritätszuschlag: 12 Mrd. EUR
8. Grundsteuer: 10 Mrd. EUR
9. Versicherungssteuer: 10 Mrd. EUR
10. Kfz-Steuer: 9 Mrd. EUR

Die Märchensteuer trägt damit am meisten zum Einkommen bei. Erst an zweiter Stelle steht die Steuer auf das persönliche Einkommen. Und hier wird es besonders spannend:

Demnach entfallen nach Auswertung der Zahlen aus dem Jahr 2004 auf die Steuerpflichtigen mit mehr als 37 500 Euro Jahreseinkünften (In Deutschland liegt der Anteil an Besserverdiener bei 26,8 %) 79,6% der festgesetzten Lohn- und Einkommensteuer. Die Hälfte der gesamten Lohn- und Einkommensteuer wendeten Steuerpflichtige mit jährlichen Einkünften von mehr als 66 200 Euro auf; das waren 8,2% aller Einkommensteuerpflichtigen. Oder anders formuliert: Eine kleine Minderheit schultert den Großteil der Einnahmen aus Lohn- und Einkommensteuer.

Das kann man nun wie folgt betrachten: Ja, Mehrverdiener schultern einen Großteil der Einkommensteuer. Etwaige Forderungen nach Mehrbelastungen erscheinen wie ein blanker Hohn. Nur, das kann man auch von einer anderen Warte aus betrachten. Wie kann es sein, dass 8,2% die Hälfte schultern bzw. 27% für 80% aufkommen? Kann dieses extreme Ungleichgewicht auf Dauer für eine Gesellschaft tragfähig sein?

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So schreibt das Bundesamt für Statistik:

10,1 Millionen oder mehr als ein Viertel (28,8%) aller Steuerpflichtigen hatten im Jahr 2004 Gesamteinkünfte von höchstens 10 000 Euro. Ihre Einkünfte waren zum größten Teil steuerfrei. Die Hälfte der Steuerpflichtigen hatte jährliche Einkünfte von unter 23 000 Euro und zahlte 4,3 % der Einkommensteuer.

Oups… wenn wir eins aus der Geschichte gelernt haben, dann sind Ungleichgewichte einerseits ein fruchtbarer Boden für politische Extremlager und andererseits kippt die Geduld eines Menschen, seine Situation weiterhin hinzunehmen.

Das Problem verschärft sich aufgrund der sinkenden Bevölkerungszahlen und einer gleichzeitig einhergehenden Erhöhung des Altersdurchschnitts.

Ich bleibe dabei: Die Linken wird niemand aufhalten können, weder die CDU noch die SPD. Ob man nun den Linken Populismus vorwirft (was der Aufhänger für Burkhards Artikel war) oder nicht. Es spielt keine Rolle. Ich persönlich habe nix gegen Parteien, die sich um das Wohl des kleinen Mannes sorgen. Fuchsig würde ich nur dann werden, wenn man soziale Schichten gegeneinander ausspielen will, also nicht integrierend sondern konkurrierend wirken will. Mal schauen, wie die Linken da aufspielen. Es wäre für die Linken aus wahltaktischen Gründen ein Leichtes, auf diese Ungleichgewichte bei der Einkommensteuer hinzuweisen (es geht ja nicht um die Steuer, sondern um das, was der Einzelne im Geldbeutel hat). Legt man die Daten der Statistiker zu Grunde, bieten sich den Linken locker 30% der Wähler als potenzielle „Kunden“ an. Und es ist nicht absehbar, dass sich an den Einkommensverteilungen auf Dauer etwas ändern wird, im Gegenteil. Sollten sich nicht im gleichen Zuge die Lebenshaltungskosten für die „Ärmeren“ nach unten bewegen (was ich nicht weiß), werden die potentiellen Wähler zu echten Linkswählern.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.