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Bauernhupfer II

nach Huber trifft es nun auch Beckstein, Deutsche Welle:

Am Ende war der innerparteiliche Druck wohl doch zu groß. Am Mittwoch (01.10.2008) hat der Günther Beckstein vor der CSU-Landtagsfraktion seinen Rücktritt als bayerischer Ministerpräsident erklärt. Der „Rückhalt“ in der Partei sei „nicht groß genug“, erklärte Beckstein nach der Fraktionssitzung in München. Er werde deshalb nicht mehr als Ministerpräsident antreten.

Halten wir fest: Eine Partei erhält 43% aller Stimmen und der MP tritt zurück. WoW. Kein Wunder, warum man in Bayern München bei einer Niederlage wie ein kopfloser Hühnerhaufen herumrennt. Irgendwie scheint die Siegermentalität ein Manko zu sein:) Ob das auf der anderen Seite mit ein Grund ist, warum das Land Bayern in vielen Belangen zum führenden Bundesland zählt?


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

9 Kommentare

  • „Eine Partei erhält 43% aller Stimmen“ -> Oder aber: Eine Partei verliert zwischen 2 Wahlen 17%.

    Was hätte ein Verlust von 17% z.B. für die bayrische SPD bedeutet?

  • Also hier in Bayern hat die CSU ja bisher nichts wirklich verbockt. Bayern ist das tollste, beste, reichste, whatever Bundesland Deutschlands und wir haben auch die hübscheren Frauen. Keine Frage … aber Beckstein, Huber an der Spitze, das ging einfach nicht. Man kann von Stoiber halten was man will, aber der war einfach ne coole Sau … die beiden anderen leider nicht 😉

    Tja, wenigstens haben sie verstanden was wir Bayern nicht wollen. Was wir wollen, wissen wir aber leider auch nicht wirklich :/

  • „[…]der MP tritt zurück. WoW. Kein Wunder, warum man in Bayern […]“

    Zuviel „World of Warcraft“ gespielt ? Ich kenne sonst nur Wow, WOW oder wow 😉

  • Man könnte es auch so ausdrücken: mehr als jeder vierte CSU-Wähler des letzten Urnengangs hat diesmal den Schwarzen die Stimme verweigert. Das ist ein beträchtlicher Einbruch, besonders, weil damit die CSU das erste Mal seit Jahrzehnten mit dem Phänomen „Demokratie“ konfrontiert wird.

  • hey, Sebbi. Lieber habe ich alle möglichen als 1x Seehofer. Der fährt die Sache dann vollends gegen die Mauer. Mir grausts. Da die Oberbayern-„Basis“ wahrscheinlich leider erst mal von Franggn wahrscheinlich die Nase voll haben, wird unser gehandelter Erlanger Anwärter wahrscheinlich keine besseren Karten haben….oder doch?! Man sei gespannt auf das Finale Seehofer vs. Herrmann. Das wird sicher Medienheiter. Ich tippe (und hoffe) auf Herrmann.

  • Wenn man sich die Aufregung um das Wahlergebnis erklären will, sind die Analysen in den Mainstreammedien leider wenig hilfreich, weil sie nur die Oberfläche ankratzen. Das CSU-Wahldebakel ist NICHT in erster Linie eine Personalfrage (obwohl diese auch eine Rolle spielt).

    Was in Bayern ins Trudeln geraten ist, ist ein Regierungs- und Wirtschaftsmodell, das man mit „wertekonservativem Staatskapitalismus“ beschreiben könnte. Pointiert formuliert: Die CSU ist trotz der relativen ökonomischen Stärke Bayerns nicht länger in der Lage, sich als eine Volkspartei zu präsentieren, in der die unterschiedlichen Interessen von Unternehmern und Arbeitnehmern erfolgreich unter einen Hut gebracht werden können.

    Das Laptop-und Lederhose-Politikmodell ist zwar nicht am Ende, aber in die Krise geraten. Ein Blick in die Geschichte Bayerns und der CSU-Politik ist da ratsam.

    Eine ausführliche Analyse der CSU-Krise, die über Personalfragen hinausgeht habe ich unter dem Titel „CSU-Krise: Ende des Burgfriedens zwischen Kapital und Arbeit“ versucht. Im Internet unter:
    http://pickelhering.blogspot.com/2008/09/csu-krise-ende-des-burgfriedens.html

    Grüße,
    Frank

  • Seehofer währe eine Katastrophe, die diesmal nicht CSU Wähler sind ja nicht zu den Sozialisten abgewandert sondern zu den liberaleren, freiheitlicheren in deren Programm noch Bürgerrechte und weniger Staat vorkommt.
    Ein Kruzifixsozialist wie Seehofer ist da die falsche Lösung.

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