Finanzkrise: Island steht am Abgrund

Robert Basic

Na, das wird ja noch spaßig. Island hat im Zuge der Finanzkrise -das Prinzip kennen wir ja bereits- die dritttgrößte Bank Islands übernehmen müssen, um sie vor der Pleite zu bewahren. Doch nun hängt der isländische Staat so tief im Sumpf, dass ihm selbst die Gelder ausgehen. Mehr dazu in der WiWO

FTD: Die Ereignisse überschlagen sich in Island. Nach der Verstaatlichung des Bankensektors und der Fixierung des Wechselkurses hofft der Inselstaat auf Hilfe durch den Internationalen Währungsfonds. Und weiter heißt es, was das ganze Ausmaß aufzeit: Vor der Verabschiedung eines Eilgesetzes sagte Ministerpräsident Geir Haarde in Reykjavik, Island stehe vor der „reellen Gefahr“, dermaßen in die globale Finanzkrise hineingezogen zu werden, dass am Ende der Staatsbankrott stehe. Mit den Bestimmungen des Notstandsgesetzes übernimmt die Regierung die totale Kontrolle über die Banken. So dürfen Aufsichtsbehörden künftig eigenmächtig Banken fusionieren und sie zur Bankrotterklärung zwingen. Das Finanzministerium darf bis zu 20 Prozent an heimischen Sparkassen und zudem Hypothekenkredite von Banken übernehmen und diese in einen Regierungsfonds übertragen. Die Aufsichtsbehörden dürfen für Finanzinstitute Aktionärsversammlungen einberufen, diese leiten und die Macht der Direktorien beschneiden. Hm.. Notstandsgesetz, Staatsbankrott, Kontrolle des heimischen Bankensektors… ich hoffe, die Jungs bewahren passend zum Wetter einen kühlen Kopf. Auf der einen Seite verstehe ich die Maßnahme, um die Banken untereinander womöglich dazu zu bringen, sich wieder Geld auszuleihen, die ja mittlerweile allesamt den Kopf weltweit verloren haben, andererseits aber wirds mir komisch im Magen, wenn man sich vorstellt, dass der Staat den Finanzprofis (so lächerlich sich dieses Wort mittlerweile anhört) reinpfuscht (auch das hört sich komisch an). Gleich nach Verabschiedungs der Gesetze hat man sich die zweitgrößte Bank Islands unter den Nagel gerissen. brbrbrbrbrr… Tagesschau: Das Bilanzvolumen der drei führenden Banken ist zehnmal so groß wie das jährliche Bruttoinlandsprodukt. Als möglicher Ausweg gelten Mittel aus den nach internationalen Maßstäben sehr großen Pensionsfonds des Landes. Pensionsfonds? Um die Dummheiten der abgefahrenen, hochbezahlten Finanzspinner glattzubügeln? Das wird das Volk in Island aber freuen, so oder so.

Währenddessen veweist Jeff Jarvis/Buzzmachine (via Netzwertig) auf einen 1-stündigen Podcast, der die Finanzkrise angeblich gut erklärt: latest This American Life. Jeff: Davidson and Blumberg explain the debt swap market and how it became an utterly unregulated $60 trillion marketplace — that’s more, they say, than all the money in all the stock markets in the world — built on no collateral or real value. It’s leverage, they call it. Ponzi scheme is another way (my way) to look at it. Giant pool of nothing is another way. Big, fat, fucking lie is another. The problem, as they explain better than I can, is that people made bets with no money in their pocket and now those losing bets are being called but we’re the ones getting kneecapped.

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Lol, mir kommt da so ein Bild von Dominosteinen, Euch auch? Wird womöglich noch spaßiger als gedacht. Nur eine Frage am Ende: Wenn einige Länder nun mehr und mehr Banken unter ihre Kontrolle bringen, was passiert dann, wenn sich wieder alles auf Normalmaß beruhigt hat? Dürfte ein hübscher Gewinn für die Staaten bei rausspringen. Billig einkaufen, teuer verkaufen?

via Georg Holzer

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.