Myspace Music ein Erfolg?

Robert Basic

lt. Techcrunch will MySpace wenige Tage nach der Eröffnung des Musikportals über 1 Mrd Musikstücke abgespielt haben (die Songs sind online frei und komplett abspielbar). Kann man das nun als Erfolg werten oder wie ist das zu verstehen?

Konnte dazu keine Quellen finden, wie diese Zahl berechnet wurde. Handelt es sich um Stücke, die man aktiv in MySpace Music abgespielt hat oder aber um Stücke, die sowieso in den Profilen automatisch losträllern, sobald man ein Profil besucht? Wie auch immer, ist das nun viel oder wenig? MySpace selbst will +230.000.000 registrierte Mitglieder haben. Nimmt man eine Aktivitätsquote von 50% je Woche an, so hätten rein rechnerisch rund 120 Mio User ca. 5-10 Songs (kA, ob es nun 1 Woche gedauert hat, um die 1 Mrd Streaming-Grenze zu durchbrechen oder weniger) gehört. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber 5-10 Songs in einer Woche finde ich ziemlich wenig. Gut, lassen wir lediglich 10% der Userschaft MySpace Music hören. So sind das dann 50-100 Songs pro Woche. Was immer noch nicht sonderlich viel ist.

Heißt? MySpace ist kein Radio. Kann MySpace aber zB itunes überholen oder wenigstens ein bisschen Marktanteile abringen , denn die Songs kann man allesamt über Amazon DRM frei und etwas günstiger einkaufen? Auch das weiß ich nicht. Das eine lässt Rückschlüsse auf das Userverhalten zu, das andere ließe hoffen, dass Apple nicht mehr der alles dominante Player am Markt für den Abverkauf von Online-Musik ist. Mehr Wettbewerb bedeutet immer mehr Innovation aber auch nicht selten einen Kampf über Preise auf lange Sicht. 1 Mrd Songs hören sich nach viel an, heruntergerechnet auf die Masse der User nicht mehr. Dennoch, Apple hat ganz klar Konkurrenz bekommen, das kann man sicherlich sagen. Bei einer angenommenen Conversionrate von 0,01%-1% springt da schon etwas bei raus (Conversion = wie viele User kaufen einen Song und streamen ihn nicht nur; Verhältnis Käufe/Streams). Als Indikator für eine mehr schlechte als gute Conversionrate kann man MySpace Schweigen werten, keinen Ton über die Anzahl der Käufe verloren zu haben. Wenn es alle Erwartungen übertroffen hätte, müssten die doch stolz wie Oscar eine Meldung raushauen, oder?

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.