Sonstiges

Finanzkrise aus Sicht eines Webgründers

wir haben vereinbart, seinen Namen nicht preiszugeben. Hat keine bestimmten Gründe. „Wir“ werden die nächste Zeit weitere Meinungen publizieren. Also, die Sicht des Gründers zur aktuellen Lage und im Besonderen zur Finanzierung von Startups:

Hab mit vielen Business Angels drüber gesprochen, die das ganze etwas lockerer sehen. Das ganze ist ja keine Web Krise, warum also sollte das Web verteufelt werden. Die Web Szene wird es nicht so hart treffen, zu mal es heutzutage recht günstig ist, ein IT Unternehmen aufzubauen… Man braucht nicht mehr unbedingt 50Mio VC, um wachsen zu können, Coder zu holen etc. Du kannst Web Unternehmen mit ein paar Mark aufbauen und bist nicht unbedingt auf hunderte von Mio von VC angewiesen. Hol Dir 50-100k und los geht“€™s. Kannst auch mit 5k loslegen. Ist nicht mehr so 99/2000… Serverfarmen von SUN und so weiter. Heute heissts Amazon S3 für eins-fuffzig pro terrabyte 😀 you know?

Wir sind in Deutschland; hier gab es noch nie Millionen für eine Idee bzw. Prototypen. Das ist Silicon Valley Stil. Und sowas wird es da wahrscheinlich nicht mehr so einfach geben. Bei denen heisst es jetzt sicherlich wie bei uns „€œMit ein bißchen Seed Capital von Business Angels einen Proof of Concept bauen, dann zu VCs gehen“€?. Ein funktionierendes Konzept mit Erfolg wird auch weiterhin VCs begeistern können. Aber da es in DE sowieso noch nie eine wirklich ausgeprägte VC Szene gab und die hiesigen VCs erst finanziert haben, wenn die jeweiligen Startups schon fast „€œ100% sicher“€? waren, wird sich hier auch nix ändern. So gesehen: Das was die Amis jetzt als „€œKrise“€? erleben, ist bei uns der Normalfall.

In Deutschland bleibts gleich, in Amerika wird“€™s halt erstmal nicht sofort 5Mio Seed Finanzierung geben, sondern erst ein paar hundert k und wenns läuft, gibt“€™s die Mios. Die VCs müssen ihr Geld ein bißchen horten… Sie müssen schließlich damit rechen, ihre bestehenden Portfolio Companies etwas länger als geplant durchfüttern zu müssen. Daher ist vielleicht etwas weniger Geld für neue Invests zur Verfügung, was die Bewertungen drücken wird… Aber ansonsten müssen die VCs auch Geld verdienen und werden trotzdem weiterhin investieren. Sie investieren ja in Web Startups! Nicht in Investmentbanken, die Reihenweise pleite gehen… Es ist nicht unsere Krise 😉 Wir sind es diesmal nicht Schuld.

Exits: Najo, was soll sich da ändern?? IPOs hatten wir hier eh nie (von Xing abgesehen) und alles andere waren Aufkäufe von Verlagshäusern, die ins Internet preschen müssen, damit sie nicht in paar Jahren ganz ohne Leser darstehen. Die haben doch auch jetzt, trotz Kreditkrise, keine andere Wahl?! Kreditkrise hin oder her, die müssen ins Internet. Die Krise hat für die eher noch Vorteile, können sie jetzt günstiger kaufen.

Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Diese Krise ist nicht unsere Krise. Natürlich sind wir alle in gewisser Weise betroffen, aber wie schon gesagt, das hält sich meiner Meinung nach in Grenzen. Und was das Thema Werbung angeht: Ich glaube, die Onlinewerbung wird davon profitieren!!! Hört sich verrückt an, ich weiß… Aber die Werbetreibenden werden jetzt stärker auf Performance-Marketing (Affiliates, AdSense blabla) setzen, als auf Reichweitenkampagnen (TV, Print, Funk)…

Ich denke, Online kann von der ganzen Krise seehr profitieren. Unternehmen müssen einsparen, wodurch sich gute Chancen fürs Web ergeben: Warum MS Office für meine 200 Mitarbeiter kaufen, kann doch Google Docs oder Zoho nutzen? Warum teure Exchange Server, wenn Gmail das auch kann? Warum eigene Server Farmen, wenn ich Amazon outsourcen kann? Warum teure TV Kampagnen mit TKPs von (ka, schätz einfach ma) 20 Euro, wenn ich im Web targetisiert meine Zielgruppe ansprechen kann? Etc etc etc du weißt schon, was ich meine…


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

48 Kommentare

  • >Ich denke, Online kann von der ganzen Krise seehr profitieren.
    Ja Berufe die von Geld abhängig sind, profitieren von Finanzkrisen immer bestens. So ein Schwachsinn. Einige wenige Firmen werden auf billigere Varianten ihrer Dienste wechseln und damit outsourcen. Der Rest wird kaum die weitere Investition wagen und sich mit einer neuen Technik belasten wollen.

    >wenn ich im Web targetisiert meine Zielgruppe ansprechen kann?

    Liest Du Dir eigentlich Deine Sätze durch, nachdem Du sie geschrieben hast?

  • Ohne Namen sind derart subjektive Einschätzungen natürlich nur wenig hilfreich. Oder bin ich da jetzt der einzige, der das so sieht?

    Der Schreibstil und die abenteuerliche Satzzeichensetzung sind in diesem Zusammenhang auch nicht gerade förderlich. Aber vielleicht bin da auch einfach etwas altmodisch. Bei „??!?!? !!!!“-Sätzen stößt es mir immer ein bisschen übel auf.

  • Ich lass mal Rechtschreibung/Zeichensetzung aussen vor; das Ganze liest sich ja mehr nach einer persönlichen Konversation zwischen den beiden, da achte ich auch nicht unbedingt immer auf Zeichensetzung.

    Was mich interessiert ist der letzte Absatz. Die genannten Beispiele mit Zoho & Co. sind nett, aber wo gibt es noch Synergien? Was kann ich als Unternehmer im Internet jetzt günstiger bekommen?

    Und die Gegenfrage wäre: Dienste wie Flickr, für die man 5 Euro im Monat zahlt; werden diese jetzt nicht „Luxusgüter“? Denken die normalen Konsumenten jetzt nicht „Ist es mir wirklich 5 Euro im Monat wert?“

    Ich gehe d’accord, die Web Szene wird dieses Mal nicht so hart getroffen werden. Aber ich weiß nicht, ob ich es so rosig sehen würde wie der entsprechende Gründer. Ich denke, gerade die neuen Startups werden es äußerst schwierig haben, Gelder einzusammeln.

  • Kann dem Gründer nur zustimmen.

    Das Thema ist mittlerweile so hyped. Warum neigt die Welt immer zu solch krassen Übertreibungen? Russland läuft in Georgien ein – Die Welt redet vom dritten Weltkrieg. Einige Investmentbanken gehen pleite und es gibt eine Finanzkrise – Die normale Wirtschaft geht kaputt und wir sind bald wieder auf dem Stand eines Neandertalers.

    Es werden viele Startups kaputt gehen, ja. Warum? Weil Startups eben kaputt gehen, Krise hin oder her. Das ist so, das wird immer so bleiben. Wenn jetzt diverse Social Networks, Mütter Communitys und dubiose E-Commerce Unternehmen die Finanzkrise als gute Möglichkeit nutzen, mit einer weissen Weste konkurs zu gehen und das auf die Krise schieben zu können, bitte sehr. Aber die wirklich sinnvollen Web Startups, die werden aus dieser Krise bestärkt heraus gehen.

  • Muß man nicht ernst nehmen, den. Hm?

    Und:
    Als Unternehmer würde ich meine sensiblen Unternehmensdaten nicht Herrn Google oder Herrn Amazon anvertrauen. Bin ich da altmodisch?

  • Ich sehe das auch etwas geteilt.
    Ich denke schon, dass das Webbuisness von der Kriese profitieren kann. Aber nicht durch Werbung.
    Werbung ist optimal, wenn es viele gibt, die etwas kaufen können und wollen und sich fragen „was blos?“. Wir bekommen ja wohlmöglich nun die genau gegenteilige Situation.

    Demnächst werden viele Arbeitsplätze aus Kostendruck abgebaut, um Bilanzen zu retten. Aus dem Grund werden günstige IT-Lösungen, die effektiv diese Arbeit ersetzen können gefragt sein. Und Web 2.0 kann von der Theorie her sehr günstig viel leisten. Auch wenn das Potenzial derzeit eher „sozial“ genutzt/verschwendet wird, könnte man vielleicht auch echte Werte erzeugen.

  • Wenn kein Geld für „Exits“ da ist, werden auch VC nicht investieren. Wenn ein Exit auf einem Verkauf der Investition (des Start-Ups) beruht und sich kein Käufer findet, wird es mindestens schwierig.

  • Startups brauchen doch sowieso ein paar Jahre, bis man einen größeren Exit hinlegen kann. Und ich bin zu tiefst überzeugt (oh Angie ^^), dass es in ein paar Jahren wesentlich besser aussieht als jetzt.
    Warum hat das angesprochene Xing als einziges den IPO geschafft? Genau weil es im Wellental gestartet wurde und nicht in der Hype-zeit.
    Auch wenn man es nicht sofort vor Augen hat, scheint auch bei Startup’s ein antizyklisches Verhalten genau richtig zu sein.

    Wir können ja mal hier ein Voting machen, wer glaubt, dass es in 4 bis 5 Jahren eher bessser oder eher noch schlechter ausssieht.

    @ad
    Ich meine geschrieben zu haben, dass ich GENAU das nicht meine. Web 2.0 kann ja auch bedeuten, dass man in einer großen Gemeinschaft ein komplexes hochwertiges Produkt schafft an dem jeder nur einen minimalen Anteil hat. Bis jetzt gibt es in der Praxis zwar ausschießlich nonsens aber das muss ja nicht zwingend so sein.

  • Die Frage bei der Aussage ist, ob sich da nicht jemand eher selbst Mut zuspricht, anstatt die Realitäten zu sehen. Für unternehmenskritische Abläufe sind externe Anwendungen wie Google Docs und Google Mail schlicht Harakiri. Kein halbwegs verantwortungsvoller Unternehmenschef wird sich darauf einlassen, seine Unternehmensgeheimnisse einer amerikanischen Suchmaschine zu überlassen, mal ganz abgesehen davon, dass das Geschäftskonzept hinter diesen Anwendungen ja nun nicht wirklich beruflichen Zwecken dient, wenn die Mitarbeiter auf die Werbeanzeigen klicken.

    Ehrlich gesagt hat sich auch schon durch diese Analyse der Rest der Text für mich erübrigt.

  • Start ups leben idR – und sei die „Idee“ noch so gut -von der „Grundstimmung“. 1998ff ist man nicht deshalb auf „Internet-Aktien“ eingestiegen,weil man deren Gewinnchancen wirklich abschätzen konnte, sondern weil die Erwartung(?) von draamitschen (Kurs-)Gewinnen auftrat.

    In einer Rezession gibt es für die meisten Geschäfte keine positive Erwartung. Von Einzelkönnern abgesehen, werden Konsumenten weniger auf ungewohnte (und kostenpflichtige !) Leistungen einsteigen.

    In einer Rezession bei start ups „antizyklisches Verhalten“ zu empfehlen, halte ich für … unüberdacht.

  • Vielleicht sollte man zwischen Luxus- und Bedarfsprodukten unterscheiden. Ich sehe keinen Grund, warum Dienste die einen wirklichen Mehrwert bieten nicht auch jetzt noch erfolgreich gegründet werden können.

    Insbesondere wenn der Dienst sich an Unternehmenskunden richtet und kostenerparnisse oder anderweitige Vorteile bietet die wiederrum Kosten senkend wirken können.

    Vielleicht kann man mit seinen werbefinanzierten Diensten jetzt keine Millionen mehr einsammeln, aber nun gut. Das Leben ist hart…

  • @ad: Argh! Sorry! …total missverstanden 🙂

    @derherold
    Ich kann da nur die Realität anführen. Die guten Startups haben anscheinend in der Rezession genau die gleichen Chancen auf Entwicklung wie in der Blase. Und die schlechten Startups gründen nur in der Blase. Wenn jetzt ein VC nur noch 3 Businesspläne die Woche bekommt, dann hat sich viel „Schrott“ schon von selbst erledigt. Und die Ausbeute ist dementsprechend höher. Genau das was du mit „Einzelkönnern“ meinst. Und im Prinzip dürfte es ja auch nur genau diese Einzelkönner später am Markt geben.
    Für ein Startup zählt ja auch nicht der Augenblick, sondern die Zukunft….und die ist ja vergleichsweise rosig.

  • […] 2008 Veröffentlicht in SicherheitsWelt Kollege Robert Basic hat in seinem Blog ein interessantes Statement eines so genannten “Web-Gründers”, der seine Sicht auf die aktuelle Krise des […]

  • Welche start ups haben sich einer Rezession positiv entwickelt ?

    … wenn wir jetzt mal „Striptease für Bergarbeiter“ im Großbritannien Anfang der 8oiger weg lassen.

    Wenn man wüßte, wer diese Einzelkönner sind, bitte melden, dann beteilige ich bei Ihnen – zumindest solange man für den Euro noch irgend etwas kaufen kann.

  • Frage: Welche start ups haben sich einer Rezession positiv entwickelt ?
    Antwort: Ich hab ganz einfach das im Artikel einzig genannte Beispiel eines IPO’s in Deutschland übernommen.

    In den nächsten Monaten werden bestimmt nur noch Leute gründen, die verdammt gute Gründe dafür haben (schnelles Geld ist ja kaum zu erwarten). Die Chance des Versagens ist doch gerade jetzt besonders hoch also Gründen nur noch Idioten oder Könner (die solle man schnell auseinander halten können). Die Blender werden einen Teufel tun jetzt aktiv zu werden.

  • „Verdammt gute Gründe“ – klar, wenn sie irgendwo rausgeflogen sind. Und das mit den Könnern habe ich 200/2001 auch schon mal besser gehört.

    Was die Rezession betrifft. Wohl noch nie eine echte weltweite Rezession mitgemacht? Dagegen war der Zusammenbruch der NE Kinderkram.

  • Was für ein Geschwätz! Brechreizerregendes Geseier von der dunklen Seite des Netzes. Manchmal möchte man einfach nur noch den Netzstecker ziehen.

  • @Tim

    Ok. Wenn du tatsächlich der Meinung bist, dass die Welt so wie wir sie kennen zusammenbricht, dann sag ruhig, dass es 2012 nicht besser aussieht als jetzt. Ich wette jedoch drauf, dass dann der DAX wieder über 6000 Punkten steht. Und sofern ich es nicht vergesse, hole ich dann diesen Kommentar von dir wieder vor.

  • Wenn es besser aussehen soll, muss der Tiefpunkt erst einmal erreicht sein. Da ist noch viel Luft nach unten. Wenn man den DAX als Maßstab nimmt: vom Tiefpunkt 2002 benötigte es 4 Jahre, um die 6000 wieder zu erreichen. Und was 2012 ist, würden alle Marktteilnehmer gerne wissen. Aber der DAX ist nicht alles. Die Zuversicht fehlt und die Regeln werden sich ändern.

  • Recht hat er. Die aktuelle „Krise der Klassiker“ (Finanz, Immo, Handel, Medien) ist doch ganz unterhaltsam. Dass einigen Zockern jetzt der Nervenkitzel zuviel wird, ist verständlich, nur können doch Interaktive und Start Ups nichts dafür. Wir machen einfach unser Ding weiter, spätestens am 1. Advent kommen die „anderen“ auch wieder in den Normalmodus.

  • Seit Media Markt n Spot schaltet, in dem „Terrabyte“-Festplatten vorkommen, scheint der Unterschied zwischen Terra (lat. Erde) und Tera (Zahlwort für eine Billion oder 10 hoch 12) endgültig durch den Kamin. Sogar in Diskussionen mit durchaus ernsthaftem Anspruch wird das jetzt konsequent falsch geschrieben. Oder bin ich als einziger doch blöd und hab den Witz nicht kapiert?

    Zum Spaß: Einfach mal über Roberts Suchfunktion nach „Terrabyte“ suchen. Ist das nicht die viel größere Krise? 😉

  • Ich sag meinen Namen auch nicht 😉 Hab ich mich grad drauf geeinigt.

    —-

    Erstes finde ich das quatsch den Namen nicht zu sagen und 2tens ein richtig schlechter „Post – Meinung – Artikel – What ever – crap“.

    Schreibe Deine Posts bitte selber Robert.

  • @Tim

    Den Tiefpunkt sehen wir noch dieses Jahr oder früh im Q1. Selbst in der nächsten Woche wird es schon Tage geben, wo einige Leute sagen: „Ganz so schlimm war’s ja auch nicht wie es gemacht wurde“. Aber wir werden uns schon am Tiefpunkt die 3000 von unten anschauen.
    2009 Haben wir zwar auch noch eine Seitwärtsbewegung auf tiefem Niveau aber dann gehts langsam wieder aufwärts.
    Es hat doch kein Meteor die Welt getroffen. Ich sehe einfach keinen Grund für einen Zusammenbruch von allem.
    Ich finde du malst das viel zu schwarz. Wenn man 2009 ein erfolgeiches Startup startet dann ist man genau zu einem Punkt IPO-fähig, wenn die Aktienmärkte euporisch auch IPO’s sehen wollen.

  • „Wenn man 2009 ein erfolgreiches Startup startet …“

    Klaro, nur daß durch Rezession dieses „Erfolreichwerden“ ein wenig schwieriger wird. Soooo viele erfolgreiche deutsche startups mit IPO habe ich zwischen 2001 und 2008 nicht gesehen. 😉

    Erstens wissen wir gar nicht, ob es „nur“ um das „Einknicken“ von Aktienkursen geht oder die eine oder andere Verstaatlichung im Bankenwesen unsere Republik nicht „ein wenig verändert“ … zumal wir 2009 Bundestagswahlen haben.

    Anders formuliert. Das gesamt wirtschaftliche (und wahrscheinlich auch gesellschaftliche) Umfeld ist schwieriger geworden. Normalerweise sagt man in solchen Zeiten: „Kopf einziehen, Kosten reduzieren, konsolidieren.“

    Daß es schon 2007/08 trotz „Hype-chen“ kaum ein „richtig erfolgreiches“ web2.0-startup aus D. gegeben hat, sollte stutzig werden lassen.

  • auch wenn es einigen freude macht, dass es den amis schlecht geht / ich kann nur sagen, angst ist momentan das beherrschende gefuehl im markt, vor allem bei den kleinen leuten, die reihenweise ihre jobs verlieren.

    und wer denkt, bei der gegenwaertigen geldvernichtung handelt es sich nur um ein vorruebergehendes und nur auf bankenbezogenes geschehen, der sollte mal ein economics buch lesen. und übrigens, dass die probleme nicht auf deutschland durchschlagen hat steinbrück auch verkündet und dann bei der nächstmorgendlichen zeitungslektüre schweissperlen auf die stirn bekommen.

    richtig ist aber auch, dass es sich um ein expectations problem handelt. darauf beruht aber die finanzwirtschaft, auf zukunftserwartungen.

  • Auch wenn es freche Werbung in eigener Sache ist. Ich glaube, dass dieses Interview mit Lukasz Gadowski die Diskutanten interessieren könnte.

    http://meedia.de/nc/details/article/viele-start-ups-erleben-das-frhjahr-nicht_100011521.html

    Er sagt unter anderem, dass alle Start-ups aus dem Finanzumfeld eingehen werden, dass viele Start-ups den Frühling nicht erleben werden und: „Man sollte jetzt antizyklisch handeln, bzw. Geduld aufbringen, an seine Projekte glauben und weiterarbeiten. Technologie-Unternehmen oder Venture Capital Firmen, die 2000 bis 2003 einfach weitergemacht haben – natürlich mit nur geringen Wachstum – gehörten zu den großen Gewinnern der damaligen Krise. Spreadshirt ist ein gutes Beispiel dafür. Ich habe das Unternehmen 2002 gegründet und es entwickelte sich kontinuierlich weiter. Motto muss sein: an das Fundamentale glauben und daran halten.“

  • Lukasz Gadowski beschwört den Glauben. Wer jetzt noch nicht merkt, dass den VC der A… auf Grundeis geht, dem ist nicht zu helfen.

  • Mmh, ich finde den Beitrag auch komisch. Nach dem was ich gehört habe, sind BAs durchaus zurückhaltender geworden was Finanzierungen betrifft. Ist ja auch logisch, ein wohlhabender Investor wird sein Portfolio sicherlich diversifiziert aufbauen. Und wenn die vermeintlich risikoärmeren Investments wie Aktien, etc. wegbrechen, dann sitzt die Kohle für Start-ups sicherlich nicht lockerer…

  • Das ist pfeiffen im Walde und erinnert mit an das „uns geht die Wirtschaft nichts an“ der .COM-Blase. Momentan versuchen Investoren Geld zurück zu ziehen, das ist keine Einschätzung, sondern Tatsache.

  • Umsatzrückgang wegen Finanzkrise?…

    Seit einigen Tagen lässt sich ein leichter Besucher- und damit verbundener Umsatzrückgang auf meinen Shopping-Portalen erkennen. Fällt der Rückgang nun unter die normalen Schwankungen oder ist dieser schon auf die Finanzkrise zur……

  • @cashfreak, ich würde den Teufel nicht an die Wand malen wollen … und selbst wenn die Finanzkrise jetzt schon zu Umsatzrückgang führen würde (Konjunktiv !), könntest Du nichts daran ändern.

    „Crash-Philosophen“ laufen seit Jahren durch die Gegend und verweisen auf Staatsschuldenlast, drohende Überforderung durch Sozial(Renten-)Lasten und Immobilien-/Kredit-Blase. Deren Credo war idR „cash ist king“.

    Selbst wenn die sich irren sollten, könnten „andere“ (d.h. unsere Kunden !) so denken und „Kaufzurückhaltung“ üben.

    Man muß jetzt seine Ziele und Projekte nicht aufgeben aber ich glaube, jeder wäre gut beraten, noch mehr als zuvor „mit dem spitzen Bleistift“ zu rechnen.

    Man denke daran (anderes Thema hier auf Roberts Blog), daß BMW schon die Zahl seiner sog. Leiharbeiter reduzierte, als es dafür angesichts der guten Geschäftszahlen keinen Grund zu geben schien.

  • Vor der großen Depression…

    Ich schlürfe gerade meinen Morgen-Capo, habe das Fenster geöffnet, damit kühle Luft in die Wohnung kommt. Unter der Decke ist es schön kuschelig warm. Ich liebe diesen Kontrast. Und während ich hier schreibe und die Aufzeichnung des Deutschen …

  • Nun ja in Deutschland war es bisher immer so (gefühlt), ne Million war von der Bank einfacher zu bekommen als 5k oder 10k Euro. Mal schauen ob sich da etwas ändert durch die Finanzkrise, dauerhaft wohl ehr nicht. Bank denkt wohl nach wie vor, hoher Kredit viele Zinsen, macht gleich viel Gewinn.

  • Die beste Rendite hat immer noch Arbeit.
    Das ist so, wird auch immer so bleiben.

    Dann ist es nämlich egal ob du Startup, Handwerker bist.
    Einzig allein zählt der Mehrwert den du mit deiner Arbeit für andere erbringen kannst.

  • […] Dennoch würde ich in einer finanziell gut gepolsterten Firma für eine leicht antizyklische Werbeaktivität plädieren – sozusagen keynesianisch. Ökonomisch: Wenn weniger Nachfrage nach Werbeanzeigen ist sind sie billiger. Und cognitionspsychologisch: Wenn Verbraucher mit weniger Werbung konfrontiert werden sind sie empfänglicher für Botschaften. Dadurch werden Werbeausgaben effizienter, bringen mehr Wirkung fürs gleiche Geld (oder weniger) und dadurch mehr ROI (Return on investment). Einen ausführlichen und fundierten “case” warum der Online Werbemarkt von der Finanzkrise profitieren wird findet man hier auf einem Blog der Wharton Business School. Aber auch andere sehen ähnliche Entwicklungen, zum Beispiel im letzten Absatz hier. […]

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