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Opernaufführung: Kühe schlachten und Stripdance

was die Gemüter bewegt: BILD beschwert sich über eine Oper (!), die mit einer Stripperin aufwartet und per Video Schlachtszenen gezeigt werden, wie Kühe dran glauben müssen. Irgendein Staatsdiener gibt sich die Blöße, schaltet sich ins Gezeter ein und fordert ein „Nachspiel“. Mir ist das persönlich schnuppe, was da aufgeführt ist, Kunst ist ein dehnbarer Begriff, so what. Ist nicht so mein Ding, andere Weltendimension. Kurios genug ist es, wenn Euch das also als Kulturinteressierte irgendwie reizt, machts Euch bei Defcon1 gemütlich:

Premiere: Der fliegende Holländer Oper Leipzig
Update: Fliegender Holländer Leipzig


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

7 Kommentare

  • Hm, das verstehe ich jetzt nicht. Beginnt man mit einer Stripperin nicht erstmal mit dem Vorspiel? Warum gleich Nachspiel? Sehr sonderbar.

  • Die Oper soll eine breitere Masse ansprechen. Dank Paul Potts, dem singenden Handyverkäufer aus England und dem aufopfernden Werbeeinsatz der Telekom ist die Oper ja schon mal musikalisch Gesellschaftsfähig geworden. Wenn man es dann noch schafft, durch den Einsatz bekannter Stilmittel die Sensationslust des Publikums zu befriedigen, gibt es bald Opern im Nachmittagsprogramm von RTL. Wenn die BILD schon darüber berichtet, kann es ja nicht mehr lange dauern. Das Theaterstück „Feuchtgebiete“ am Theater Halle haut da in die gleiche Kerbe.

  • @defc0n1

    Oh, habe gerade entdeckt, gehe gleich rüber 🙂

    @Robert

    Ja, ich fürchte, die MRRs Aufregung gegenüber des katastrophalen Fernsehenangebots ist signifikant nicht nur für TV-Intelligenz-Vakuum. Denn die hirnvernichtende „Anpassung an den Zuschauer“ überträgt sich wie ein Virus auf alle anderen Kulturerscheinungen und Gattungen… Man versucht ein Kultur-Simulakrum zu kultivieren: „Oper“, „Literatur“, alles was „high-society-cool“ und „glamourös“ ist. Es geht dann nicht um die Kultur, sondern eher um die „Kultur“ ohne jegliche Signifikate.

    So wird bald auch bei RTL bestimmt so etwas wie „Deutschland sucht die Superoper“ oder so etwas geben, das den Anspruch auf das Kulturelle zu erheben versuchen wird, indem mit leeren Kultur-Schlagworten und verkaufswürdigen Stereotypen um sich geworfen wird.

    Wie wir es bei Niggemeier gesehen haben: die Empörung von RTL über die Pauschalisierung der TV-Kritik von MRR ist mit der RTL-Werbung benachbart: „Wer kam zum Fernsehpreis ohne BH“. Alles ist leer.

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