Loser generated Marketing?

Robert Basic

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Martin Oetting hat einen längeren Beitrag ins Netz gestellt: Offener Brief an manche Werbekreativen in Deutschland. Er greift darin zwei Stichworte auf, die auf irgendeiner Marketingkonferenz gefallen sind: „Army of Davids“ und „Loser Generated Content“. Als Umschreibung der Blogger, Twitterer, Podcaster, Videoblogger, SN-User etcpp. Und fordert einerseits mehr Respekt aber auch mehr Kreativität ein.

Ich neige eher dazu, die Warum-Frage zu stellen. Warum sollten sich die Werbeagenturen überhaupt den Kopf machen, was im Netz passiert, dass sich immer mehr Menschen immer länger im Netz aufhalten. Gut, ökonomisch gesehen, ist das einfach zu beantworten: Werbung geht dahin, wo Menschen sind. Vor dem Fernseher, eine Zeitung lesen, auf den Straßen spazieren, auf Amazon einkaufen, in Google suchen, usw usf. Folgerichtig geht Werbung natürlich auch ins Netz. Jo mei? Jo mei. Natürlich verlangt ein neuer Aufenthaltskanal auch neue Formen von Ideen und Werbearten. Selbstverständlich kommt Werbung an manchen Orten gut (say Google), an manchen Orten weniger (say Social Networks). „Die“ werden so oder ihren Weg auch dahin finden. Daran habe ich keinen Zweifel. Ob dann unterwegs hinsichtlich der Umschichtungsprozesse von Werbeausgaben Werbeagenturen pleite gehen oder nicht, ist nicht mein Problem. Märkte entwickeln sich nicht nach vorgegebenen Mustern. Es werden neue Agenturen kommen, alte abkratzen, es werden Arbeitsplätze vernichtet, neue geschaffen. So oder so. Ich habe den Vorteil, dass ich genüsslich an der Seitenlinie stehen kann und zuschauen darf.

Aber zurück zum Warum. Warum sollen die Agenturen den Menschen ins Netz folgen? Warum nicht? Dank des Informationsmediums werden zentrale Aufgaben der Werbeindustrie zunehmend abkömmlich: Die pure Information über Produkte. Nicht nur das. Die Tatsache, dass es ein neues Produkt gibt, wird ebenso zunehmend vom Internet per se übernommen, ohne dass man ein Plakat oder ein Banner braucht. Schon mal etwas von Google gehört (schon einmal Werbung im TV gesehen?)? Oder von Apple (die im Netz einen derartigen Buzz erzeugen, dass es schon nicht mehr schön ist)? Oder von Mozilla? Was heute noch eher die Ausnahme ist, wird in Zukunft die Regel sein. Wo dann die Werbeagenturen bleiben? Keine Ahnung. Vielleicht wird ihre Rolle auf das rein emotionale Element zurückgedrängt. Auf Markenbildung? Auf jeden Fall würde ich langfristig gesehen keine Aktien von Werbeagenturen erwerben. Es wird insofern weniger auf den Ideenreichtum und die Kreativität der Agenturen ankommen, sondern welchen information patterns der Konsument folgen wird.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.