Twitter wäre fast zu Facebook-Twitter geworden

Robert Basic

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laut Kara Swisher hat es am Ende nicht zu einer Einigung gereicht, es gab aber Gespräche zwischen Twitter und Facebook. So soll man seitens Facebook Anteilswerte in Höhe von 500 Mio USD versprochen haben (inkl. einer Bargeldkomponente, deren Höhe unbekannt ist).

Offensichtlich lag es wohl weniger am Geld (gut, wenn der Preis für den Verkäufer nicht stimmt, liegt es immer an was anderem:) „€œIt“€™s more about timing,“€? said one person familiar with Twitter“€™s motivations. „€œThere is a strong feeling that there is still an opportunity“€“even with the economic downturn“€“to blow this thing out.“€?

Übersetzt heißt das, Twitter will weiterhin seinen eigenen Weg gehen und nach Einnahmequellen suchen. Witzige Randnotiz: Bis 2007 war MySpace the hottest shit. Ab Mitte 07 übernahm Facebook den Thron. Irgendwann im Laufe des Jahres 2008 ging der Buzz-Pokal an Twitter über. So ist es nur verständlich, dass ein Big Thing das andere Big Thing übernehmen möchte. Meiner Meinung nach wird sich entweder Google oder Microsoft Twitter für eine immer noch aberwitzige Summe unter den Nagel reißen, gerade weil man auf der Argumentationswelle „oh, Finanzcrash, da bekommt man die besten Steaks für günstige Preise“ reiten kann. Denn bisher verdient Twitter keinen Cent und den Investoren werden die Füße so oder so bald noch viel kälter. Google ist eigentlich der eher unwahrscheinlichere Käufer, da man bereits Jaiku übernommen und … versenkt hat. Zu Microsoft würde es schon deswegen passen, um Hotmail wie auch den Messenger zu komplettieren. So hätte man drei führende Kommunikationstools unter einem Hut, die sich ganz wunderbar ergänzen (jeweils ein asynchrones, ein synchrones und ein asynchron-synchrones Gesprächstool). Wenn einer in der Lage wäre, Twitter eine stabile Basis für einen mobilen Kommunikationszugang zu schaffen (wo Twitter glänzen könnte, was aber superteuer ist, wie man nach Abschaltung des SMS-Services außerhalb Nordamerikas gesehen hat), dann Microsoft, die schon lange im Mobilfunkgeschäft sehr erfolgreich tätig sind.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.