Volksnetz: Wer-Kennt-Wen gegen MeinVZ (Nov 08)

Robert Basic

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IVW hat nun die Daten für November 08 aufbereitet. Schauen wir uns an, was die general interest Social Networks „WKW“ und „MeinVZ“ diesmal zu bieten haben.

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Die Liste ist nach Page Impressions sortiert! Demnach hat WKW StudiVZ erwartungsgemäß überholt, bei den Visits trennen beide noch 39 Mio. Besuche (letzten Monat waren es noch 44) und erobert damir den Rang 2. MeinVZ zieht im nahezu gleichen Visit-Tempo nach und hat erneut zugelegt. Insgesamt aber haben sowohl WKW (-3,15%) und MeinVZ (-4,07%) an Page Impressions verloren!

Die Entwicklung der Visits seit Juli 08:
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Der Verlauf der Besuche-Entwicklung in% zum Vormonat:
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Die Aktivitätsquote PI/Visits schaut wie folgt aus:
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Auf MeinVZ lässt die Aktivität stetig nach, WKW hält sich ungefähr auf dem gleichen Niveau.

Wie sieht die Verteilung der regionalen Userschaft aus? Zuerst WKW dann MeinVZ. Es gibt keine sichtbaren Veränderungen zum Vormonat, was die Schwerpunkte der regionalen Ausbreitung angeht:
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Resumee:
Offensichtlich sind beide Netzwerke an der Mauer angekommen. An der bereits andere wie zB die Lokalisten abgeprallt sind und nicht vorbeikamen (oder drüberkamen:). Wird spannend zu beobachten sein, welche Maßnahmen beide Konkurrenten ergreifen werden, um diese Hürde zu überwinden. Denn, je weiter sich ein Netzwerk ausbreitet, umso dünner werden die regionalen Bande der Nutzerschaft. Und im RL befreundete Nutzer sind nun einmal der stärkste Attraktor, damit sich User überhaupt mit einem Social Network einlassen, wenn es sich -wie es beiden der Fall ist- um general interest SNs handelt. StudiVZ hat das Problem über Campus Captains gelöst, einen regionalen Anmeldeschub zu erzeugen, was naturgemäß MeinVZ wie auch WKW nicht einfach so imitieren können. Es gibt keinen regionalen Dorfcampus und dementsprechend keine regionalen Dorfcaptains? Facebook versucht seit etwa 2 Montane mit Hilfe von freiwilligen Evangelisten in Ballungsgebieten wie Berlin und München User via Mundpropaganda aktiv ins Netzwerk zu hieven. Ergebnisse sind mir nicht bekannt.

Da WkW zu RTL gehört, kann man natürlich TV-Werbung machen, allerdings hat das bei den Lokalisten (Pro7) nicht funktioniert. Offensichtlich war die außerhalb von Bayern bestehende Userdichte zu gering, um neue Lokalisten via TV-Werbung einzusammeln (bestenfalls geht Newbie ins Netz, findet keinen und geht wieder)! Eine Möglichkeit wäre vielleicht, den Aufhänger bei den Straßennamen zu suchen. Oder Stadtteilen. Man müsste quasi entsprechende Landeseiten bauen, nachdem sich der User angemeldet hat, um die Chance auf sein Erfolgserlebnis zu steigern („hey, den kenne ich doch…“).

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, einen positiven Buzz aus der funktionalen Weiterentwicklung heraus zu erzeugen. Doch sowohl MeinVZ als auch WKW sind gefangen in der „ease of use“-Strategie. Die ihnen schließlich zu dem anfänglichen Erfolg verholfen hat. Ich bin aber davon überzeugt, dass eine radikale Öffnung á la Facebook zu einem erneuten Buzz verhelfen würde, indem man externe Entwickler ihre Ideen über eigene Applikationen entwickeln und dranflanschen lässt. So oder so erzeugen beide Anbieter so gut wie keinen Pressebuzz momentan! Obwohl es sich um zwei Netzwerke handelt, die jetzt schon eine gigantische Menge an Usern zu bieten haben. Man muss sich das schließlich auf der Zunge zergehen lassen: Das VZ-Gefüge + WKW bieten etwas über 10 Millionen Kunden eine Anlaufstelle (siehe off the record: 12,3 VZ + 4,5 WKW). Welche Unternehmen in D spielen in dieser Liga mit, was die Kundenzahlen angeht? Telekom. Vodafone. Sonst keiner mehr mW.

Allerdings muss man bei MeinVZ bedenken, dass es offensichtlich bei Holtzbrinck intern Spannungen gibt, denn die Netze StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ lassen sich schwer monetarisieren. Das engt den Handlungsspielraum stark ein, wenn es um Marketing- und Vertriebsmaßnahmen geht. Wer einmal diese schmerzlichen Erfahrungen gesammelt hat, der wird nicht mehr so bereitwillig in Expansionsmaßnahmen investieren.

Update: Siehe auch Deutsche Startups, „wer-kennt-wen.de überholt studiVZ

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.