Cellity: Adressbuch fürs Handy

Robert Basic

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Mit Sarik Weber habe ich bereits vor einiger Zeit über Cellity -sein Unternehmen- sprechen können. Unter anderem hat er das „Adressbuch 2.0“ fürs Handy angekündigt, das die Adressdaten aus Mailing- und Social Networking-Diensten zusammenzieht. Auf Blogpiloten erklärt Sarik kurz den Grundgedanken:

Klartext: Was ist Adressbuch 2.0? from Blogpiloten on Vimeo

Und auf Turi2 könnt ihr einen ersten Testbericht lesen.

Ich selbst bin mir unschlüssig, ob damit nun Cellity der Durchbruch gelingt. Denn Cellity zeichnet seit Beginn vaD eines aus: Man versucht sich an ständig neuen Ideen, die sich zwar um das Handy als Telefonier- und SMS-Gerät drehen, aber so wirklich große Akzeptanz hat noch kein Cellity-Dienst erfahren. Auch das neue Produkt hat einen Knackpunkt:
Bisher kann man aus der Software heraus zwar mailen und twittern, telefonieren allerdings nur über das teilweise kostenpflichtige Cellity-System. Wer die Verbingung über seinen Handy-Provider aufbauen will, guckt (noch) in die Röhre. „Da werden wir uns nach den Nutzern richten müssen“, sagt Sarik Weber (Peter Schwierz/turi2). Update dazu: Standardgemäß ist es nicht voreingestellt, über Cellity Tefonate zu routen, sondern über den Mobilfunkprovider!

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Bedenke, auf der einen Seite könnte ich theoretisch mein Gegenüber statt mit einer Visitenkarte aus Papier mit einem Set an Infos beglücken, die elektronisch übermittelt werden (nebst Standarddaten auch Daten zu den einzelnen Web 2.0-Diensten). Auf der anderen Seite kann ich aber nicht über meinen Provider telefonieren, sondern werde über Cellity umgebogen, wenn ich deren Adressbuch zum Kontaktaufbau nutze (siehe Update: Stimmt so nicht). Nebst dem Knackpunkt, dass sich elektr. Visitenkarten bis heute immer noch nicht durchgesetzt haben. Ist ja auch kein Wunder: Die Übermittlung einer Visitenkarte ist bei den komplexen Handymenues oftmals ein Graus.

Auch wenn man auf den ersten Blick mosern mag, der Grundgedanke von Cellity ist absolut richtig, nur sollte man es ein Stück weiter als kompletten und mobilen (!) Kontaktmanager denken. „Erfinde“ mir en Stück mobiles Software, das mich auf Knopfdruck informiert, wo wer in meiner Nähe steht/sitzt (inkl. Privacy-Settings), setze dich mit demjenigen in Verbindung, vernetze dich dann im nächsten Schrit über den Austausch der erweiterten Kontaktdaten. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dies eine nahe Zukunft ist. Die Adressdatenverwaltung ist nur ein kleiner Schritt dahin.

Ja, ich verstehe, das bereitet einigen Leuten Bauchschmerzen, dass nun wildfremde Menschen da draußen herumschnüffeln. Das ist jedoch nur eine Sicht der Dinge. Die andere Sicht der Dinge ist? Es ist lediglich nur ein Bauchgefühl, aber die Vorstellung von im Strandcafe sitzenden Menschen, die auf ihr Handy starren und die einzelnen Profile -social networking like aufbereitet, die Lösung liegt doch schon längst vor- der in der Nähe sitzenden Menschen kinderleicht absurfen, ist Hot-or-Not plus MySpace plus Chat hoch zehn. Es wird Spaß machen. Alles was Spaß macht, wird sich durchsetzen. Und eine Art MySpace im RL ist … gigantisch?! Und sowas könnte sich schneller durchsetzen, als man zunächst denken mag. In Deutschland -aber auch in anderen Ländern- laufen Mobilfunkveträge nach spätestens 24 Monaten aus. Soweit ich informiert bin, wird auch aufgrund dieses Systems (1/3 nutzen PrePaid-Verträge und müssen sich selbst ein Handy für den kompletten Preis kaufen) alle 4 Jahre nahezu der komplette Handybestand durch Handys der neuesten Generation ersetzt.

Und an dieser Stelle zeigt es sich, wie wichtig und zugleich gefährlich ein mentaler Fokus ist (bezogen auf Cellity): Was sind wir als Unternemen? Welchem Kundenkreis bieten wir etwas an? Business oder Privat? Setzen wir auf das Heute oder auf das Morgen? Sind wir ein astreiner Adressbuchanbieter oder setzen wir auf die große Karte, dass sich Menschen in Zukunft mobil weitaus häufiger vernetzen werden als über das Web? Wenn ich tippen dürfte: Sich als reiner Adressbuchanbieter zu sehen, verschenkt unglaublich große Potentiale. Aber ich kann ja leicht reden, mein Geld und mein Kopf steckt ja nicht drin. Eins ist mir aber jetzt schon klar: Die Social Networking Dienste haben quasi das Userverhalten auf ein Gleis gesetz, das man nur noch in die mobile Welt übertragen muss, ohne unbedingt selbst eine Art Facebook zu werden. Muss man auch nicht als Man in the Middle.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.