Sonstiges

Obama im Netz und eine Pommesbude als Sponsor




So, um das Thema kommen wir heute nicht herum: Obama. Ich lebe seit neun (sic!) Jahren ohne Fernseher. Ich glaube, gegen Ende der ersten Staffel von „Big Brother“ habe ich das Ding rausgeworfen (bin gerade verwirrt, dass Zlatko eine eigene Wiki-Page hat). Wenn ich heute bei Freunden zu Besuch bin und die Kiste läuft, bekomme ich von den bunten Bildern Schaum vor dem Mund – verkümmerte Medienkompetenz usw. Braucht man auch nicht, den Fernseher. Tagesschau sehe ich im Netz, Zattoo streamt Dokus live und Filme gibt’s im Kino oder auf der Selbstgebrannten. Aber heute ist Obamas großer Tag und wenn ich schon nicht mit Fähnchen vor dem Capitol stehen darf, dann wenigstens mit Kölsch und Chips vor der Glotze. Deshalb hier ganz schnell der topaktuelle Link-Flash für alle TV-Losen und ein Kauf-Tipp für Obamafans, die zuviel Geld haben:

Den Anfang macht heute Abend (MEZ) das Joint Congressional Committee on Inauguration Ceremonies, das auf seiner Website nicht nur einen Live-Stream, sondern auch Link-Buttons anbietet, die im Design erstaunlich nah an iPhone-App-Icons sind. „Current TV“ (dahinter steckt Al Gore) streamt auch, hat sich aber zusätzlich – und das kann spannend werden – mit Twitter verbündet, so dass Zuschauer ihre (zuvor kontrollierten) Kommentare direkt ins laufende Programm posten können. CNN hat sich dafür Facebook als Partner geschnappt und wird nach eigenen Angaben vier fette Live-Streams vom Capitol Hill anbieten.




Noch etwas: Nachdem vor einigen Jahren bereits Ratzingers Ex-Golf bei eBay unter dem Hammer kam („…er fährt sich himmlisch.“), war erst kürzlich die Rostlaube des verschiedenen Knut-Ziehvaters Dörflein dran – was den Hinterbliebenen immerhin 3.600 Euro einbrachte. Pipifax im Vergleich zu den Staaten. Wie auch immer man dort an den Wagen eines Ex-Senators kommt: einer hat es geschafft und Obamas alten und garantiert eisbärfreien Chrysler 300 Series C bei eBay reingestellt. Morgen läuft die Auktion aus, derzeit steht sie bei 220.100 US-Dollar. Lustig, dass sich der Verkäufer bei dieser Summe doch noch genötigt sieht, bei den Artikelfotos Werbung für die örtliche Pizza- und Pommesbude mit einzustreuen. Q’s Restaurant bietet Pizzabrot bereits ab 3,50 Dollar, wer Ravioli möchte, muss mit 8,95 Dollar schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Unbedingt besuchen. Q’s Restaurant in Hillside, Illinois. Ach, was soll’s – hier der Link, so etwas muss unterstützt werden.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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