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Tierliebhaber an die Front! Firefox-Tester gesucht

Der Firefox ist in seiner heutigen Version schon ein putziger Browser. Das hat jetzt nichts mit Microsoft-Bashing zu tun (achja – schon gelesen?), eher mit subjektiver Sympathie. Mozilla will nun alles daran setzen, den Feuerfuchs weiter aus seinem Bau zu locken: den derzeit rund 200 Millionen Nutzern könnten sich ja weitere hinzugesellen. Dabei setzt die Open Source-Community auf ein ausgeklügeltes Feedback-System, das Verbesserungsvorschläge direkt an die Entwickler weiterleiten soll.

Das Ding soll „Test Pilot“ heißen, im vergangenen Jahr wurde es bereits einmal kurz vorgestellt, dann verschwand das Projekt aber erst einmal wieder in der Versenkung. Konkret geht es um ein Plugin, das anonym (insgesamt vier Mal taucht das Wort in der Ankündigung auf – wir haben es verstanden!) Infos über Dinge wie geöffnete Tabs, die Klickrate für den Stop-Button und Suchfenster an Mozilla schickt.

Die Firefox-Macher hoffen, dass mindestens ein Prozent aller Nutzer mitmacht und zwar auch bei Thunderbird, Seamonkey und Co., für die ebenfalls bald Plugins bereitgestellt werden sollen. Laut Pressetext will Mozilla auch Eye-Tracking über eingebaute Notebook-Kameras nutzen (ui!) – allerdings tippe ich eher darauf, dass es sich dabei um einen Übersetzungsschnitzer handelt: IBMs Many Eyes soll wenn überhaupt ins Boot geholt werden. Daber handelt es sich um eine abgefahrene Art der Datenvisualisierung.

Wann geht es los? Nix Genaues weiß man nicht. Also Augen offenhalten und bei Sichtung artig melden.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

15 Kommentare

  • „Das hat jetzt nichts mit Microsoft-Bashing zu tun (achja – schon gelesen?), eher mit subjektiver Sympathie.“

    Wir wissen doch alle, das Programm mit dem kleinen Fuchs ist viel besser als das von microsoft

  • Na ja, der Firefox ist nicht in allen Belangen besser… Zum Beispiel braucht er länger zum hochfahren als der IE. Und es gibt noch andere Kleinigkeiten, z.B. das Antialiasing für Schriften, was ich im IE7 super finde. Websites sehen einfach besser aus damit.

    Ist echt nervig, vor allem als Webdesigner, dass die sich nicht mal auf einen Browserstandard einigen können… und dann noch das komische unnötige Chrome-Teil von Google..

    Aber um auf den Post zu kommen: Ist doch ne feine Sache, dass die sich so viele Gedanken um die Weiterentwicklung machen.

  • Anscheinend geht der Browser Krieg nicht so schnell vorbei. Ich finde das wichtigste feature sein soll ist, das man sich an die WEB Standards hält.
    Der IE sprich inter explorer kann das woll noch nicht ganz (erst ab der 8 Version).
    Microsoft hatte sogar in der 8 Version nicht auf die Web Standarts zu setzen. Es gab im internet sehr viele Debatten zu diesem Thema bis die endlich gesagt haben „JA“.

  • Ich denke die meisten Internetaffinen Personen nutzen den Firefox und nicht den IE X… wobei ich den IE 7.0 & den kommenden IE 8.0 gar nicht so schlecht finde. Ist der mittlerweile eigentlich auch für Entwickler „geöffnet“? – das wäre doch mal was. Denn die Plugins sind der Grund, wieso ich den FF nutze.

  • @6: Ich sehe solche Datensammelaktionen auch eher kritisch: Allerdings hat Mozilla Hobby- und Profi-Entwickler aufgerufen, eigene Logging-Ideen einzusenden bzw. umzusetzen, zudem sollen alle Ergebnisse transparent der Community zur Verfügung gestellt werden. Und, öh: es ist rein freiwillig. Schäuble braucht Mozilla nicht. 🙂

  • @5: Du sagst es, die Plugins sind das Tolle an dem Firefox. Man kann seinen eigenen Werkzeugkasten zusammenstellen.

    Wer überhaupt noch mit dem IA sörft 😉 ist eben nichts anderes gewohnt und wie bei der Telekom, „die alten Leute“, lieber mal nicht wechseln, es bringt nur Unruhe in den Alltagstrott.

  • von #3 Simon: […]Ist echt nervig, vor allem als Webdesigner, dass die sich nicht mal auf einen Browserstandard einigen können…[…]

    Einen Browserstandard wär ein Browsermonopol, wie es der IE lange Zeit inne hatte.
    Die Browser sind für Webdesigner egal, wenn der Webdesigner sich an die W3C-Standards hält.
    Damit sehen die Seiten in allen Browsern gleich aus. Okay, im IE nich so ganz hübsch, weil der den aktuellen CSS-Standard wie z.b. CSS-Transparenz nich kennt. Aber wenn der HTML-Code W3C-Valide is, siehts von der Struktur usw, in allen Browsern gleich aus.

    @ #8 peter: Jap, wie mein Dad z.b… ^^
    Meine Schwester und ich nutzen Opera, kann einfach von Haus aus viel mehr und is alles integriert wie z.b. Mails und Notizen.

  • Ja, Opera sagt mir mittlerweile auch deutlich mehr zu als Firefox, besonders das Tab-Browsing hatte der Opera mit als erster Browser mit an Bord. Auch ansonsten macht er nen guten, runden Eindruck.

  • Und wer verklagt Apple? Die verkaufen ihr OS auch mit Browser UND sogar nur auf eigener Hardware. Definitiv ein Fall fürs kartellamt 🙂

    @fensterbank: Das stimmt so nicht ganz.

  • Was genau hat das Bild dort oben mit dem Firefox zu tun? Ein Panda sieht anders aus und das Bild suggeriert, dass der Schöpfer annahm es würde sich beim Firefox um einen Fuchs handeln!

  • Man kann Firefox zu Gute halten, dass es sich bei diesen Datensammlungen immerhin um rein freiwillige Angaben handelt, die die User von sich aus bringen (Stichwort Addon installieren), während andere da gerne andere Methoden verwenden (Chrome, wo es standardmäßig eingestellt ist und erst abgestellt werden muss).

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