Interview mit LinkedIn-Boss Reid Hoffman: eine Million neue Mitglieder in 17 Tagen

Michael Friedrichs

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cebit-linkedin-reid-hoffmanDas deutsche Business-Netzwerk Xing darf sich auf einen spannenden harten Kampf einstellen. Seine Kontrahenten sind in diesem Fall aber nicht Facebook und StudiVZ, sondern die amerikanische Karriereplattform LinkedIn, die seit Anfang des Jahres auch hierzulande verstärkt auf Mitgliederfang geht. Auf der CeBIT hatte ich die Gelegenheit, mich kurz mit Reid Hoffman, dem Unternehmensgründer und Chef von LinkedIn, zu unterhalten. Der Manager kann sich nach eigenen Aussagen weltweit über rund eine Million (!!) neue Mitglieder innerhalb der letzten 17 Tage (!!) freuen. Das nenn ich mal Mitgliederwachstum …

Das Internet hat sich in den letzten Jahren komplett verändert. Aus Web 1.0 wurde in relativ kurzer Zeit Web 2.0. Heutzutage ist es modern, Mitglied in einem oder mehreren Sozialen Netzwerken zu sein, ein eigenes Blog zu haben und sich via Twitter mit Freunden und Bekannten auszutauschen. Kein Wunder also, dass mit dieser Entwicklung sich nicht nur die Gesellschaft verändert hat, sondern auch unser Geschäftsleben, betonte Hoffman in seiner Keynote im Rahmen der Global Conferences. Wohin diese Entwicklung aber gehen werde, könne niemand ernsthaft wissen. Ebenso wenig, wie das Internet in zehn Jahren aussehe. Nichtsdestotrotz sei die Gesellschaft ein Teil davon und suche nun Wege, sich im Zeitalter von Web 2.0 zu organisieren – und eine Möglichkeit sei eben das Business-Netzwerk LinkedIn.

Reid, was unternimmst du, um deine Karriere-Plattform in Deutschland noch populärer zu machen?

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Eigentlich nicht viel. Klar machen wir Werbung und beteiligen uns an Events, die für unsere Zielgruppe interessant sind. Aber ich glaube, das beste Argument, auf LinkedIn einen Account zu haben und diesen auch aktiv zu nutzen, bietet unsere Konkurrenz selbst an. So seien die Funktionen, die Premium-Nutzer beispielsweise auf Xing zur Verfügung stehen, bereits kostenloser Bestandteil bei LinkedIn. Also, wenn das kein gutes Argument für einen Wechsel ist. Facebook dagegen sehe ich nicht als Konkurrent an, da das Angebot mit LinkedIn nicht vergleichbar ist und sich dort zudem fast nur Spieler (er meint die ganzen Anwendungen, die es bei Facebook so gibt) tummeln.

Was denkst du über die Zukunft der Sozialen Netzwerke?

Der Markt wird sich über kurz oder lang konsolidieren. Im Klartext: es wir nur noch ein paar große Plattformen geben – und ein paar kleinere Netzwerke, die aber weiter keine Rolle spielen werden.

Apropos Konsolidierung: Wäre Xing für dich ein geeigneter Übernahmekandidat?

Nein, derzeit gibt es keine Pläne in diese Richtung. Ich persönlich glaube auch nicht, dass es funktioniert, andere Netzwerke einfach zu übernehmen. Diesen Fehler haben andere Unternehmen in der Vergangenheit bereits gemacht.

Noch eine letzte Frage zum Schluss: Wie viel Zeit verbringst du täglich in sozialen Netzwerken?

Kann ich nicht genau sagen, aber allein mit meinen E-Mails bin ich jeden Tag ein bis zwei Stunden beschäftigt.

(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.