Ohne Zustimmung: LinkedIn verwendet Nutzerdaten automatisch für KI-Training

Fabian Peters

Nach einem kürzlichen Update hat LinkedIn offenbar ohne Zustimmung Nutzerdaten für das KI-Training eingesetzt. Mittlerweile hat die Plattform auch ihre Nutzungsbedingungen aktualisiert. Nutzer aus der EU, dem EWR oder der Schweiz sollen jedoch nicht betroffen sein. 

LinkedIn hat kürzlich ein Update vorgenommen, das es der Plattform erlaubt, Nutzerdaten für das KI-Training zu verwenden. Das geht aus einem Bericht des Online-Magazins 404 Media hervor. Eine neue Funktion erlaubt es Mutterkonzern Microsoft sowie zahlreichen Partnerunternehmen demnach Nutzerdaten abzurufen, um damit KI-Modelle zu trainieren.

KI-Training: LinkedIn verwendet Nutzerdaten ohne Zustimmung

Das Problem: LinkedIn soll mit dem Update stillschweigend seine AGB angepasst und die Funktion zum Verwenden von Nutzerdaten für das KI-Training automatisch aktiviert haben. Mittlerweile hat die Plattform ihre Nutzungsbedingungen allem Anschein nach jedoch angepasst und Nutzer können dem Vorgehen widersprechen.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Die Funktion verbirgt sich in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Datenschutz„. Dort lässt sich die Option „Data for Generative AI Improvement“ per Schieberegeler deaktivieren. Bislang ist allerdings unklar, welche Daten LinkedIn konkret für das KI-Training nutzt.

Entwarnung für Nutzer in der EU

Auch wenn die automatische Aktivierung der Funktion datenschutzrechtliche Fragen aufwirft, gibt es eine gute Nachricht. Denn LinkedIn verwendet hierzulande keine Nutzerdaten, um KI-Modelle zu trainieren. Damit würde die Plattform nämlich gegen geltendes EU-Recht verstoßen.

Die entsprechende Option ist für Nutzer innerhalb der EU deshalb auch nicht in den Einstellungen zu finden. Auch User in der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum haben bislang nichts zu befürchten. Ob LinkedIn Kommentare von europäischen Nutzern unter US-amerikanischen Beiträgen für das KI-Training nutzen kann, ist bislang allerdings unklar.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant: 

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Anforderungs- und Projektmanager touristische...
trendtours Holding GmbH in Eschborn
Praktikant / Werkstudent im Bereich Social Me...
3Defacto GmbH in Mühltal
Mitarbeiter im Bereich E-Commerce und Online-...
KURZ Entsorgung GmbH in Ludwigsburg
Praktikum Social Media – Projektmanagem...
CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg
Praktikum Social Media Management (m/w/d)
THE SISS BLISS GMBH in Berlin
Senior Social Media Consultant & Account ...
Social DNA GmbH in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main
Manager Digitale Kommunikation & Social M...
Bauwens Unternehmensgruppe in Köln
Content Creator* (m/w/d)
Broadcast Solutions GmbH in Bingen am Rhein
Teile diesen Artikel
Chefredakteur
Folgen
Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).