Body Count: Spiel mir das Lied vom Tod

Michael Friedrichs

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Der übermäßige Konsum von Zigaretten, Drogen und Alkohol kann tödlich enden. Das sagt jedenfalls unsere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die britische Regierung geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter. Sie warnt in einer aktuellen Aufklärungskampagne vor übermäßigem Konsum von Videospielen. Denn auch sie können ein tödliches Ende haben.

Dass der Gaming-Szene diese Aussage überhaupt nicht gefällt, dürfte nicht verwunderlich sein. Hinzu kommt, dass auch das Kampagnenmotiv auf der Insel für Entrüstung sorgt. Ein kleiner Junge im Alter von fünf oder sechs Jahren sitzt mit einem Game-Controller gelangweilt auf der weißen Wohnzimmer-Coach. Daneben der Slogan „Risk an early death, just do nothing“. Er wird also bald sterben, wenn er den Controller nicht zur Seite legt und mit dem Zocken aufhört. Könnte man jedenfalls so verstehen.

Auch ich habe es schon immer vermutet, wollte es aber bis heute nicht wahrhaben. Nun habe ich die traurige Gewissheit, ganz offiziell, schonungslos und nicht durch die rosarote Brille. Ich werde sterben. Hoffentlich nicht heute, aber vielleicht schon bald. Kann ich meinen Tod verhindern, wenn ich meiner geliebten Wii-Konsole mit all den Spielen den Rücken zukehre und sie einem Freund Feind schenke? Und soll ich stattdessen lieber zum x-ten Mal die Wiederholung der kompletten Dr. House-Staffel anschauen? Ich bin gespannt auf die nächste Hiobsbotschaft, die besagt, dass auch übermäßiger TV-Konsum tödlich enden kann.

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Mittlerweile haben sich auch die Macher der Aufklärungskampagne zu Wort gemeldet. Das Ziel der Aktion sei es, die Bevölkerung über die Entstehung von Krankheiten aufzuklären und vor Risiken zu warnen. Und Bewegungsmangel sei eben ein Risiko mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit.

Via: Gamesdienst

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.