eBay wirft Skype aufs Börsenparkett

André Vatter

skype_logoJohn Donahoe wartete bis zum Börsenschluss, dann rief er seine PR-Abteilung an: Und die verkündete in etwa das, was viele Branchenbeobachter lange erwartet hatten. Aber nur „in etwa“: eBay wird Skype nicht verkaufen, sondern abspalten, indem der VoIP-Dienst bis zum ersten Halbjahr 2010 an die Börse gebracht wird. Damit erteilt eBay-Chef Donahoe auch indirekt den beiden Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis eine Absage, die bis zuletzt um eine Verkaufsofferte gebuhlt hatten.

„Skype ist ein erstklassiges unabhängiges Unternehmen mit starkem Fundament und schnellem Wachstum. Aber es war auch klar, dass Skype nur begrenzte Synergien mit eBay und PayPal hat“, sagte Donahoe in einer Stellungnahme. Der Börsengang würde dem Dienst „den Fokus und die Ressourcen“ geben, um das Potential zu maximieren.

Angeblich hatte Donahoe die Pläne zum Abstoßen von Skype bereits seit seinem ersten Tag als eBay-CEO im April 2008 in der Schublade. Das Auktionshaus wollte zunächst ein Jahr abwarten, ob die gewünschte Integration doch noch gelingen würde. Dass eBay diese Hoffnung aufgegeben hat, zeigte sich nicht zuletzt an dem Verkauf des Social-Bookmarking-Dienstes StumbleUpon. Bei eBay heißt es nun, dass man sich künftig ausschließlich auf die beiden Kernelemente des Geschäfts konzentrieren wird: E-Commerce und Online-Bezahldienste.

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Skype selbst hatte sich in den Jahren unter der eBay-Herrschaft ordentlich entwickelt: Der Dienst ist Marktführer unter allen VoIP-Anbietern, die Anzahl der registrierten Nutzer stieg von 53 Millionen auf 405 Millionen. 551 Millionen Dollar Umsatz – 44 Prozent mehr als noch 2007 – konnte im vergangenen Jahr erwirtschaftet werden. Spätestens 2011 soll nach eBay-Angaben die Marke von einer Milliarde Dollar geknackt werden. Großes Wachstumspotential sieht Donahoe dabei im mobilen VoIP-Client. Die kürzlich veröffentlichte Skype-Software für das iPhone und den iPod Touch wurde innerhalb der ersten 36 Stunden zur am häufigsten herunter geladenen Anwendung im App Store. Nach einer Woche zählte Skype zwei Millionen Downloads und konnte auf diese Weise 500.000 neue Nutzer gewinnen.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

(André Vatter)

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Social-Media- und Community-Manager Health (m...
MedicalContact AG in Essen
Praktikant*in E-Commerce / Online Marketing (...
Chantelle Lingerie GmbH in Düsseldorf
Online Marketing Manager*in (m/w/d)
diind GmbH in Hamburg
Werkstudent (m/w/d) E-Commerce und Onlinemark...
Protina Pharmazeutische GmbH in Ismaning
Werkstudent (m/w/d) Content Writer/ Content T...
pso vertriebsprogramme GmbH in Köln
(Senior) Paid Social Marketing Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Referent (m/w/d) Social Media und Onlinekommu...
Würth Deutschland in Kuenzelsau
Social Media Marketing Praktikant:in
7NXT GmbH in Berlin
Teile diesen Artikel
Folgen
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.