Sonstiges

zensurprovider.de: Welcher Anbieter sperrt künftig Seiten?

zensurprovider

Am Freitag ist es soweit und das BKA klappert alle großen und kleinen Provider in Deutschland ab, um ihnen Listen von zu sperrenden Internetadressen zu überreichen. Entsprechende Verträge sollen zeitnah geschlossen werden. Noch sind sich nicht alle Internetanbieter sicher, wie sie mit der Vorgabe verfahren sollen: Einzig Alice, Arcor, T-Home, KabelDeutschland, o2 und Vodafone haben vorab erklärt, dass sie den Zugang zu kinderpornographischen Seiten blockieren werden. Andere wollen abwarten und erst aktiv werden, wenn entsprechende gesetzlich Regelungen auf dem Tisch liegen. Eine aufschlussreiche und ziemlich aktuelle Übersicht über die Haltung aller ISPs zum Thema wurde auf zensurprovider.de zusammen gestellt. Hier findet sich übrigens auch noch ein Hinweis auf die am Freitag stattfindende Protestkundgebung gegen Internetsperren in Berlin.

Via: Fefes Blog

(André Vatter)


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

15 Kommentare

  • ob die politiker wissen, worüber sie da entscheiden?
    wie viele % mag das wohl abschrecken? die gelgenheitsserver? möglich.
    den harten kern? nein!

    ich kann mir vorstellen, da steckt eine langfristige angelegenheit dahinter…

    was käme als nächstes an die reihe?
    nazi-seiten?
    bauanleitungen für sprengkörper?
    aufrufe, schäubles seite zu hacken?
    aufrufe, atom-strom zu meiden?

    ich sehe in der sperrkation einen ersten schritt, das thema internetsperren akzeptabel zu machen. ähnlich der ständigen terror-begründung für alle möglichen einschränkungen der freiheit. nach und nach folgen dann weichere themen…

  • satyasingh, sehe ich genauso!

    Hier wird bewusst angefangen den Internetnutzer einzuschränken. Da Terrorgründe aktuell nicht ziehen würden kommt jetzt die Kinderporno-Schiene und als was nächstes?

  • Wie kann man denn gegen die Sperrung von Internetseiten mit Kinderpornographie sein? Natürlich soll der Dreck weg.

    Doch auch ich hoffe, dass das nicht der erste Schritt in Richtung „Sperrung von allen Internetseiten, die dem Staat oder der Industrie nicht passen“ ist.

  • @5: Darin sind wir uns wohl alle einig. Es geht aber um die Methode. Wie Kollege Beckedahl von Netzpolitik im Focus schon sagte: „Das ist reine Symbolpolitik. Die geplanten Web-Sperren bei deutschen Providern beseitigen Kinderpornografie nicht. Es ist vielmehr so, als ob man eine Seite aus einem Telefonbuch reißt, der Anschluss bleibt aber weiter erreichbar.“ ( http://tinyurl.com/d5ksg3 ). Zudem lässt sich die Sperre leicht umgehen. Der Dreck ist eben nicht weg.

    Auch die Opfer selbst haben sich schon gegen die Pläne geäußert. Tonus: Es ist ein Wegschauen, ein Ausblenden des Problems – mehr nicht. Siehe: http://tinyurl.com/d76v4o

  • Zusaetzlich zum Wegschauen wird eine Zensurinfrastruktur aufgebau und gefoerdert, keinem Opfer geholfen, die Erzeuger von Missbrauchsaufnahmen nicht verfolgt, dafuer aber plakativ Wahlkampf betrieben unter Missbrauch der Missbrauchten. Unsere Regierung macht alles richtig – richtig falsch.
    Und ich fuerchte,in den Koepfen des Grossteils der boulevardvernebelten Bevoelkerung kommt das noch als gut und richtig an, weil denken und sich informieren so anstrengend ist.

  • Manitu bietet mit seiner Flatrate zwar gute Konditionen an, aber es handelt sich (wie in vielen Foren zu lesen) nicht um eine echte Flatrate. Bei zu hohem Traffic wird einem eben fristlos gekündigt, man hat also nicht einmal Zeit sich um einen neuen Provider zu kümmern. Ist eben für beide Seiten täglich kündbar.
    Witzigerweise wirbt Manitu ja damit, keine Vorratsdaten zu speichern….der Traffic scheint auf jeden Fall geloggt zu werden, schließlich wird er in der Mail auch exakt angegeben.

  • Eine Lösung ist dies ja wohl nicht, die Pornographie lässt sich ja davon nicht aufhalten das Ottonormalos sich so etwas nicht mehr anschauen können (da sie es ja eh nicht tun werden in den meisten fällen) Und die die es unbedingt brauchen finden auch ganz andere wege. Davon mal abgesehen das diese ja trotzdem leiden auch wenn es sich niemand anschauen kann. Also eindeutig eine sperrerung die dagegen geht uns vorzuschreiben was wir sehen dürfen und was nicht (nächsten Sperrungen werden sicherlich dann folgen)Eine alternative gibt es nicht da fast alle Provider diesen weg mitgehen… und die, die es nicht tun sind auch nur Geldabschneider…

  • erst werden kinderpornossites gesperrt; dann sites, die sich kritisch mit der Kinderpolitik der Regierung auseinandersetzten; dann sites, die sich kritisch mit der politik und/oder der Regierung auseinandersetzen und dann ham wir die DDR2.0

  • zensurprovider.de: Welcher Provider zensiert?…

    Mit dem heutigen Tag beginnt eine Art neue Zeitrechnung im Internet. Auf freiwilliger Basis werden fünf der großen deutschen Webprovider den Zugriff auf kinderpornographische Seiten sperren. Das BKA liefert den Anbietern dazu sog. “schwarze Li…

  • Das größte Problem liegt sicher darin, dass es eine Liste gibt. Falls diese durch einen Leak in Umlauf gerät, ist dies die beste Werbung für die entsprechende Seiten.

    Durch einen alternativen dns provider (opendns.com) kommt man entsprechenden Seiten.

    Entsprechend kontraproduktiv ist das Vorgehen.

    Effizienter ist es mit sicherheit durch Honey-Pot Maßnahmen die Konsumenten zu enttarnen und zu verunsichern.

  • freu mich schon auf die liste bei wikileaks. hoffe es dauert keinen tag bis die up ist und zeigt wie lächerlich das alles ist. dürfte ja recht schnell gehen, das ganze ist ja nichtmal von einem gesetz untermauert.

    die australische sperrliste auf wikileaks hat ja schon gezeigt, wie lächerlich das ganze ist. nach der veröffentlichung wurde die liste nochmal revidiert und war auf einem nur noch halb so lang.

Kommentieren