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Internetfernsehen Miro gibt Quellcode zur Adoption frei

miro

Dass Open-Source-Projekte an chronischem Geldmangel leiden, ist kein Geheimnis – in Zeiten der Wirtschaftskrise wird der Ruf nach gönnerhaften Spendern eher noch lauter. Nur, wie bekommt man Nutzer dazu, den ein oder anderen Euro abzudrücken? Wikipedia bietet zum Beispiel ein wenig einladendes Eingabeformular, bei WordPress soll ein simpler Paypal-Button für Geberstimmung sorgen.

Auch beim Open Source-IPTV Miro sieht es derzeit eher mau in der Kasse aus, doch hier haben sich die Macher zu einem eher ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Um Spendengelder zu sammeln, wurde der Miro-Quellcode zur Adoption frei gegeben.

Jeder Nutzer, der bereit ist, vier US-Dollar im Monat an Betreuungsgebühr zu zahlen, erhält eine Zeile des Codes. Per Mausklick auf das Adoptionszertifikat erfährt man dann auch direkt, wo genau sie sich im Miro-System befindet. Als Dank erhält der Spender unter anderem ein Widget, das er auf seine Website einbetten kann, um jedem Besucher den aufgenommenen Prachtkerl zu zeigen. Ist er nicht putzig?

Übrigens, Miro wendet sich mit der Aktion ausdrücklich an die Nutzer der Alten Welt:

Hello there! It looks like you are visiting from Europe. Did you know that there are more Miro users in Europe than in the United States, but more than 99% of our financial support comes from American donations and philanthropies? Europe loves open-source, right? Help us make something great!

Via: Arstechnica

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

8 Kommentare

  • „Übrigens, Miro wendet sich mit der Aktion ausdrücklich an die Nutzer der Alten Welt“

    naja auf der „anderen Seite“ haben haben sie ja auch Portale wie z.B. Hulu. Aber schön das es iptv allmählich in besserer Qualität kommt.

  • „Übrigens, Miro wendet sich mit der Aktion ausdrücklich an die Nutzer der Alten Welt:“

    naja auf der „anderen Seite“ haben haben sie ja auch Portale wie z.B. Hulu.
    Aber schön das es iptv allmählich in besserer Qualität kommt.

  • Grundsätzlich ist das doch ne tolle idee. Es ist aj auch nciht so, dass du die Codezeile bekommst, Sie wird nicht aus dem gesamten Source-Code entfernt … 🙂

    Dementsprechend ists eher mehr sowas wie eine Tierpatenschaft im Zoo… du zahlst einen bestimmten Betrag (ggf. auch einmalig), und erhälst ein Zertifikat, dass du Pate bist. Besondere Rechte gibts i.d.R. nicht (ggf. einmal streicheln oder sowas).

    Ähnlich ist hier auch. Es geht ja darum, dass man das Spenden attraktiver gestalten will. Ein Donat-Button von Paypal fällt ja noch weniger auf als Werbebanner (wer Sieht die denn noch? Ich meine natürlich ohne jedwede Blocker!). So gibt man dem User wenigstens ein gutes „gefühl“, das seine Spende auch „Sozial“ was bewegt (naja, bin selbst mit der Wortwahl nicht 100% zufrieden…)…

  • Bei Wikipedia kann aber wenigstens jeder spenden,und was am Spendenformular soll denn nicht einladend sein?

    Was hat man von paypal?
    Irgendwie muss man das Geld ja erstmal zu paypal hinbekommen!

    Es wäre wünschenswert,das die banken selber irgend ein instant bezahl verfahren bieten würden.

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