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Werders Glücks-Papierkugel wird versteigert

Eine weiße Papierkugel sorgt für Aufsehen.

Eine weiße Papierkugel sorgt für Aufsehen.

Wir schreiben die 82. Spielminute im UEFA Cup Halbfinale zwischen Hamburg und Bremen. Spannend ist das Spiel ohnehin schon, doch der Fußballgott scheint noch eine Schippe drauflegen zu wollen. Folgendes Szenario ist zu beobachten. HSV-Verteidiger Michael Gravgaard will den Ball von der eigenen Eckfahne aus zu Torhüter Frank Rost zurückspielen. Was er dabei aber nicht beachtet hat, ist eine kleine, weiße Papierkugel. Der Ball hoppelt über die Kugel, legt eine entscheidende Richtungsänderung ein, springt dem HSV-Verteidiger unglücklich gegen das Schienbein und von dort ins Tor-Aus.

Bis hier her nicht viel mehr als eine unglückliche Situation in einem wichtigen Fußballspiel. Das Problem: aus dem folgenden Eckball markiert Werder Bremen das vorentscheidende 3:1 und zieht am Ende mit 3:2 (nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel) durch die mehr auswärts geschossenen Tore ins Finale in Istanbul ein. Seitdem ist die Papierkugel im Internet Kult – zumindest bei Werder-Fans und dem ZDF. Und jetzt wird sie versteigert.

Laut einer Mitteilung von SAT.1 startet die Online-Auktion am kommenden Sonntag um 10 Uhr unter sat1.de/sport – in Zusammenarbeit mit der Sport Bild und eBay. Unterstützt wird die Aktion auch von Werder Bremen, die das Glücksobjekt auch im eigenen Werder-Museum hätten unterbringen können. Der Erlös der am 20. Mai um 23 Uhr endenden Auktion soll einem guten Zweck zugute kommen. Details dazu werden im Laufe der nächsten Tage kommuniziert.

Der Gewinner der Auktion soll live im Anschluss an die SAT.1-Übertragung des UEFA Cup-Finalspiels bekannt gegeben werden. Ich bin gespannt, wer bereit ist, ein möglicherweise schwindelerregendes Gebot für ein zusammengeknülltes, weißes Blatt Papier abzugeben. Spontan kommt mir da das Online-Casino Golden Palace in den Sinn, das ja schon durch diverse verrückte Aktionen bekannt geworden ist. Zum Beispiel durch die Ersteigerung des Papst-Golfs. Und auch wenn ich kein Werder-Fan bin: dass das Papier nun offenbar doch nicht im Werder-Museum ausgestellt wird, finde ich traurig.

(Hayo Lücke)


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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

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