Zune HD wird Realität. Im Herbst – und nur in den USA

André Vatter

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Für Microsoft-Fans gibt es heute eine gute und zweie schlechte Nachrichten. Zunächst: Ja, der Zune HD ist Wirklichkeit, er wird kommen! Jetzt kommen die beiden Dämpfer: Aber erst im Herbst und nur in den Vereinigten Staaten. Damit haben sich die per Twitter gestreuten und dann dementierten Gerüchte am Ende also doch bewahrheitet.

Ein Blick auf das Datenblatt deutet auf ein ordentliches Innenleben hin: Der Zune HD verfügt über ein HD-Radiomodul (das ist eigentlich nur für Amerikaner interessant), das 3,3 Zoll große OLED-Display kommt im 16:9-Widescreen-Format bei einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln. Es selbst bietet kein HD, doch entsprechende Videos können bis zu 720p über eine HDMI-Dockingstation („…nicht im Kaufpreis enthalten.“) auf dem Fernseher wiedergegeben werden. Übrigens, damit die Hemmschwelle dafür möglichst gering ist, wird der Zune-Marketplace näher an Xbox-Live gerückt, so dass es möglich sein soll, Filme und Musik sowohl über die Konsole als auch über den Player zu laden.

WLAN ist ebenfalls an Board – leider konnte ich nirgendwo etwas darüber finden, welche Standards unterstützt werden (bereits n?). Für Netzausflüge hat Microsoft dem neuen Zune einen Beschleunigungssensor verpasst, der das Bild je nach Lage des Geräts in die Panorama- oder Portraitansicht dreht, entsprechend wird dann auch das QWERTY-Touchscreen-Keyboard eingeblendet. Als Browser kommt der – Überraschung! – Internet Explorer zum Einsatz, der auch Fingertippen-Zooming erlauben soll. Mehr Infos rückt Microsoft zu diesem Zeitpunkt nicht heraus. Verfügbare Speichergrößen? Prozessor? Farben? Akkulaufzeit? Ich weiß es nicht…

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Mich wundert es überhaupt, dass aus Redmond nun diese Ankündigung kommt. Bis zum Herbst ist es noch knapp ein halbes Jahr hin, mir scheint, dass sich Microsoft in Zugzwang sieht, noch irgendeinen PR-Schnellschuss vor Apples Developers Conference im Juni abzugeben. Dazu passt auch die zusammengeschusterte Produkt-Site, die in etwa so informativ ist, wie eine 404-Fehlerseite.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.