Piratenpartei ruft zum Plakatwettbewerb auf

Michael Friedrichs

piratenpartei-plakatWas macht man, wenn man kein Geld für einen Grafikdesigner ausgeben und trotzdem viele Entwürfe zu einem bestimmten Thema haben will, um sich dann für die beste Idee zu entscheiden? Genau, man ruft einen Wettbewerb aus. Jeder Interessierte kann mitmachen und seine Vorschläge einreichen. Die Entscheidung erfolgt dann im kleinen Kreis. So ähnlich hat es jedenfalls SPD-Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier vor ein paar Monaten gemacht. Mit Erfolg. Ein Haufen talentierte Hobby-Designer haben sich an dem Logo-Wettbewerb beteiligt und dem Politiker die Entscheidung für die beste Idee sicherlich nicht leicht gemacht. In diesem Fall ging der Gewinner ging aber nicht mit leeren Händen nach Hause, sondern mit schönen Scheck von Steinmeier.

Kein Geld, sondern lediglich Ruhm und Ehre gibt es beim aktuellen Designwettbewerb der Piratenpartei. Bis zum dritten August können „Piraten mit Layout-Software“ Plakatvorschläge für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf entwerfen, hochladen und zur Diskussion stellen. Ziel der Aktion sei es, ähnlich wie beim Wettbewerb für den Piraten-Spot, mindestens ein bundesweit aufstellbares Wahlplakat zu wählen. Richtlinien für die Entwürfe gibt es nur wenige: Einhaltung von Größenvorgaben sowie von Lizenzbestimmungen bei der Verwendung von fremden Bildmaterial. Sehr löblich. Putzig liest sich auch der Tipp:

Das Wichtigste muss auf dem Plakat immer das größte sein. Wenn man den Parteinamen beim Vorbeifahren nicht lesen kann, hat das Plakat seinen Zweck nicht erfüllt. Nicht nur 5 Textzeilen in 9pt Schrift!! Inhalt muss auf einen Blick erfassbar sein!!

Auch bei der Auswahl der Themenkomplexe gibt es Hilfestellung. Demnach sind Vorschläge besonders in den Bereichen Privatsphäre und Datenschutz, Freie Kultur und Urheberrecht, Netzneutralität und Inhaltsfilter, Transparenz des Staates, Freiheit und Bürgerrechte sowie zu den Themen Open Access, Freies Wissen und Patentwesen erwünscht. Insgesamt sind schon über 40 Plakatvorschläge hochgeladen worden.

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(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.