Gründerstreit: Ist Skype wirklich in Gefahr?

André Vatter

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skype_logoWas für eine Überschrift: „Skype – so wie wir es kennen – könnte es in Zukunft nicht mehr geben“, schreibt ReadWriteWeb. Und es geht nicht einmal um T-Mobile und das VoIP-Verbot, sondern um den Kampf zwischen Skpe-Mutter eBay und JoltID. Aber von Anfang an: 2007 feuerte das Auktionshaus den Gründer und bisherigen CEO von Skype, Niklas Zennström. Er habe einfach nicht die erwarteten Nutzerzahlen realisieren können, wurde argumentiert. eBay zeigte sich damals reichlich knausrig beim Abschiedsscheck, woraufhin Zennström sich übelgelaunt in sein eigenes Unternehmen Joltid zurückzog. Dass genau diese Firma noch einige Rechte an den VoIP-Übertragungsprotokollen von Skype hält, kommt eBay nun teuer zu stehen. Zennström ist noch immer wütend, vor allem auch, weil eBay sich kürzlich geweigert hatte, Sykpe an den Gründer zurückzuverkaufen und es stattdessen lieber an die Börse bringen möchte.

Die Folge ist ein dicker Rechtsstreit, der für 2010 anberaumt ist und sich dann noch Monate hinziehen könnte. Um dennoch Planungssicherheit zu haben, hat sich eBay nun dazu entschlossen, die lizenzierte Technologie auf eigene Faust nachzubasteln – so wäre zumindest ein Betrieb gewährleistet, auch wenn das Gerichtsverfahren für eBay nach hinten losgeht. So ganz traut aber auch das Auktionshaus nicht dem Braten: „Skype hat damit begonnen, eine alternative Software zu der von Joltid zu entwickeln. Wie auch immer: Eine solches Programm könnte auch scheitern. Es könnte auch bei Erfolg einen Verlust von Funktionalitäten und Kunden nach sich ziehen. In jedem Fall wird das Vorhaben teuer“, ließ Skype mitteilen. Und weiter:

Falls Skype im Zuge des Prozesses das Recht verlieren sollte, die Joltid-Software benutzen zu dürfen und gleichzeitig keine Alternativ-Software verfügbar ist, wäre Skype ernsthaft in Gefahr. Es wäre möglich, dass das Geschäft, wie es bislang geführt wurde, so nicht weitergeführt werden könnte.

Das wäre sicherlich fatal: Heute hat Skype 480 Millionen Nutzer und macht etwa 170 Millionen Dollar Umsatz pro Quartal. Es bleibt also zu hoffen, dass beide Parteien zu Vernunft kommen und eine anständige Lösung finden. Einige Analysten vermuten auch, dass dies ein Schachzug von Zennström ist: Solange der Rechtsstreit besteht, wird eBay die Tochter nicht an die Börse bringen – womit die Chancen des Ex-Eigentümers steigen, sein Baby doch noch zurückzukaufen.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.