Erstes Notebook in einem Comic von 1937 aufgetaucht

André Vatter

flash-gordon-laptopDie IT-Historiker behaupten immer, Toshiba sei der Erfinder des Notebooks gewesen: Gegen Mitte der achtziger Jahre brachten die Japaner den T1100 auf den Markt. Je nachdem, wen man fragt, könnte auch Alan Kay der geistige Vorvater sein: 1979 tüftelte er im Xerox Park am Dynabook, das es aber nur auf wenige Prototypen brachte (mehr über die Geschichte der Laptops). Doch nun sagt der Scientific Observer: Das ist alles Quatsch! Die Vision eines tragbaren Rechengeräts mit Tasten und Bildschirm reicht viel weiter zurück – bis ins Jahr 1937, um genau zu sein.

Die Geschichte begann damit, dass ein Makedonier mit dem Namen Petreski durch alte Ausgaben der Politikin Zabavnik blätterte. Ein Heft datierte auf den 14. Juni 1974 und zeigte einen Comic-Streifen des Science-Fiction-Krachers Flash Gordon. Man sieht Bösewicht Ming („The Merciless“), wie er ein aufklappbares Kommunikations-Tool bedient: Er spricht hinein und erhält Antwort. Das Ding sieht einem modernen Laptop täuschend ähnlich. Vielleicht ist Skype installiert?

Nach ein wenig Recherche wurde herausgefunden, dass der betreffende Comic bereits viel früher gezeichnet, später dann aber als jugoslawische Übersetzung noch einmal abgedruckt wurde. Tatsächlich war Flash Gordon-Erfinder Alex Raymond höchstpersönlich für die Zeichnung verantwortlich. Sie erschien in den Sonntagsausgaben irgendwann zwischen August 1937 und Juni 1938.

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.