Im Rechnergehäuse beerdigt: Warum nicht?

André Vatter

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Es sollte das Natürlichste auf der Welt sein, auf eine Weise zu Grabe getragen zu werden, die das Leben des Verstorbenen am besten widerspiegelt. James Doohan alias Scotty wurde nach seinem Ableben ins All geschossen, bei der Beerdigung des Muppet-Erfinders Jim Henson gab Big Bird Bebo ein Abschiedsständchen und wenn ein Clown von uns geht, geben seine Freunde ihm eben das letzte Geleit. Dennoch mutet die Vorstellung, in einem Desktop-Rechner unter die Erde gebracht zu werden, zunächst einmal seltsam an.

Die Geschichte trug sich in Amerika zu (wo sonst?), nachdem ein absoluter PC-Geek namens Alan das Zeitliche gesegnet hatte. Seinem Bruder Mike fiel die Wahl des Begräbnisbehältnisses leicht, mit dem Alan seine Reise in die „große Himmelsdatenbank“ antreten würde. Eine nostalgieanregende SPARCstation aus den Achtzigern bot gerade genug Komfort: „Ja, er ist tatsächlich da drin“, sagte Mike später in einer Mail an Slashdot. „Die Blende des Floppy-Laufwerks habe ich drangelassen, allerdings mussten das eigentliche Laufwerk sowie die Festplatte und ein Großteil der Stromversorgungen aus Platzgründen entfernt werden.“ Das Motherboard sei allerdings im Gehäuse verblieben, betonte Mike.

Bei der Abschiedszeremonie stand es Familienmitgliedern und Freunden offen, dem Verstorbenen letzte Worte mitzugeben, indem sie Post-It-Zettel durch den Diskettenschlitz schoben. Übrigens: Die Kunststoffplakette, die an der SPARCstation angebracht wurde, trägt die Aufschrift: „Beam me up, Scotty. I’m done here.“ Dieser Spruch stamme direkt von Alan, so der Bruder, und sei das Letzte gewesen, das er sagte. „Natürlich haben wird als Kinder die Serie in der Erstausstrahlung gesehen“, so Mike.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.