Touch Stick: Günstiger Lebensretter oder teurer Kokolores?

Marek Hoffmann

Touch Stick
Sonst hauen ja immer nur die Kollegen von Werbeblogger.de Rätsel für ihre Leser raus. Ich wollte so etwas hier aber auch schon lange mal machen, habe nur nie das richtige Material dafür gefunden. Heute ist es aber nun so weit. Also: Worum handelt es sich bei den bunten Plastik-Dingern auf dem obigen Bild? Na? Schlüssel mit abgebrochenem Bart? Falsch. Kontaktlinsen-Einsetzhilfen? Auch falsch. Sinnlose und hässliche Schlüsselanhänger? Nah dran. 

Tatsächlich handelt es sich beim „Touch Stick“ – der Name ist Programm – der in Kalifornien beheimateten Firma Atek um einen Finger-Stellvertreter, ein Drück-Stückchen oder Press-Stäbchen – ganz wie man will. Jedenfalls um eine geniale Idee einer Firma, die auf die Angst ihrer Mitmenschen vor Keimen und Bazillen setzt. Mit dem aus Polycarbonat-ABS (was auch immer das sein mag) bestehenden Schlüsselanhänger, der in den oben zu sehenden Farben erhältlich ist und rund 2.35 x 1.1 Zoll groß ist, sollen nämlich all die Tasten und Knöpfe gedrückt werden, auf denen in der Regel diese fiesen kleinen Krankheitserreger sitzen: Geldautomaten, Fahrstuhlknöpfe, die Tastatur des Kollegen.

Genial ist diese Idee deswegen, weil in Zeiten von Schweinegrippe & Co. nicht wenige Menschen bereitwillig glauben werden, durch die Nutzung des „Touch Stick“ ein „sichereres“ Leben zu führen. Bereits durch Firmen wie Sagrotan (und Spots, wie sie auf der Startseite des letztgenannten Unternehmens zu sehen sind) oder Produkten wie der selbstreinigenden Tastatur aufgeschreckt, wird Atek mit Sicherheit ein leichtes Spiel haben, die Teile für 2,99 Dollar (pro Stück!) an den Mann und die Frau zu bringen.

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Um irgendwelchen Klagen von enttäuschten Kunden im Vorfeld zu begegnen, die sich trotz des „Touch Stick“ einen kleinen Erreger ins Haus holen, übernimmt Atek keine Gewähr für… alles. So liest man nämlich auf der Startseite, dass der Stick weder auf allen Kassenterminal-Displays funktioniert noch garantiert werden kann, dass er vor Übetragungen oder Ansteckungen mit Bakterien, Bazillen, Keimen oder anderen gesundheitsschädlichen Substanzen schützen kann. Nun denn. Vielleicht sollten wir uns mal ein Test-Exemplar kommen lassen…    

Via: Red Ferret

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.