1080p HD! YouTube wird schärfer als je zuvor

André Vatter

1080pZuckerbrot und Peitsche: Es dürfte kein Wunder sein, dass Google erst ankündigt, sich wieder einmal in der Disziplin der In-Video-Werbung versuchen zu wollen, um dann wenige Stunden später die Nutzer mit der Nachricht von HD-Clips zu umschmeicheln. Bislang war es ja so, dass bei 720p das Ende der Fahnenstange erreicht war. Kommende Woche soll diese Beschränkung fallen, so dass Videos mit einer Auflösung von bis zu 1080p hochgeladen werden können.

Im Blog-Eintrag heißt es dazu: „Da die Auflösungen der Kameras weiter zunehmen, wollen wir sicherstellen, dass YouTube der beste Ort bleibt, um Inhalte vorzustellen.“ Vor allem für Zuschauer mit großen Monitoren und schnellen Rechnern bringt der Schritt hin zu 1080p viele Vorteile.

720p? 1080p? Wie viel ist das eigentlich? Da dem Otto-Normal-Clip-Gucker so etwas eigentlich egal ist, solange die Videos ruckelfrei laufen, hat YouTube eine kleine Demonstration der neuen Schärfe zusammengestellt. Klickt dazu auf folgenden Video-Link – Warnung: Klick erfolgt auf eigene Gefahr, da sich dahinter ein 1080p-Clipmonster verbringt, das schwache Rechner (wie meine Redaktions-Möhre) in die Knie zwingen kann. Noch verständlicher wird der Qualitätssprung, wenn man mit Screenshots aus dem Video arbeitet:

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360p (Standard)

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720p (HD)

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1080p (HD)

Na? Das ist schon was, oder? Der gewählte Ausschnitt lohnt sich ja besonders für Makrosmatiker. Das Rollout von 1080p soll, wie gesagt, kommende Woche stattfinden. Doch schon jetzt sind einige High-High-Definition-Streifen verfügbar, wenn man hinter die URL des Videos „&fmt=37“ hinzufügt. 1080p-Videos, die vorher hochgeladen wurden, werden automatisch konvertiert, da YouTube die ursprüngliche Quelldatei (also vor dem Downgrade auf 720p) immer speichert.

Daneben hat uns noch eine YouTube-Neuigkeit erreicht, diesmal von anderer Stelle. Wie Cnet berichtet, hat der Produkt-Chef Hunter Walk auf einer Konferenz einige Details über die weiteren Pläne der Plattform verraten. Offenbar ist es trotz aller Euphorie so, dass nur zehn Prozent aller Inhalte in einem HQ-Format vorliegen. Walk erklärt das Missverhältnis mit den schwachen Gerätschaften und geringen Bandbreiten der Nutzer. Und natürlich hat auch die proprietäre Software wie der Adobe Flash-Player Schuld an dem Dilemma. Walk betonte, dass YouTube schon seit einiger Zeit mit HTML5 als Alternative experimentiert (schaut es euch an und macht einen Rechtsklick auf das Video: kein Flash!). Na, da bin ich ja mal gespannt.

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(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.