Software verwandelt einfache Webcams in 3D-Scanner

André Vatter

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3D-Laserscanning ist eine reichlich anspruchsvolle Angelegenheit, weshalb ich letztens „Haha!“ ausrief, als ich sie bei CSI (gibt es ja jetzt im Netz) sogar mit einer mobilen Hand-Version rumfummeln sah. Nach kurzer Recherche wurde mir dann aber klar, dass Science-Fiction längt die Realität eingeholt hat. Oben seht ihr den Creaform Handyscan 3D in der Praxis. Coole Sache, einzig der Preis ist mit 29.000 US-Dollar für das Einstiegsmodel etwas hoch gegriffen. Und das Ergebnis? Naja. Eine ruhige Hand sollte man schon haben.

Qi Pan, Student an der Universität Cambridge, hat da eine bessere Lösung: 3D-Bilder alleine mit Bordmitteln, es reicht eine handelsübliche Wenig-Pixel-Kamera, die jeder auf dem Schreibtisch herumfliegen hat. Nicht einmal der Hintergrund muss auf eine bestimmte Art und Weise beschaffen sein. Der eigentliche Zauber passiert nämliche mittels einer Software. Das Programm hört auf den Namen „ProFORMA„, aufgeschlüsselt bedeutet das „Probabilistic Feature-based On-line Rapid Model Acquisition“. Klingt trocken, ist es aber nicht. Bei Reddit drehen die Teens jedenfalls schon in Anbetracht der Möglichkeiten durch („Nur, damit ich das richtig verstehe: Ich kann ein 3D-Model von mir und meinem PEEP auf dem Rechner anfertigen, dort einen Pornostar PEEP und…“).

ProFORMA scannt Objekte, während sie gedreht werden – und das ziemlich zuverlässig. Hände und andere unruhige Bildelemente werden automatisch entfernt, die Routine erfasst nur Fixpunkte, die sich innerhalb eines starren Rasters bewegen. Eben so, wie die Kirche oben. Ziemlich beeindruckend. Wired weist noch auf andere Verwendungszwecke hin, beispielsweise könnte man mit dem eigenen Körper die Hauptrolle in Wii-Spielen übernehmen. „Wahrscheinlich könnte man die Kamera auch an einen 3D-Drucker anschließen“, so Wired weiter. „Alles ließe sich reproduzieren.“

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Noch ist ProFORMA aber nicht ganz ausgereift, einen Download-Link werdet ihr also vergeblich suchen. Qi Pan bietet auf seiner Website aber einen Newsletter an. Sobald eine Linux-Version bereit steht (für Windows soll es später auch eine geben), könnt ihr euch darüber informieren lassen.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.