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Prank vs Prank: Pärchenalltag im Jackass-Style

prankvsprankDer 9. November 2009 war ein denkwürdiger Tag. Denn an eben jenem Tag wurde auf YouTube ein Projekt der Webgemeinde präsentiert, das das unglaubliche, unsägliche, unmögliche Kunststück vollbrachte, ein Hybrid aus Jackass und Newlyweds zu sein. Es wurde von Jesse Wellens und seiner attraktiven Freundin „erfunden“ und die beiden sind auch die Hauptdarsteller dieser Reality-Show.

Worum es in der Show geht, sagt eigentlich schon der Name: um Streiche, Dummejungenstreiche. Diesen setzen sich die beiden Protagonisten gegenseitig aus und gehen dabei nach dem Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Prinzip vor: trittst du mir von hinten in die Eier, haue ich dir bei nächster Gelegenheit auf den Hintern und anschließend mit irgendeinem Zeugs auf einem Pappteller ins Gesicht. Eine Art Best-of aus dem Leben des „Craziest Couple on YouTube“ gibt’s nach dem More-Tag:

 

Man kann darüber lachen, muss es aber nicht. Dies liegt in meinem Fall nicht daran, dass ich mich nicht zur Zielgruppe von Jesse Wellens Selbstvermarktungsprojekt zähle oder solcherlei Späße für albern oder unreif halte. Vielmehr hängt es damit zusammen, dass Wellens dem Zuschauer kalten Kaffee serviert. Wie oft hat man schon gesehen, dass einem ein Durchfallmittel ins Essen gemischt wurde? Genau. Für mich war Jackass noch irgendwie eine „Freak“-Show im besten Sinn, die ich mir auch angeguckt und bei der ich mich amüsiert habe. Aber Prank vs Prank erscheint mir im besten Fall wie ein lauwarmer Aufguss jener Show und deswegen nicht sonderlich spannend. Und im schlechtesten Fall wie eine Aneinanderreihung der „Highlights“ aus jenen Sendung, in denen Gestalten wie Pocher und Elton die „Stars“ sind.

Da sich aber über Geschmack nicht streiten lässt, habe ich für all jene, denen die Prank-Show gefällt, noch folgende Infos: Zwar hat YouTube Wellens selbstgedrehte Filmchen (unter anderem wegen dieses Poop-Videos) am 19. November von der Plattform verbannt, man kann sie aber weiterhin über den Facebook-Account und bald auch auf der eigenen Website prankvsprank.com bestaunen. Bisher sind dort nur drei Videos zu sehen.

Darf man Wellens Aussagen Glauben schenken, die er per Twitter verbreitet, so hat er vor etwa zehn Stunden zudem einen Deal mit MTV abgeschlossen. Je nachdem, worum es sich bei der Vereinbarung handelt, könnte Wellens schon bald in die Fußstapfen von Jackass und Newlyweds treten. Denn auch für diese beiden Shows war der Musiksender ein Sprungbrett zum (kommerziellen) Erfolg. Man darf also gespannt sein.

Danke, Stephan.

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

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