Züchtige Bunnys für US-Boys: Playboy-App schafft's in den App Store

Marek Hoffmann

Playboy_AppDa blieb mir doch glatt erst einmal der Mund offen stehen, als ich das gelesen habe: Der Playboy kommt auf’s iPhone. Wie geil ist das denn? – Endlich richtig gute Geschichten lesen! Ich war nur, sagen wir mal: irritiert, weil der Playboy ja nicht nur für seine guten Reportagen, Witze und Ratgeber bekannt ist, sondern auch… für freizügigen (manche würden vielleicht sagen Frauen-verachtenden) Content.

Ich war dann aber erleichtert zu erfahren, dass es keine Nackedeis zu sehen geben würde. Und hierzulande gleich doppelt nicht, weil es die App momentan noch nicht bei uns im App-Store gibt. Die ästhetisch anspruchsvollen, hübsch gemachten und auf hochglanz polierten Fotografien von wunderschönen Frauen werden zwar zu bestaunen sein, aber nur in der mit Apples Weltregime-Politik kompatiblen, nicht partnerschafts- oder jugendgefährdenden Version. Das bedeutet im Klartext: Playmate des Monats ist drin, mit „Datenblatt“, Preview-Fotos und exklusivem „Hinter-den-Kulissen“-Preview-Video – aber halt nicht im Adamskostüm beziehungsweise um die Ansicht der sekundären Geschlechtsmerkmale reduziert. Das sieht dann so aus:

playmate

Reicht doch. Mehr und freizügigere Bilder würden doch ohnehin nur von den Texten ablenken. Wäre dann fast so störend wie die allseits bekannten und nervigen Werbebanner. Die Texte werden übrigens (in Auszügen) aus dem gleichnamigen Printmagazin übernommen. Zusätzlich wird das Angebot aber noch um einige, nur auf dieser App erhältliche Features (neben den oben genannten Previews) wie dem Bunny-Kopf-Wallpaper ergänzt. 

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Und das Ganze für schlappe 1,99 Dollar pro Monat. Sobald die App auch in Deutschland verfügbar ist, werde ich wohl in einen echten Interessenkonflikt geraten. Playboy-App kaufen und dafür die Bild-App vom iPhone kicken? Mal sehen – da sie vom Content gleichwertig sind, wird wohl letztlich der Preis den Ausschlag geben… Ironiemodus: aus. 

(Marek Hoffmann / Fotos: krapps.com)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.