Dorthy.com: Dann klappt's auch mit den Vorsätzen für das neue Jahr

André Vatter

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Mit Riesenschritten nähert sich das Jahresende, dann ist schon wieder eine Dekade vorüber und wir leben uns tiefer in das 21. Jahrhundert hinein. Für viele spielt dieser magische Augenblick um null Uhr eine große Rolle: Man schließt die Augen und verspricht sich angesichts knallender, chemischer Reaktionen (bei denen Schwarzpulver, Eisenspäne und Alkalimetall-Nitrate zum Zuge kommen) die wildesten Dinge: „Ich werde mit dem Rauchen aufhören.“ Oder: „Ich werde zehn Pfund abnehmen.“ Oder: „Ich lasse mich endlich von dem Dreckskerl scheiden.“

Doch was immer sich die Menschen in der Silvesternacht vornehmen – nur in den seltensten Fällen gehen die Wünsche auch in Erfüllung. Der britische Psychologe Richard Wiseman hat kürzlich eine Umfrage zu Neujahrsvorsätzen gemacht und dabei herausgefunden, dass lediglich 22 Prozent der rund 400 Teilnehmer ihre Ziele am Ende des Jahres auch erreicht hatten. Doch nicht verzagen: Es gibt eine Optimierungsstrategie für das Erfüllen von Träumen und ich werde sie am Ende des Posts kurz erläutern. Doch jetzt erst einmal zu Dorthy.com…

Dorthy.com nennt sich selbst „das erste themenbasierte soziale Netzwerk“, doch es geht noch darüber hinaus. Alles hängt hier von Wünschen und persönlichen Interessen ab, weshalb das Herzstück der Plattform auch die „Dreampages“ bilden. Jeder Nutzer kann seinen Traum notieren: „Ich will Chinesisch lernen“, zum Beispiel. Dorthy.com erstellt für diesen Wunsch eine eigene Seite, auf der sämtliche Informationen zusammenlaufen, die mir beim Erreichen des Ziels helfen könnten. Das können News sein, oder Blog-Einträge, Videos, Fotos oder die gesammelten Infos von anderen Nutzern, die denselben Wunsch teilen. Der Dienst kämmt rund um die Uhr das Netz nach neuen Daten durch und aktualisiert dann die Dreampage.

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Das Innovative an Dorthy.com ist, dass die Plattform nicht platt über Keywords funktioniert, sondern semantische Suche und die Assoziation der Mitglieder einsetzt: „Ich will einen Marathon in vier Stunden laufen.“ Einer der Gründer, Jim Anderson, hat laut VentureBeat jahrelang für IBM an der Spracherkennung geforscht, ehe er zu About.com wechselte, um dort thematische Nischenseiten zu etablieren. Die Suche auf Dorthy ist individuell auf den Nutzer zugeschnitten. Google, beispielsweise, sind die Vorlieben der Suchenden egal, alle bekommen bei der Eingabe desselben Keywords dasselbe Ergebnis.

Dorthy.com hat gerade erst die Private Beta verlassen. Nutzer können sich nun auch per Facebook Connect anmelden. Kohle wollen die beiden Gründer übrigens auch irgendwann damit einfahren: Mit dem Verkauf anonymisierter Statistiken an Marktforscher („Die Leute joggen wieder mehr.“) und dem Schalten von nutzerabhängiger Werbung. Auf einer Wunschplattform dürfte das ja wie Zucker funktionieren.

So, wenn ihr nun ein wenig mit Dorthy.com herumgespielt habt und die Sache mit den Vorsätzen ernsthaft angehen wollt, habe ich hier noch die versprochenen Tipps von Professor Wiseman. Ingesamt gibt es zehn Ratschläge, die dabei helfen sollen, die Selbstversprechen nicht zu brechen:

1.) Nur ein Vorsatz pro Jahr fassen, damit man sich nicht verzettelt.
2.) Macht euch schon ein paar Tage von Silvester Gedanken darüber.
3.) Nicht noch einmal bereits gefasste, aber dann doch fallen gelassene Vorsätze vornehmen.
4.) Sucht euch ungewöhnliche Vorsätze aus, nicht das, was alle wollen.
5.) Überlegt euch kleine, verbindliche Etappen auf dem Weg zum Ziel.
6.) Erzählt allen von eurem Vorsatz: Das erhöht den Druck, diesen auch einzuhalten.
7.) Erinnert euch an unter dem Jahr an die Vorzüge, die eurer Entschluss bringen wird.
8.) Jede erreichte Etappe sollte auch belohnt werden.
9.) Behaltet euer Ziel stets im Auge – führt Tagebuch über den Fortschritt.
10.) Kleine Rückschläge sollten euch nicht entmutigen. Das ist kein Grund, um aufzugeben.

Viel Glück! 🙂

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.