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Weihnachtsüberraschung: Penis auf gebrauchter PSP

psp_penisNoch köstlicher als die eigentliche Geschichte dahinter ist ja die Art und Weise, in der Boulevard im noch immer reichlich prüden Amerika gemacht wird: „Es war ein Geschenk eines Vaters an seinen Sohn“, berichtet der Omaha-Lokalsender KETV und wiegt die Zuschauer im trauten Familienidyll – nur um dann direkt die Luftblase der patriarchalischen Harmonie platzen zu lassen: „Doch das Geschenk kam mit einer nicht jugendfreien Überraschung.“

Der Name des zehnjährigen Jungen lautet Kade und er ist begeisterter Gamer. Zu Weihnachten wünschte er sich eine PSP, immerhin hatten seine älteren Brüder alle eine. Der Vater, Shon, willigte ein, zeigte sich aber ein wenig knauserig und entschloss sich dazu, die Sony-Konsole gebraucht zu erstehen – bei CDTradePost. Dann brachte er das gute Stück nach Hause und gab es zunächst Kades drei Jahre älterem Bruder, damit dieser die PSP für ihn einrichtet. Doch was musste er da entdecken!

„Er ging in die Einstellung für Themes und Farben und öffnete ein Bild. Es war etwas, das nicht für Kinderaugen gedacht war“, erinnert sich der Vater an jene denkwürdige Stunde. KETV: „Es erschien ein Bild eines männlichen Genitals auf dem PSP-Bildschirm!“ Shone versuchte alles, den schmutzigen Frevel zu entfernen, scheiterte aber dabei: „Erst dachte ich, dass es ein Witz sei: Vielleicht bekommt man es ja weg. Doch als ich mich näher damit beschäftigte und versuchte, es zu löschen – und es nicht konnte – wurde ich wütender.“ Mit der Mini-Playstation und dem Penisbild im Gepäck ging er wieder zu CDTradePost, wo man aber mit den Schultern zuckte. Der Manager versicherte später dem Sender gegenüber, dass alle Speicherkarten vor dem Verkauf gelöscht würden. Offenbar war dieses spezielle Foto aber in den Hintergrundeinstellungen vor den Augen der Mitarbeiter verborgen geblieben.

CDTradePost zeigte sich mitfühlend: die Aufregung, Weihnachten, ein Penis – der arme Junge. Also schenkten sie Kade ein Spiel als Wiedergutmachung. Ein neues Spiel. Doch Vater Shon hat dennoch ein paar warnende Worte für andere Eltern parat: „Bestehen Sie darauf, dass die die Geräte genau überprüfen und jede Möglichkeit ausleuchten, ehe Ihre Kinder das sehen müssen, was meine beinahe sehen mussten.“

Die ganze schockierende Story gibt es – auch als erschütterndes Bewegtbild-Zeugnis – bei KETV.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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