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Samsung goes Future: Erstes Laptop mit durchsichtigem OLED-Display [CES]

Samsung-14-inch-OLED

Hat jemand von euch schon Camerons Avatar gesehen? Dort wird neben bösen Buben und schlumpfblauen Elfen-Wesen auch schön viel Sci-Fi-Technik gezeigt. Unter anderem durchsichtige Displays. Wie die in Realität aussehen könnten, führte Samsung gestern auf der Consumer-Messe CES in Las Vegas vor.

Dort präsentierte man stolz den eigenen Prototypen eines Laptops mit durchsichtigem OLED-Display (Samsung nennt es AMOLED). Dies ist auch schon der größte Clou an der Sache – und weitere Infos darüber sucht man leider (bisher) vergeblich. Ein klassischer Prototyp eben. Wer aber besonders neugierig ist, kann sich ja das Datenblatt im nachfolgenden Filmchen (etwa ab Minute 0,22) etwas genauer anschauen…

WOW, oder? Zwar ist das Bild noch etwas unscharf, aber trotzdem beeindruckend. Allerdings drängt sich schnell die Frage auf, was man mit so einem durchsichtigen Bildschirm anfangen soll? Wird die Arbeit an sonnigen Plätzen nun zu einer noch größeren Qual und kann mein Gegenüber im Zug mitlesen, wenn ich meine Mails schreibe? Für Studis wäre es vielleicht die Lösung, da sie damit nicht nur ihre Kommilitonen in der Bibliothek beobachten, sondern leichter ihre Notizen und Quellen abtippen können. Besteht ja nun die Möglichkeit, diese vor und nicht neben den Laptop legen beziehungsweise stellen zu können.

Aber mal ernsthaft: Wenn die Technik ausgereift ist, wird sie sicherlich sofort in der Automobilbranche und im Einzelhandel Verwendung finden. In Autos werden die Daten dann nicht mehr auf die Windschutzscheibe projeziert (wie momentan zum Beispiel bei BMW), sondern direkt auf der Scheibe angezeigt. Und Kaufhäuser können wunderschöne Verkaufsinformationen auf ihren Schaufenstern einblenden. Hm, das wird schön…

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

22 Kommentare

  • Ok, das Arbeiten mit so einem Teil würde mich auf den ersten Blick vermutlich krank machen. Aber lassen wir uns mal von der Zukunft überraschen. 😉

    PS: Für Autos eine ganz und garnicht beklemmende Vorstellung, wie ich finde. Und Marek, ob man vor Ladengeschäften auf einen LCD-TV schaut, wie es heutzutage ja schon oft der Fall ist, und dort mit Werbung oder schrägen Filmchen vollgetextet wird, oder ob das direkt im Glas eingebaut ist – wen kratzt das dann noch? Vielleicht sollte man einfach nur manchen Leuten erklären, dass das Etatfresser sind, die kein Schaufenster braucht. Dazu zählen aber auch die LCD Krücken. Ach, und dieses Video in der Otto-Zugabe in der Gala zählt da auch noch zu. 😉

  • @Frederic: Bei den Autos gebe ich dir Recht. Was die Schaufenster betrifft: Wenn die Verantwortlichen erst einmal auf den Trichter kommen, dann wird mit Sicherheit nicht nur eine kleine Werbung eingeblendet, wie das bei den LCD-TVs der Fall ist, sondern direkt das gesamte Fenster. Und als Kunde muss man sich dann bemühen, vor lauter Werbung überhaupt nich durch Schaufenster hindurch blicken zu können. Diese Vorstellung hatte ich und finde sie beklemmend. 🙂

    Und die Otto-Zugabe: Agreed.

  • @Marek Hoffmann: Naja, warum beklemmend? Ich meinte keine totalitäre Nutzung der Sachen wie in Minority Report, viel mehr eben so schöne Sachen wie durchsichtige Touchscreens und Infos in der Windschutzscheibe. Daran finde ich (noch) nicht schlimmes 😉

  • Der feine unterschied zu diversen S-F Szenarien zu diesem hier ist der physische Monitor. Mit einem physisch vorhandenen, durchsichtigen Bildwiedergabegerät lässt sich eben deutlich weniger anfangen als mit einem (pseudo)holographischen – beiden gemein ist allerdings das sie kaum zum gemütlichen in-der-sonne-sitzen taugen.

  • Für Studenten total Doof, weil dann sieht der Dozent ja, dass ich gar nicht emsig mitschreibe sondern nur Versuche bei armorgames das nächste Level zu erreichen.

  • Also im Auto stell ich mir die Entwicklung auch spannend vor. Allerdings sehe ich beim Laptop auch keinen Sinn -da nervt mich ja schon, wenn ich aufgrund verspiegelter Displays sehe, was hinter mit geschieht. Jetzt soll ich mir auch noch ansehen, was vorm Gerät passiert? 🙂

  • interessanter fand ich in „Avatar“ dann doch die Darstellung des Transfers von Content von einem Gerät auf das nächste, ein Wisch und es ist drüben. (Wo auch immer „Drüben“ auch sein mag…

  • sieht doch ganz interessant aus, nicht nur bei den Autos, auch bei Flugzeugen könnte es viele möglichkeiten geben, zum beispiel größere scheiben, auf denen dann aber auch die wichtigen daten angezeigt werden, bei kampfflugzeugen werden die daten zurzeit noch auch die scheibe projeziert, aber das könnte es ändern

    als laptop für mich allerdings nicht sehr brauchbar

  • hat mal einer die durchsichtige screenwall in den Arte reportagen gesehen? scheinen verdächtig ähnlich, nur viieel größer!

  • Also das zeigt auf alle Fälle, dass die diversen „utopischen“ Bildschirme in SciFi Filmen nun langsam Wirklichkeit werden.
    Ob man diese Anzeigeart auf Laptops braucht oder haben will glaub ich nicht – ist wahrscheinlich vor allem als Hingucker bei Messen und Ausstellungen gedacht und den Zweck erfüllt es ja auf alle Fälle.
    Aber wie es schon in Beitrag gesagt wurde – als Display in oder vor der Autoscheibe (für Infos wie GPS oder weiteres) wird es schon sehr interessant. Und wenn es mal preislich kostengünstig herstellbar ist werden sehr schnell auch passende Anwendungen gefunden werden.

  • Samsung: Erstes Laptop mit durchsichtigem OLED-Display…

    Jeder Technikinteressierte oder Sci-Fi-Fan hat sich sicherlich mal gedacht, wie “cool” es wäre, an einem Rechner mit transparentem Display zu arbeiten. Samsung macht mit dem auf der CES vorstelltem Prototypen eines Laptops mit OLED-Dis…

  • Sehr beeindruckend, diese gane OLED-Technik finde ich faszinierend. Mal sehn wann diese Technik Alltagstauglich ist… Vor allem biegbare Displays sind eine sehr tolle Neuerung!

  • Echt toll! noch nie habe ich sowas gesehen. Unkreativ wie ich nun mal bin, kam mir diese Idee und ihre Umsetzung leider nicht eher:-P
    Das wär auf jeden fall irre, wenn andere die mails mitlesen könnten in der Bahn…mag da gar nicht dran denken, wenn ich wieder mal meinen SPAM-Ordner löschen muss, weil ich tonnenweise Viagra angeboten bekomme…was sollen denn da die Leute denken;-)
    Also, es ist auf jeden fall eine abwechselungsreiche Spielerei, aber wirklich alltagstauglich muss das meiner Meinung nicht werden…ist ja nicht unbedingt nützlich sowas…eher weniger als mehr.

  • Das könnte die Zukunft der echten 3d Monitore sein. Wenn man es schaft in einem durchsichtigeren Glaswurfel mehrere Display schichten einbauen könnte. Betrachtbar von allen Seiten.

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