Neue Einnahmequelle: Vodafone bastelt am mobilen Personalausweis

André Vatter

Das zukunftsweisende ID-Kärtchen der Deutschen lässt noch auf sich warten. Erst im November soll der neue Personalausweis an die Bürger ausgeteilt werden, doch ob es bei dem Termin wirklich bleiben kann ist zu bezweifeln. „Zu unsicher„, sagen die Datenschützer – „Zu teuer!„, sagen Stimmen in den politischen Reihen.

Mitten in dieses Chaos hinein platzte nun die Meldung, dass auch private Anbieter in das lukrative Geschäft mit der Personen-Identifikation einsteigen wollen. Laut einem aktuellen Bericht der „Financial Times Deutschland“ ist Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen jedenfalls schon ganz wild darauf: „In Afrika erledigen die Menschen bereits mobil ihre Bankgeschäfte“, wird er zitiert. Das ist korrekt und auch ein interessantes Beispiel, das seine Existenz allerdings dem schwach ausgeprägten Filialnetz in den afrikanischen Staaten schuldet. Hierzulande soll nun das Handy den Komfort beim mobilen Online-Shopping deutlich erhöhen. Joussen plant einen digitalen Personalausweis, der auf der SIM-Karte verankert ist. Die Technik sei weit genug fortgeschritten, ein Marktstart wäre längst überfällig: „Wir müssen das Problem des fehlenden Vertrauens im Internet lösen, um dem Internet als Geschäftsplattform zu einem echten Durchbruch zu verhelfen.“

Doch ein Telco wie Vodafone will nicht plötzlich Waren über das Netz anbieten: der Mobilfunker will lediglich Provision bei Transaktionen kassieren. Die FTD spricht das schon vor Jahren gelüftete Geheimnis an, dass sich für die TK-Anbieter mittlerweile kaum andere Geldquellen erschließen lassen. Die Preise für DSL sind im Keller, Handy-Sprachdienste sind billig wie nie und auch der boomende Sektor der Datendienste wirft (auch aufgrund hoher Investitionskosten) zusehends weniger Geld ab. Joussen drückt auf die Tube und fordert sowohl die Regierung als auch die Wettbewerber und Chipkartenhersteller zum Mitmachen auf: „Jeder muss etwas auf den Tisch legen.“ Bis es allerdings soweit ist, dürfte noch einige Zeit vergehen…

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,43 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

(André Vatter)

facebook-fan

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Robotics AI Expert / Technical Product Owner ...
Bosch Gruppe in Renningen
(Junior) Social Media Manager (m/w/d)
Eduard Gerlach GmbH in Lübbecke
Manager Influencer Marketing (Aldiana) &#8211...
DERTOUR Hotels & Resorts GmbH in Frankfurt am Main
Social Media Manager B2B (m/w/d)
Hays – Interne Karriere bei Uns in Mannheim (68163),...
Social Media & Content Marketing Manager:...
SCS Sophisticated Computertomograph... in Aschaffenburg
IT Sales & Online Marketing Manager (m/w/...
Instaffo GmbH in Karlsruhe
Digital Marketing Manager (m/w/d)
OMS Prüfservice GmbH in Garbsen
Content Creator Social Media (m/w/d) mit Führ...
Patrick Reichelt & Team Garten- & Landscha... in Berlin
Teile diesen Artikel
Folgen
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.