Sonstiges

Digilog Book: 3D hält jetzt auch Einzug ins Bilderbuch

E-Books? Tablets? Reader? Pah! Papier, Druckerschwärze und 3D – das ist die Zukunft! Im Zuge des Mehrdimensionenbooms, der in Kinos, auf Konsolen und unseren Fernsehern mit voller Macht zuschlägt, kommen Wissenschaftler auf immer neue Ideen. In Südkorea, am Gwangju Institute of Science and Technology, sind Forscher derzeit damit beschäftigt, einem todgeglaubten Medium neues Leben einzuhauchen Und das ist durchaus wörtlich zu verstehen.

Das Projekt läuft unter dem Namen Digilog Book. Im Mittelpunkt stehen ein Buch und eine Brille, mit der sich Dinge sehen lassen, die anderen verwehrt bleiben. Digilog basiert nicht auf dem Prinzip der Virtual Reality, bei dem alles Optische künstlich ist, sondern setzt auf Augmented Reality: Der Hintergrund ist echt, alles andere steuert eine Software bei. Wird das Buch aufgeklappt, entstehen neue Welten. Und wie das Ganze in der Praxis aussieht, könnt ihr jetzt sehen:

Laut Reuters wurden auf diese Weise bereits zwei Kinderbücher („The Temple Bell“ und „Hongkildongjeon“) fix und fertig präpariert: inklusive Drachenfauchen, Schwertkämpfen und Schiffsfahrten. Neben der bestechenden Optik bietet Digilog auch erstklassigen Sound, in einer etwas älteren Pressemitteilung des Instituts steht darüber hinaus, dass die Leser „die Objekte berühren und riechen können“ – wie auch immer das möglich sein soll.

Das Team um Forschungsleiter Kim Sang-Cheol hat drei Jahre gebraucht, um die HighTech-Lektüre zu entwickeln: „Es wird eine Weile dauern, ehe die Technologie für eine breite Öffentlichkeit marktreif wird“, sagt er. Erste Anwendungsgebiete sehe er vor allem bei Smartphones und als Austellungshilfe in Museen. Von Reuters um eine erste Einschätzung zum Preis eines solchen Moduls gebeten, antwortete Sang-Cheol, dass dieser „erschwinglich“ sein wird. Immerhin soll der Masssenmarkt angepeilt werden.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

10 Kommentare

  • Na, dann will ich mal nicht wissen was die Kinder meines Söhnchens in 15 Jahren (plusminus) als Ersatz für das gute alte Märchenbuch haben. Wahrscheinlich irgendwelche 3D-Folien die per Handgeste selbst umblättern.

  • Ich bin ja sehr dafür, Digitales einzusetzen, wo es sinnvoll ist. Aber hier muss ich meinen Vorkommentatoren recht geben.
    Es mag vielleicht coool sein, zu sehen, wie die Figuren aus den Bildern plötzlich zum Leben erwachen, aber die Abhängigkeit vom Computer, um das zu sehen, und diese ganze Fixierung auf das Virtuelle… Das wirkt irgendwie übertrieben.
    Dann doch lieber die guten alten PopUp-Bücher, wo man tatsächlich was zum anfassen hat, und die man, wenn man Spaß dran hat, sogar selbst basteln kann.

  • Mein kleiner Sohn (2,5 Jahre alt) sprüht vor Fantasie, er sieht so schon überall Gespenster und Monster und bin mir sicher, dass in seinem Kopf viel spannendere Bilder ablaufen aus es dieses „Augmented Reality“-Kinderbuch aus der Retorte vorführt. Schwachsinn den kein Kind braucht.

    Und am liebsten haben es Kinder, wenn man ihnen Geschichten erzählt. Das Erzählen macht Geschichten in der Fantasie der Kinder viel plastischer und erfahrbarer als es irgendein trashiges A.R.-Buch jemals vermag.

  • Ist doch ganz egal, ob das nun für Kinder geeignet ist, oder nicht!

    Die Technik ist absolut faszinierend, und hoffentlich wird es diese bald in vielen Formen FÜR ERWACHSENE geben. Raumschiff Enterprise ahoi!

    Wer etwas sanftes für sein Kind sucht, ist ja vielleicht mit MCB Mobile Children’s Books gut bedient – wie ein Bilderbuch, nur zusätzlich gesprochen und man kann auch seine eigene Version der Geschichte aufnehmen. http://www.mobilechildrensbooks.com – hat uns schon viele längere Autofahrten gerettet.

  • […] (via) E-Books? Tablets? Reader? Pah! Papier, Druckerschwärze und 3D – das ist die Zukunft! Im Zuge des Mehrdimensionenbooms, der in Kinos, auf Konsolen und unseren Fernsehern mit voller Macht zuschlägt, kommen Wissenschaftler auf immer neue Ideen. (…) Im Mittelpunkt stehen ein Buch und eine Brille, mit der sich Dinge sehen lassen, die anderen verwehrt bleiben. Digilog basiert nicht auf dem Prinzip der Virtual Reality, bei dem alles Optische künstlich ist, sondern setzt auf Augmented Reality: Der Hintergrund ist echt, alles andere steuert eine Software bei. […]

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