Medienkompetenztraining in zwei Gruppen: SchülerVZ bittet zum Elternsprechtag

Marek Hoffmann

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Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die VZ-Netzwerke sich zu den Musterschülern der Social Networks entwickeln möchten. Zumindest, wenn es um den Umgang mit sensiblen Daten geht – sowohl von denen der User als auch denen des Unternehmens. So zeigt zuerst Clemens Riedl, Geschäftsführer der VZ-Netzwerke, vor Kurzem mit dem Finger auf Facebook und prangerte den laschen Umgang des großen US-Konkurrenten in Sachen Privacy massiv an. Einige Beobachter schauten Anbetracht der Heftigkeit des Ausbruchs verdutzt, doch dann bekam Riedl neues Wasser auf die Mühlen, als die Stiftung Warentest eine Auswertung der hiesigen Netzwerklandschaft machte und seine deutsche Community als „positives Beispiel“ in diesem Bereich nannte; darüber hinaus bescheinigten die Tester dem Netzwerk ein „vorbildliches“ Verhalten, was den Umgang mit den sensiblen Daten angeht. Und nun setzt die Limited noch einen drauf und verkündet heute auf dem VZBlog die Einrichtung zweier Hilfegruppen für Eltern und Lehrer von schülerVZ-Nutzern.

In den Gruppen Mein Kind ist im schülerVZ und Meine Schüler sind im schülerVZ geht es vor allem um das Thema Medienerziehung und den richtigen Umgang mit dem Web 2.0. Die neuen Hilfegruppen sollen schülerVZ-Eltern und Lehrern die Möglichkeit bieten, sich untereinander auszutauschen und sich gegenseitig Tipps zu geben. Dabei werden die aufzuklärenden Erwachsenen aber nicht sich selbst überlassen, sondern von Medienpädagogen des Media Education-Teams der VZ-Netzwerke – auch außerhalb der Gruppe – betreut. Sie sollen ihnen in erster Linie Anregungen zum Thema Medienkompetenzvermittlung vermitteln.

An sich halte ich die Aktion für eine gute Sache und einen Schritt in die richtige Richtung. Lernen die Eltern nämlich, worauf es im sozialen Netz im Allgemeinen und in den Netzwerken im Besonderen ankommt und worauf verstärkt geachtet werden muss, können sie ihren Kindern Hilfe zur Selbsthilfe geben. Das bedeutet nicht, dass sie künftig daneben stehen müssen, wenn ihre Kinder sich irgendwo anmelden oder etwas anklicken. Aber sie für bestimmte Tücken und Fallstricke zu sensibilisieren (nicht zu viel über sich preisgeben, keine neu erworbenen Online-Kontakte treffen und so weiter), ist sicherlich sinnvoll. Noch schöner wären natürlich Angebote, die nicht direkt mit einem Netzwerk assoziiert sind – etwa durch die Politik eingerichtete, unabhängige Infoportale, die (mit dem richtigen Schmiss) die Kleinen an die Hand nehmen. Aber, bitte…

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.