Völlig unnützer Schwanz fasziniert Zuschauer

Marek Hoffmann

Okay, okay. Heute ist also der erste April und jeder verzapft hier und da ein wenig Blödsinn. Das Blödsinnigste, was ich heute aber gefunden habe, ist gar keine Meldung, sondern ein Video. Und zwar zu einem Produkt, von dem ich wirklich nicht weiß, welchen Sinn es haben soll – außer dem, beim Zuschauer Lachkrämpfe auszulösen. Grund genug, euch das Teil hier vorzustellen und euch an dem Spaß teilhaben zu lassen.  Das Ding, von dem hier die Rede ist, heißt „SiliFulin“ (vermutlich eine abgewandelte Schreibweise für „silly Fooling“, was das Ganze schon wieder erklären würde) und ist ein… Schwanz. Yepp. Eine mit Servomotoren betriebene, aus mehreren Gelenken bestehende Verlängerung der menschlichen Wirbelsäule. Bisher kannte ich soetwas nur ohne Motor, und zwar als Atavismus, aber gut.

Entworfen wurde das Teil, das man sich wie einen Gürtel um die Hüfte schnallen kann, von dem japanischen Künstler Ryota Kuwakubo (bevor ihr fragt; ja, der Typ existiert wirklich), der in seinen Werken gerne Technik, Funktionalität und Ästhetik vereint. Ja, und dieses Mal hatte Kuwakubo das Bedürfnis verspürt, den Menschen mit seinem Kunstwerk in die Bronzezeit oder noch weiter zurückzuversetzen. In der Packungsbeilage heißt es dazu: „SiliFulin ist ein Roboterschwanz, der sich in Reaktion auf die menschliche Bewegung bewegt.“ Und dann: „Das Teil bietet den Menschen die Möglichkeit, nochmal die Erfahrung zu machen, wie es ist, einen Schwanz zu haben.“ Denn diesen Teil ihres ursprünglichen Skeletts hat die Menschheit nämlich im Zuge der Evolution abgelegt, heißt es da weiter. Genug der Worte, Vorhang auf für das sinnloseste Fundstück des Tages:

Crazy, oder? Ich meine, was stellt man mit dem Teil an, nachdem man sich eine Weile wie ein T-Rex oder meinetwegen wie eine Katze durch die Gegend bewegt hat oder sich wie ein Känguru auf seinem Schwanz ausgeruht hat? Bevor ich mich auf Ostereier-Suche und in den Urlaub verabschiede, bin ich auf eure kreativen Vorschläge gespannt… 

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.