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Instant Trend von Tokyoflash: Social Media für das Handgelenk

Das Tragische an Designstudien ist, dass sie Designstudien sind und der staunende Betrachter zum Warten verdammt ist. Immerhin: Bei Tokyoflash stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass eines Tages aus einer Photoshop-Augenweide tatsächlich mal ein marktfähiges Produkt wird. So ist mittlerweile das auch bei uns einmal besprochene Escape C, eine Art MP3-Ufo mit Uhranzeige, tatsächlich im Shop der Designschmiede gelandet (77 Euro plus Porto).

Tokyoflash sammelt gerne Ideen von der Community ein, wer welche hat, aber nicht das über das nötige Werkzeug oder das kreative Durchhaltevermögen verfügt, kann seine Vorschläge für neue Produkte einfach einreichen. Auf diese Weise kommen dann auch so Sachen wie die neue Instant Trend zustande. Dabei handelt es sich um eine Uhr, die um ein Bluetooth-Modul erweitert wurde, um mit dem Handy kommunizieren zu können. Nach dem Pairing ist sie in der Lage, Tweets und Status-Updates von Facebook auf dem OLED-Display darzustellen, per Knopfdruck springt man dann von Meldung zu Meldung. Eine nette Idee, die vor allem den Leuten entgegen kommen dürfte, die nicht immer das Smartphone zücken wollen, um die Lage im Netz zu checken.

Umständlicher wird es dagegen bei der Hauptfunktion des Geräts: der Anzeige der Uhrzeit. Tokyoflash ist bekannt dafür, Ziffernblätter so zu entwerfen, dass sie später kein Schwein lesen kann. Und so ist es auch bei Instant Trend nicht anders: Um auf die Frage „Kannst du mir sagen, wie spät es ist?“ eine halbwegs gescheite Antwort folgen zu lassen, müssen zunächst die einzelnen Pixel-Blöcke zusammengezählt werden: Elf Stück davon gibt es für die Stunden, fünf Stück für jeweils 10-Minuten-Einheiten und neun Stück für einzelne Minuten (demnach wäre es auf der obigen Darstellung 6.35 Uhr). Gottseidank hat Tokyoflash auf die Darstellung der Sekunden verzichtet. Alternativ reicht allerdings auch ein Knopfdruck, um die Weltzeit in verständlichen Zeichen angezeigt zu bekommen.

Die Uhr inklusive Armband besteht aus Edelstahl. Preis und Datum für die Verfügbarkeit? Bislang Fehlanzeige…

Via: Technabob

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

8 Kommentare

  • Ist das jetzt ein verspäteter Aprilscherz oder gibt es tatsächlich Leute, die sich so ein Teil für 77 EUR plus Porto freiwillig um das Handgelenk schnallen?

  • und als nächstes fangen die leute an sich so lustige kleine chips unter die haut zu schieben… aber die lösung mit blutooth über handy ins netz zu gehen ist gar nicht so übel. vllt kann es sinn machen wenn man immer die neusten news-feeds am handgelenk hat.

  • @Martin:

    Die Sache mit den Chips gibts für die jungen Trendgänger doch schon seit nem Jahr oder so. Ne riesen Disco auf Malle bietet das an, man bekommt nen RFID Chip gespritzt den man am Eingang mit Geld aufläd und dann an der Bar mit jeder Bestellung ausgelesen bekommt… Wers braucht 🙂

  • Leute, denen chronisch langweilig ist sind damit doch gut bedient. Da ringt (wie oben schon erwähnt) das Ablesen der Uhrzeit dem Arbeitnehmer schnell mal 1 Minute der langweiligen Arbeitszeit ab.

  • Also ich weiss nicht was ihr habt, langweilige 0815 Uhren hat doch jede Sau, da finde ich ein wenig Abwechslung doch sehr erfrischend.
    Über die Sinnhaftigkeit der Twitter anbindung kann man sich zwar streiten aber das Design an sich und die Anzeige der Uhrzeit finde ich sehr gut.

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