Sonstiges

Das WePad kommt für 449 Euro ab August in den Handel

Also, diese Methode war mir auch neu: Neofonie, der Bauer des sagenumwobenen WePad, hatte das Tablet-Projekt lange Zeit zur Geheimsache Nummer eins erklärt – lediglich über die Facebook-Produkseite des Unternehmens waren tröpfchenweise Informationen nach außen gesickert. In erster Linie bildete die Seite aber einen Rückkanal für die Nutzer, die Neofonie per Pinnwandeinträgen ihre Wunschkonfigurationen vorstellen konnten. Diese Art der Informationspolitik kann getrost als Buzz-Marketing beschrieben werden. Erstaunlich ist dann aber, dass am Tag der offiziellen Präsentation der Buzz eher gering war. Stattdessen bloggte das Unternehmen lieber selbst auf der Facebook-Seite still mit, als Neofonie-Gründer Helmut Hoffer von Ankershoffen durch die Keynote führte. Mal sehen, was wir zur Stimmung beitragen können…

Nach Angaben des Unternehmens konnten sowohl Adobe als auch Intel als Partner gewonnen werden, was die Herkunft 1,66 GHz Intel Atom N450-Prozessors erklären dürfte. Zu den Schnittstellen zählen unter anderem zwei USB-Ports und ein SDHC-Kartenleser, über den sich der interne Speicher (wahlweise 16 oder 32 Gigabyte) um 32 Gigabyte aufstocken lässt. Zudem soll es möglich sein, Filme und Musik direkt von einer SD-Karte abzuspielen. Darüber hinaus wurde dem WePad auch eine HDMI-Schnittstelle spendiert. Bluetooth 2.1, WLAN (802.11n) und GPS sind natürlich auch mit an Bord, ebenso darf auch die Webcam (1,3 Megapixel) nicht fehlen. Das Display hat eine Auflösung von 1366×768 Pixeln (zum Vergleich: das iPad bringt es auf 1024×768 Pixel) und ist Multitouch-fähig. Die Akkulaufzeit wird mit sechs Stunden angegeben.

Wenn wir zur Plattform an sich kommen, finden wir beim WePad ein auf Linux basierendes Betriebssystem vor, das den Nutzern bestes Multitasking bieten soll. Auch an einen eigenen App Store wurde gedacht, in dem sowohl WePad-Apps, als auch Anwendungen für Adobe Air, Android, Java und Linux angeboten werden. Da Adobe als Partner ins Boot geholt wurde, müssen Nutzer natürlich nicht auf auf Flash verzichten: „Barrierefreies Internet“, wird dieser Vorzug durch Neofonie bezeichnet.

Das WePad wird in zwei Versionen auf den Markt kommen: Die Einsteigervariante kostet 449 Euro und ist mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN ausgestattet. Für das Profi-Modell werden 569 Euro berechnet, wofür der Kunde aber auch 32 Gigabyte Speicher, UMTS (eine Standard-SIM-Karte wird benötigt, sonst SIM-Lock-frei), GPS und die Unterstützung für Full HD-Videos geboten bekommt. Auf der Pressekonferenz wurde explizit erwähnt, dass im Rahmen von Kooperationen mit Verlagen Preisnachlässe möglich sind. In anderen Worten: Wer sich für ein bestimmtes Zeitungsabo entscheidet, kann sich ein subventioniertes Tablet sichern.

Noch müssen wir uns aber ein wenig gedulden. Im Mai soll zunächst eine Werbe-Roadshow durch Deutschland stattfinden, im Juli findet ein Softlaunch statt – erst ab August wird mit der deutschlandweiten Verfügbarkeit gerechnet.

Klarer Fall: Neofonie hat da heute ein dickes „Friss das, Apple!“ vom Stapel gelassen. Was Schnittstellen und die Flexibilität des Systems angeht, ist das WePad dem iPad meilenweit überlegen. Bleibt nur die Frage nach der eigentlichen Usability, die wir hoffentlich bald beantworten können, da wir auf der Warteliste für ein Testgerät stehen.

Update!:

Ab sofort nimmt Amazon Vorbestellungen entgegen, sowohl für die Version mit 16 GB als auch mit 32 GB.

(André Vatter)


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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

32 Kommentare

  • Hab mich heute das erste Mal ernsthaft mit dem WePad beschäftigt – und ehrlich gesagt ist es nur der späte Erscheinungstermin und das etwas unschönere Design, dass es mir etwas weniger schmackhaft macht. Die Kooperation mit Zeitungsverlagen finde ich aber genial. Schon beim iPad könnte ich mir vorstellen, zum regelmäßigen Zeitungleser zu mutieren.

  • Eine riesige Luftnummer war das ganze und Helmut Örtel (jetzt Hoffer von blabla) versucht mal wieder den ganz grossen Haufen zu sch**ssen. Wie damals vor zwei Jahren, als er meinte mit Fireball den Google-Killer erfunden zu haben. Ja der gute Helmut spuckt gerne mal grosse Töne und wenns wieder mal schief geht, zieht er einfach von dannen. 1080p Video (Flash oder H.264) mit einer N540 Atom CPU? Na klar Helmut, erzähl mal noch so’n Joke! Jeder der schonmal ein Netbook mit diesem Pozessor in den Händen gehabt hat, weiss das diese CPU kaum 720p schafft. „Barrierefreies Internet“ mit Flash? Genau und der DRM-Crap von We selbst macht überhaupt nichts. Letztendlich ist diese WePad (We für Werbung, nicht für „wir“) nur als Rettungsanker für die kränkelnden Verlage gedacht. Kauf ein Stern- oder Springer-WePad (dort wird es dann wohl eher VolksPad heissen) mit 2-4 Abos auf 24 Monate für 150 Euro. Die Verlage haben dafür freien Zugang auf deinen Startbildschirm und können ihn nach Belieben mit Werbung vollmüllen. Überall, zu jeder Zeit und nicht abstellbar. So stellen sich die Verlage mit ihrem Guru Helmut die schöne, neue Welt der Medien vor. Wird Zeit, sie eines Besseren zu belehren.

  • „unter anderem zwei USB-Ports und ein SDHC-Kartenleser, […] Filme und Musik direkt von einer SD-Karte abzuspielen.[…] eine HDMI-Schnittstelle […]. Bluetooth 2.1, WLAN (802.11n) und GPS sind natürlich auch mit an Bord, ebenso darf auch die Webcam (1,3 Megapixel) nicht fehlen.“

    Na also, mit so nem Gerät kann man auch was anfangen. 😀
    Und da ein Post vorher vom Drucken über das Ipad die Rede war: Mit dem WePad könnte man dank dem sicher gut erweiter- bzw. anpassbaren Linux auch relativ nativ jeden Drucker ansteuern….

  • ich finde den hype auf diese mobilen geräte einfach super. das zeigt mir wieder einmal mehr, dass ich bei der wahl meiner webseite nicht so daneben lag. die ebook geschichte wird sicher die zukunft hold sein.

  • Na ich bin mal gespannd ob das gerät wirklich die Eierlegendewollmilchsau wird. Bin noch etwas skeptisch. Aber das werden Testberichte ja noch zeigen. Falls es aber wirklich so toll sein wird, würde ich mir eine Überschrift wie „our nuts are bigger then applecores“ wünschen.

    Gruss

    BitNik

  • Sieht aus wie nen iPad, hat alle Anschlüsse die man sich wünscht und sogar eine Kamera! Hört sich ja alles schön an, aber diese komischen Kurven des Gehäuses irritieren schon sehr. Mal sehen was das WePad kann, für mich ist es ein fehlgeschlagener Versuch das iPad zu kopieren.

  • Ich finde das WePad grundsätzlich gut, doch es ist so eine offensichtliche Nachmache die dann auch noch vom Stern logischerweise in den Himmel gelobt wird (Teutonen-iPad ärgert Apple). Ganz ehrlich, ich glaube Apple ist das völlig bumms was so ein paar Spinner in Deutschland verkaufen. Schade finde ich nur, dass die Verlage wieder entweder-oder fahren. Ich will doch nicht 3 verschiedene Tablets nur weil die Verlage sich nicht auf eines einigen können.

  • Super, das war ja nur der erste Schlag gegen das iPad. HP, ASUS & Co. kommen ja erst noch. Es kommen in diesem Jahr noch mehr iPad Konkurrenten auf den Markt, als es nach 2 Jahren für das iPhone gab. Dazu kommt, dass ja Apple sich nun endgültig mit Adobe angelegt hat. Welche Freunde hat Apple denn nun noch übrig? Microsoft hat nur eine Vernunft-Partnerschaft mit Apple und wird diese bei Gelegenheit fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Ob sich der Jobs da mal nicht übernommen hat, denn nun hat er drei der größten IT/Internet Unternehmen gegen sich.

  • Super ein frickelPad mit Linux … 🙂

    Konkurrenz belebt zweifelsohne das Geschäft – also mehr von den „iPad Killern“ … das hilft, das jede neue Version des iPads immer besser wird.

  • HABEN WILL!! sabber sabber

    wenn man bedenkt das mich das ipad kalt ließ bin ich ganz schön baff das ich das nun will und es ist echt so ICH WILL!

  • Quasi ein offenes iPad mit sinnvollen Schnittstellen. Wenn die Hardware und Bedienung passt, wäre es dem iPad damit überlegen.
    Aber das iPad würde sich trotzdem weiter verkaufen, selbst wenn das WePad 3x besser wäre. Markenkult ist schon ’ne komische Sache. 😉

  • Solange geschriebene Nachrichten quasi kostenlos über das I-Net verteilt werden, die Öffentlich Rechtlichen mit der GEZ-Zwangsgebühr machen es möglich, werden es die Zeitungsverlage schwer haben, Bezahlangebote an den Mann zu bringen.

  • WePad ist scheisse, ist nachgemacht, ist hässlich, ist was-weiss-ich. TOLL!

    „Mama Mama, ich hab heute bei BT denen mal richtig meine meinung gesagt!“

    Hauptsache, ohne Ahnung bashen. Wenn das iPad so toll ist, dann nehmt es doch, aber für jemanden, der nachdenkt, und selbst entscheiden will, und sich nicht von einem verrückten Vollhonk aus Cupertino vorschreiben lassen will, was er gut zu finden hat, sind Apple Produkte sicherlich nicht die erste Wahl (zumindest iPhone, iPad)

    „Friese“ ist wenigstens fair, im Gegensatz zu den Populisten Gretus, und – gaaaanz übel – Rudolf Gottfried. Das ist doch scheinbar so einer, der Hass-websites anonym im Netz veröffentlicht. Zumindest ist diese Schreibe genauso. Naja. Wer sonst nicht zu tun hat -.-

  • Man wird sehen, was das Dingens, wenn es denn kommt, so kann. Die Skepsis bei den angekündigten Fähigkeiten im Verhältnis zur verbauten Hardware teile ich, lass mich aber erstmal vorurteilsfrei vom Gegenteil überzeugen.

    Alles weitere wird doch am Ende der Kunde entscheiden.

    Dummerweise sind die Verkaufszahlen vom iPad natürlich gigantisch…was die Frage in den Hinterkopf impiziert, wieviel Markt im August noch da sein wird… fürs WePad…

  • Bin schon etwas erstaunt über diese verzweifelte Sehnsucht nach ernsthafter Apple-Konkurrenz, dass dieses unfertige Ding in den Medien schon als iPad-Killer gehypt wird. Da läuft bisher nicht einmal das eigene Betriebssystem drauf, die gezeigte GUI ist ein Video, das unter Windows(!) lief: http://www.androidpads.com/2010/04/12/new-details-about-the-wepad-price-and-availability/

    Würde mir wünschen, dass solche Hype-PKs erst einmal ein wenig kritisch reflektiert werden, bevor man die Begeisterung des CEO in den Artikel durchfließen lässt (gilt aber für alle Medien)

  • Endlich hat jemand mal verstanden wie so ein Table-Pc wirklich sein muss. Und das sich so eine relative kleine Firma damit versucht und auf die Beine stellt was die „Großen“ bislang nicht schafften. Alle Achtung. Das Design finde ich gelungen (Über das Design des Logo kann man sich streiten). Der 16:9 Bildschirm und Schnittstellen sind der wahre Bonus. Dazu noch nen HDMI-Ausgang. Was will ich mehr?

    Wenn sich das Teil jetzt noch Bedienen lässt wie es versprochen wird wäre ich glücklich.

  • Ne Freundin on mir war gestern bei der Vorstellung des Teils.
    Das Ding is noch im Prototyp Status – angeblich gibt es erst ein einziges richtiges funktionierendes Gerät. Bin mal gespannt ob die das bis Sommer so schnell hinbekommen. So als rookie verkalkuliert man sich mal schnell mit der versprochenen Liefergeschwindigkeit/Qualität von chinesischen Herstellern. Auf der anderen Seite find ich das richtig schick und ich könnt mir gut vorstellen, dass das neben dem Ipad ganz gut laufen könnte. Gerade und vor allem im B2B Bereich. Wenn die usability und die Geschwindigkeit jetzt noch stimmt, dann wird das was, davon geh ich mal aus.

  • Bislang bin ich nicht wirklich überzeugt von dem WePad. Nur ein Demovideo, keine Berichte aus erster Hand. Der Prozessor ist definitif ein wenig schwach auf der Brust für diese Auflösung. Und so toll ist Flash unter Linux auch wieder nicht.

    Bin gespannt auf die ersten Tests/Erfahrungsberichte, immerhin liest sich der Rest interessant 🙂

  • Specs und Preise sind durchaus interessant.

    Alles in allem klingt das Ganze aber noch ein wenig zu gut, um wahr zu sein.

    Das Versprechen von 1080p unter Flash (was mit diesem Prozessor schlicht und ergreifend nicht möglich ist) die einzige Lüge bleibt, könnte ich damit leben. Ich fürchte aber, die Liste wird mit der Zeit noch anwachsen..

  • Die Idee mit Wepad war damals eigentlich ganz gut, aber wenn man jetzt mal schaut, scheint sich der Hype von damals ziemlich schnell aufgelöst zu haben

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