Adobe-Chef antwortet auf Steve Jobs' Brandrede: 'Apple wirft mit Nebelkerzen.'

André Vatter

Manchmal muss man sich ja wirklich am Kopf kratzen. Da gibt es multimilliardenschwere Konzerne, die es nicht schaffen, sich an einen Tisch zu setzen und Dinge in Ruhe zu bereden. Stattdessen wird die Schmutzwäsche in aller Öffentlichkeit gewaschen. Aber – sei’s drum: So haben wir wenigstens etwas, um euch mit Infos aus erster Hand auf dem Laufenden zu halten.

Ein Echo auf Steve Jobs‘ Brandrede gegen Adobe Flash war so unvermeidbar wie das Amen in der Kirche. So hat Microsoft als Reaktion spontan seine Liebe zu HTML5 entdeckt. Und es kam auch wenig überraschend, dass ein paar Stunden später Adobe-Chef Shantanu Narayen wieder einmal zum Gegenschlag ausholte. In einem Videointerview mit dem „Wall Street Journal“ bekam er die Gelegenheit, seine Meinung über Jobs‘ „außerordentliche Attacke“ loszuwerden. So versicherte er abermals, dass Adobe ein großer Anhänger von „Open Content“ sei. Der Umstand, dass die neue Creative Suite es Entwicklern gestattet, plattformübergreifend zu programmieren, sei ein deutliches Zeichen dafür.

Apples Argumente der technischen Schwierigkeiten lässt Narayen nicht gelten. Jobs nutze sie nur als „Nebelkerzen“: Die Sache mit der verkürzen Akkulaufzeit sei offenkundig falsch – sonst hätte Apple auch nicht über hundert, in Flash programmierte Apps für den Store zugelassen. Wenn der Kreis erlaubter Programmiersprachen per Unternehmenspolitik eingeschränkt wird, habe das nichts mit Technologie zu tun, so der Manager. Ebenso unwahr sei es, dass das Flash-Plugin die häufigste Ursache dafür sei, dass Macs abstürzen. Er wies die Behauptung mit den Worten zurück, dass das Problem eigentlich etwas mit „Apples Betriebssystem“ zu tun habe.

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Jobs sei nur deshalb angesäuert, weil Adobe es Entwicklern gestatte, ein einmal fertig gestelltes Programm verschiedenen Plattformen zur Verfügung zu stellen: „Es bringt Apple keinen Vorteil – deshalb sieht man diese Reaktion“, meint der Adobe-Chef.

Narayen bestätigte noch einmal, dass Flash „mit Sicherheit“ für die neueste Version von Android kommen wird, vermied es aber dabei, näher ins Detail zu gehen, ob dabei das volle Flash oder lediglich Flash Lite zum Einsatz kommt. Für Adobe sei dies gerade eine „unglaublich produktive Zeit“. Während des Interviews verriet Narayen auch, dass er privat Android gegenüber iPhone OS bevorzuge: Er selbst hat ein Google Nexus One. Auch vom iPad halte er nicht sonderlich viel und beschreibt es lediglich als ein „gutes Gerät der ersten Generation“. Seiner Meinung nach wird es aber schon in Zukunft durch „enorme Innovationen“ im Tablet-Markt mit seiner Position zu kämpfen haben.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.