VZ-Netzwerke erfolgreicher als T-Online: Mit 440 Millionen Visits und 1 Trick an die IVW-Spitze

Marek Hoffmann

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Nach dem letzten Datenskandal bei schülerVZ, bei dem unseren Kollegen von Netzpolitik etwa 1.6 Millionen aktuelle Datensätze zugespielt wurden, sorgen die Verantwortlichen der VZ-Netzwerke nun wieder für eine positive Meldung. Wenngleich nur in eigener Sache und unter Zuhilfenahme eines kleinen Tricks. Wie auf dem Gemeinschaftsblog von schülerVZ, studiVZ und meinVZ zu lesen ist, wurden sie nämlich erstmals seit ihrem Bestehen gemeinsam in der aktuellen IVW-Auswertung ausgewiesen. Durch diese Zusammenlegung der VZ-Power schafften sie es denn auch, direkt auf Platz Eins der deutschen Klickrangliste vom vergangenen März zu stürmen, die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern erstellt wird. Hierzu verhalfen ihnen insgesamt 440,7 Millionen Visits (siehe Teaser-Bild).

Entsprechend erfreut zeigen sich auch die Betreiber: „Wir sind eine der größten und aktivsten Websites in ganz Deutschland. Die gemeinsame Ausweisung der drei Plattformen ist die konsequente Weiterentwicklung zur Bündelung unserer Kräfte. Mit der Zusammenlegung der IVW-Zahlen wird dies, vor allem auch für unsere Kooperations- und Werbepartner, noch deutlicher als zuvor“. Allerdings bewahrheitet sich aus dieses Mal das Sprichwort, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Die Nutzerzahlen stiegen nämlich nicht proportional zu den erreichten Klicks, sondern fielen sogar im Vergleich zum Vormonat. Und zwar um etwa zwei Prozent. Aber apropos fallend und rückläufig: Insgesamt war der April für die meisten der von der IVW berücksichtigten Online-Angebote ein Monat der Einbußen. T-Online, der bisherige Branchenprimus, der quasi ein Dauerabo auf den nun von dem VZ-Triumvirat übernommenen ersten Platz hatte, verzeichnte bei den Visits ein Minus von 11,9 Prozent. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat einem Rückgang von knapp über 54.000 auf insgesamt 403,8 Millionen Visits. Auch Branchengrößen wie MSN, Yahoo und AOL, aber auch Prosieben Online, Spiegel Online und ein direkter Konkurrent der VZ-Netzwerke – nämlich wer-kennt-wen.de –  haben ordentlich Federn gelassen. Weitere interessante Stats und auch Zahlen zur Performance der Vermarkter hat der Online-Dienst Meedia auf Basis der IVW-Daten erstellt.

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Nur ein einziges Angebot aus der Top 10 konnte eine Verbesserung zum Vormonat vorweisen, und zwar Bild.de. Hier stiegen die Visits um 0,1 Prozent auf knapp 137,4 Millionen. Und wer sich nun wundert, warum fast alle IVW-Angebote so schlecht abgeschnitten haben: Das Osterfest könnte damit zu tun haben. Zudem hatte der April weniger Arbeitstage als der März. Wir dürfen also gespannt sein, ob den VZ-Netzwerken das Kunststück in diesem Monat auch wieder gelingt.

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.