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VZ-Netzwerke erfolgreicher als T-Online: Mit 440 Millionen Visits und 1 Trick an die IVW-Spitze

Nach dem letzten Datenskandal bei schülerVZ, bei dem unseren Kollegen von Netzpolitik etwa 1.6 Millionen aktuelle Datensätze zugespielt wurden, sorgen die Verantwortlichen der VZ-Netzwerke nun wieder für eine positive Meldung. Wenngleich nur in eigener Sache und unter Zuhilfenahme eines kleinen Tricks. Wie auf dem Gemeinschaftsblog von schülerVZ, studiVZ und meinVZ zu lesen ist, wurden sie nämlich erstmals seit ihrem Bestehen gemeinsam in der aktuellen IVW-Auswertung ausgewiesen. Durch diese Zusammenlegung der VZ-Power schafften sie es denn auch, direkt auf Platz Eins der deutschen Klickrangliste vom vergangenen März zu stürmen, die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern erstellt wird. Hierzu verhalfen ihnen insgesamt 440,7 Millionen Visits (siehe Teaser-Bild).

Entsprechend erfreut zeigen sich auch die Betreiber: „Wir sind eine der größten und aktivsten Websites in ganz Deutschland. Die gemeinsame Ausweisung der drei Plattformen ist die konsequente Weiterentwicklung zur Bündelung unserer Kräfte. Mit der Zusammenlegung der IVW-Zahlen wird dies, vor allem auch für unsere Kooperations- und Werbepartner, noch deutlicher als zuvor“. Allerdings bewahrheitet sich aus dieses Mal das Sprichwort, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Die Nutzerzahlen stiegen nämlich nicht proportional zu den erreichten Klicks, sondern fielen sogar im Vergleich zum Vormonat. Und zwar um etwa zwei Prozent. Aber apropos fallend und rückläufig: Insgesamt war der April für die meisten der von der IVW berücksichtigten Online-Angebote ein Monat der Einbußen. T-Online, der bisherige Branchenprimus, der quasi ein Dauerabo auf den nun von dem VZ-Triumvirat übernommenen ersten Platz hatte, verzeichnte bei den Visits ein Minus von 11,9 Prozent. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat einem Rückgang von knapp über 54.000 auf insgesamt 403,8 Millionen Visits. Auch Branchengrößen wie MSN, Yahoo und AOL, aber auch Prosieben Online, Spiegel Online und ein direkter Konkurrent der VZ-Netzwerke – nämlich wer-kennt-wen.de –  haben ordentlich Federn gelassen. Weitere interessante Stats und auch Zahlen zur Performance der Vermarkter hat der Online-Dienst Meedia auf Basis der IVW-Daten erstellt.

Nur ein einziges Angebot aus der Top 10 konnte eine Verbesserung zum Vormonat vorweisen, und zwar Bild.de. Hier stiegen die Visits um 0,1 Prozent auf knapp 137,4 Millionen. Und wer sich nun wundert, warum fast alle IVW-Angebote so schlecht abgeschnitten haben: Das Osterfest könnte damit zu tun haben. Zudem hatte der April weniger Arbeitstage als der März. Wir dürfen also gespannt sein, ob den VZ-Netzwerken das Kunststück in diesem Monat auch wieder gelingt.

(Marek Hoffmann)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

13 Kommentare

  • Ganz grosse Nummer.

    von den 100% Usern sind doch eh 90% auf allen 3 Portalen eingeloggt.
    Da könnte man auch die Zahlen von Bild.de verdreifachen, es lesen ja immer noch 2 andere mit aufm Bild-Schirm 😉

  • Ganz ehrlich: Wozu diese Kritik an der Zusammenlegung der drei Netzwerke? Sie gehören schlussendlich ja auch zusammen.

  • @ #4 xephir: Tun sie das? Studi und MeinVZ ja, aber SchülerVZ? Ich kann mich dort nicht anmelden und auch mit niemandem dort befreundet sein. EIN (!) Netzwerk ist das für mich nicht, eher zwei!

  • Hi all,

    mal ein direkter Kommentar aus der VZ Basis ! facebook lässt sich nicht über die IVW messen, ist dazu kein Mitglied in der AGOF. Sämtliche Zahlen stammen von Nielsen, von facebook selbst oder oft auch vom google AdPlanner.

    An die Redakteure – Bei ca. 30 mio deutschen in communities im Jahr 2010 – kann es da vielleicht auch sein, das sich zwei Altersgruppen in zwei verschiedenen Netzwerken aufhalten ? Vielleicht wollen die „digital natives“ den „digtal wannabees“ in der virtuellen Welt gar nicht begegnen 🙂
    denkt mal drüber nach

    Besten Gruß

    Sven Bagemihl

  • @Sven: „An die Redakteure…“ – Muss ich mich da jetzt angesprochen fühlen? 🙂 Und wenn ja, was genau willst du mir damit sagen?

  • WOW! Das ist ja mal eine beeindruckende Statistik! 🙂 Wer hätte das noch vor ein paar jahren gedacht. Ich habe mal gelesen, dass die VZ-Netzwerke hier in Deutschland quasi das Gallien für Facebook sind….das finde ich witzig und passend an dieser Stelle.

  • Die großen social Networks sind so oder so ein Phänomen der 2000er Jahre! unglaublich was hier passiert und man kann sich nur schwer vorstellen, wohin das führen wird.

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