Keine Daten-Flatrates mehr bei AT&T: Vorbild für deutsche Anbieter?

Marek Hoffmann

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Wir haben die Thematik auf Basic Thinking schon häufiger am Rande gestreift: Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Netze der Telekommunikationsunternehmen unter der durch mobile, internetfähige Gadgets einerseits und Plattformen wie YouTube, die enorme Datenmengen erzeugen, andererseits, verursachten Datenlast zusammenbrechen? Ohne – aus verständlichen Gründen – die Antwort auf diese Frage abzuwarten, hat der US-Konzern AT&T nun gehandelt. Anstatt Datenfressern ab einer bestimmten abgegriffenen Datenmenge mit Drosselung der Bandbreite zu begegnen, setzt das Unternehmen auf seinem Heimatmarkt künftig auf Volumentarife.

Was genau bedeutet das? Wie auf der offiziellen Seite des Telcos zu lesen ist, wird den amerikanischen Kunden bereits ab kommenden Montag die Möglichkeit geboten, sich für eine von zwei neuen Tarifarten zu entscheiden, je nachdem, ob man viel oder wenig mobil surft. Für 15 US-Dollar (knapp 12 Euro) gibt es das DataPlus-Paket mit monatlich 200 Megabyte Datenvolumen. Wer nur ab und zu von unterwegs ins Netz geht, könnte damit deutlich günstiger bedient sein, als mit den bisherigen (AT&T-)Angeboten. Das Unternehmen behauptet, 65 Prozent seiner Smartphone besitzenden Kunden lägen monatlich unterhalb dieser Grenze, wodurch viele von ihnen bis zu 50 Prozent im Vergleich zu ihrem bisherigen Vertrag sparen könnten.

Wer nun aber doch über die Grenze hinausschießt, muss noch mal das gleiche Paket zum selben Preis ordern – sonst ist Schicht im WWW-Schacht. Um das mal an Beispielen plastisch zu machen: Mit 200 MB sollen laut AT&T 1.000 E-Mails ohne und 150 mit Anhang verschickt oder empfangen werden können. Zudem 400 Webseiten aufgerufen und 50 Fotos auf den Seiten von Sozialen Netzwerken gepostet und noch ein 20-minütiges Video gestreamt werden können.  

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Wer hingegen immer und überall surfen will und dies auch tut, muss etwa 10 Dollar mehr berappen (etwa 20 Euro). Dafür gibt es dann das DataPro-Paket mit zwei Gigabyte Datenvolumen. Ist das aufgebraucht, kostet der Nachschub zehn Dollar und enthält ein weiteres Gigabyte. Die obere Grafik deutet an, wie stark der Bedarf an Ressourcen bei Besitzern von mobilen Internet-Gadgets in den kommenden Jahren noch steigen wird. (Der Marktforscher Rysavy Research hat einen interessanten Bericht dazu veröffentlicht (PDF)).  

Droht nun auch hierzulande ein Ende der Daten-Flatrate? Die Möglichkeit besteht. Sie hängt aber von einigen Faktoren ab, beispielsweise den Ergebnissen in der Netzneutralitätsdebatte. Zudem wird sich zeigen müssen, wie gut (schnell, effizient und kostengünstig) es der Deutschen Telekom und Vodafone hierzulande gelingen wird, den neuen Mobilfunkstandard „Long Term Evolution“ (LTE) zu etablieren. Derzeit befindet sich der UMTS-Nachfolger noch in einem Teststadium, soll aber irgendwann die dringend erforderlichen, höheren Netzkapazitäten liefern. Auch das effiziente Ausschöpfen des Potenzials, das sich den Telcos durch die erst kürzlich ersteigerten Frequenzen für den drahtlosen Netzzugang bietet, könnte eine Rolle spielen. Und zu guter Letzt dürfte es natürlich auch am Kunden liegen, ob er bereit ist, für eine besonders schnelle und qualitativ gute mobile Netzanbindung mehr Geld zu bezahlen.        

(Marek Hoffmann / Grafik)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.