Microsoft: Windows 7 verkauft sich fast eine viertel Milliarde Mal im ersten Jahr

Marek Hoffmann

Wir hatten heute schon Apple und Google, nun gesellt sich noch ein drittes Schwergewicht in die Runde: Microsoft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters soeben berichtet, liegen die Verkaufszahlen für Windows 7 für das erste Jahr vor. Und die lassen sich durchaus sehen. 240 Millionen Mal wanderte das neueste Betriebssystem des Software-Giganten seit seiner Einführung im Oktober des vergangenen Jahres über den Ladentisch. Damit ist es in dieser Kategorie das erfolgreichste in der gesamten Unternehmensgeschichte.

Tami Reller, Finanzvorstand bei den Redmondern, sagt aber noch weitere rosige Zeiten für das OS voraus. So kontrolliere man derzeitig etwa 90 Prozent des Marktes für PC-Betriebsysteme, könnte dieses Zahl aber in naher Zukunft noch steigern, wenn mehr User auf Windows 7 upgraden. Allein in Deutschland arbeiten derzeit noch 19,7 Prozent der Nutzer mit Vista und unglaubliche 50,4 gar noch mit Windows XP. Okay, so unglaublich ist das dann doch nicht, wenn man bedenkt, was für ein Schrott Vista war und dass sich viele das Update seinerzeit gespart haben dürften. Nun könnte aber tatsächlich eines anstehen, ist Windows 7 doch ein würdiger Nachfolger für XP. Allerdings zielt Reller offenbar gar nicht so sehr auf Privat-, sondern vielmehr auf Unternehmenskunden ab.  

Von denen nutzen nämlich etwa 89 Prozent irgendeine Vorgängerversion von Windows 7. Sie hinken den Endkunden zeitlich aber immer etwas hinterher, wenn es um die Akzeptanz und daraus resultierende Umstellung auf ein „neues“ Betriebssystem geht, so Reller. Das hat natürlich auch seine Gründe, beispielsweise gründlichere und daher langwierigere Kompatibilitätschecks.

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Ganz überraschend sind die guten Verkaufszahlen für das neue OS freilich nicht, deutete sich in der Vergangenheit doch schon eine hohe Kundenakzeptanz an. Übermäßig euphorisch wird man in Redmond deswegen nun wohl aber nicht in die Zukunft blicken, denn nächste Woche sollen die Quartalszahlen präsentiert werden. Und wenn sich auch dieses Mal bewahrheitet, dass die Abverkäufe für Windows-Software sehr eng an die allgemeinen PC-Absatzzahlen gekoppelt sind, welche rückläufig sind, dann wird Microsoft in diesem Bereich wohl Einbußen verschmerzen müssen. Trotzdem erwarten Branchenexperten eine Steigerung der Gesamtumsätze im Vergleich zum Vergleichsquartal des Vorjahres.

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.